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„Ausbildung Altenpflegehilfe voller Erfolg“

von Familien-Blickpunkt.de am 15/02/2012 - 11:58 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

„Ausbildung Altenpflegehilfe voller Erfolg“

Wiesbaden (hsm) - Etwa elf Jahre nach Einführung der einjährigen Altenpflegehelferausbildung bewertet die Hessische Landesregierung diese als vollen Erfolg. „Bestanden anfangs seitens der Einrichtungen der Altenpflege zunächst Vorbehalte, können wir heute mit Stolz auf steigende Ausbildungszahlen in der Helferausbildung verweisen. Erfreulich ist auch die Zahl derer, die nach ihrem Abschluss in die Altenpflegerausbildung übergehen – 2011 lag sie bei 50 Prozent“, sagte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner heute anlässlich der Abschlussveranstaltung und Vorstellung des Rahmenlehrplans für die schulische und betriebliche Ausbildung in der Altenpflegehilfe statt. Geladen waren Fachleute und Interessierte aus der schulischen und betrieblichen Altenpflegeausbildung.

Im Jahr 2000 hatte die Hessische Landesregierung erstmals die einjährige Helferausbildung gesetzlich geregelt. Dies war durch die Einführung des Bundesaltenpflegegesetzes notwendig, denn hierdurch hatten Personen mit Hauptschulabschluss – im Gegensatz zur vorherigen hessischen Regelung – keinen direkten Zugang mehr zur Fachkraftausbildung. Zugleich wurde die Möglichkeit geschaffen, bei einer erfolgreich abgeschlossenen Altenpflegehelferausbildung die Fachkraftausbildung auf Antrag um ein Ausbildungsjahr zu verkürzen. „Damit hat sich die Helferausbildung als eine erfolgreiche Maßnahme erwiesen, neue Zielgruppen für die Fachkraftausbildung zu erschließen. Heute wird die Helferausbildung fast flächendeckend an den hessischen Altenpflegeschulen angeboten“, erklärte Grüttner.

Der Sozialminister stellte den neuen „Rahmenlehrplan für die schulische und betriebliche Ausbildung in der Altenpflegehilfe“ vor. Der Rahmenlehrplan gibt den gemeinsamen Rahmen für die Entwicklung von Schulcurricula durch die Altenpflegeschulen und von Ausbildungsplänen durch die praktischen Träger der Ausbildung vor. „Der Hessischen Landesregierung ist es neben der Sicherstellung der Schulgeldfinanzierung ein großes Anliegen, die Qualität der Ausbildung durch verbindliche Rahmenlehrpläne sicherzustellen. Alle Beteiligten haben nun für die Helferausbildung einen gemeinsamen Bezugs- und Orientierungsrahmen“, betonte Grüttner.

Der bisherige Rahmenplan aus dem Jahr 2003/2004 war ausschließlich auf den Lernort Schule konzipiert, die am Lernort „Praxis“ zu vermittelnden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten blieben damals zunächst unberücksichtigt. „Diese Lücken werden mit dem heute vorgelegten Rahmenlehrplan Altenpflegehilfe geschlossen. Dabei konnte bei der Weiterentwicklung von den Erfahrungen bei der Entwicklung des Rahmenlehrplans für die Fachkraftausbildung profitiert werden. So wurde der weiterentwickelte Rahmenlehrplan Altenpflegehilfe vom Aufbau und Struktur an den Rahmenlehrplan für die Fachkraftausbildung angepasst. Die formulierten Handlungskompetenzen und Inhalte für beide Lernorte – Schule und Praxis – wurden auf das Handlungsniveau einer/s Helferin/s ausgerichtet.

Darüber hinaus wurde eine durchgehende Orientierung am Lernfeldkonzept vorgenommen, so dass nun für beide Ausbildungsgänge immanent ähnliche didaktische Vorgehensweisen bei der Ausbildung zugrunde gelegt werden. Hiermit wird den Lehrkräften eine arbeitsrationelle Vorbereitung des Unterrichts und den Auszubildenden der mögliche Übergang in die Fachkraftausbildung erleichtert“, erklärte Minister Grüttner. Beide Lernorte seien gefordert, auf der Basis des Rahmenlehrplans die Inhalte in miteinander abgestimmte schulische und betriebliche Ausbildungspläne zu übersetzen. An der Überarbeitung beteiligt waren das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) sowie Fachexperten aus Altenpflegeschulen und Praxiseinrichtungen.

Sozialminister Grüttner betonte, dass die Hessische Landesregierung seit vielen Jahren durch die Finanzierung der Altenpflegeschulen dazu beitrage, in Hessen die Altenpflegeausbildung auf hohem Niveau sicherzustellen. „So wurde für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2011 die Platzzahl der landesfinanzierten Plätze um 500 Schulplätze erhöht. Dank des Engagements von Altenpflegeschulen und Ausbildungsbetrieben konnte auf dieser Basis eine nochmalige Erhöhung der Ausbildungszahlen erreicht werden. Zum Stichtag 1. Oktober 2011 befanden sich – ein historischer Höchststand – insgesamt 4.609 Altenpflegeschülerinnen und -schüler in der Ausbildung, davon 1.028 in der Helferausbildung“, so der Minister.

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