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Bürgerreise in die Genuss-Welten der Partner-Provinz Parma und der Lombardei

von Familien-Blickpunkt.de am 21/07/2011 - 15:39 |

Themenfelder: Freizeitgestaltung, Leben und Gesellschaft

Bürgerreise in die Genuss-Welten der Partner-Provinz Parma und der Lombardei

Kreis Offenbach - Der Kreis Offenbach bietet zusammen mit dem Volksbildungswerk Obertshausen eine Genuss- und Kulturreise in die Lombardei und ihre Metropole Parma an. Capitale del gusto - die Hauptstadt des Geschmacks - nennen die Italiener die Stadt. Mit der gleichnamigen Provinz verbindet den Kreis Offenbach seit 2008 eine Partnerschaft. Der legendäre Parma-Schinken wird dort - und nur dort - hergestellt, der Parmesankäse hat dort seinen Ursprung und die Zentrale des Weltkonzerns Barilla befindet sich ebenfalls in der Provinzhauptstadt. Die Stadtgeschichte Parmas geht übrigens bis auf die Etrusker zurück; der römische Konsul Marcus Aemilius Lepidus schließlich gründete am rechten Ufer des Flusses Parma die Stadt im Jahre 184 v. Chr. Nach dem Untergang des weströmischen Reiches war Parma ein Spielball der Mächte: Von den Langobarden, über fränkische Pfalzgrafen, dem Kirchenstaat, Mailand, den Bourbonen bis hin zu Marie-Louise von Österreich hat so ziemlich jede bedeutende regionale Macht das Zepter über Parma geschwungen. Das spiegelt sich in der interessanten Architektur der Geburtsstadt Giuiseppe Verdis wieder.

Los geht es am Freitag, 7. Oktober, mit der Lufthansa von Frankfurt nach Mailand. Ein bequemer Shuttle bringt die Reisenden vom Flughafen Linate nach Parma in das moderne Stadthotel Astoria, wo sie bei Pasta und einem guten Tropfen Rotwein entspannen können. Der zweite Tag beginnt mit einer Führung durch das historische Zentrum von Parma mit dem Theater Farnese und der Kathedrale. Anschließend Mittagessen in dem für Parma charakteristischen Restaurant „Corale Verdi“.

An den folgenden Tagen stehen unter anderem ein Besuch in einer der berühmten Parma-Schinken-Fabriken mit Probe, der Besuch des Verdi-Geburtshauses in Roncole, das Verdi-Theater Casa Barezzi und das Verdi-National-Museum in Busseto. Kulinarisch wird man dann beim Essen in einem für das alte Parma typischen Restaurant am Po-Fluss mit Besuch eines „Culatello-Kellers“ verwöhnt. Der legendäre „Culatello“ ist ein italienischer Schinken aus der Poebene. Die Herstellung erfolgt in Handarbeit aus dem Fleisch einer schwarzen Schweinerasse den “Nera Parmigiana“. Die kleinwüchsigen, schwarz-rotgefleckten Schweine werden sorgfältig ausgewählt und in freier Natur gehalten, wo sie sich von Mais, Eicheln und Kastanien ernähren. Der Schinken wird bei offenem Fenster gelagert und zu Beginn der Lagerung mit Rotwein und Knoblauch eingerieben. Die dazu nötige feuchte Luft, in der klimatisch vom Po beeinflussten Region, limitiert die geeigneten Plätze auf wenige Dörfer. Abends besteht die Möglichkeit, im Rahmen des Verdi-Festivals Giuseppe Verdis Freiheits- Oper „Der Maskenball“ zu sehen.

Das Programm beinhaltet zudem einen Tagesausflug nach Modena mit Besuch der „Galleria Ferrari“ sowie einem Abstecher in die „Aceto Balsamico-Fabrik“ mit anschließendem Mittagessen in einer Trattoria. Weiteres Highlight: Ein Halbtagesausflug in die Stradivari-Stadt Cremona. In Cremona kann man den 111 Meter hohen Glockenturm Torrazzo besteigen, im Dom die Fresken von Boccaccio Boccaccino bestaunen, das „Museo Civico“ mit der Malerschule und dem Stradivari-Saal besichtigen sowie den typischen Mandelhonig, den „Torrone di Cremona“ probieren. Eine weitere Spezialität der Stadt ist der „Mostarda di Cremona“, ein süßsaurer Früchtesenf, den man zu zartem Rindfleisch isst.

Ebenfalls sehenswert: In der Geigenbauschule „Scuola Internationale di Liuteria“ werden heute Geigen restauriert. In Cremona wurde übrigens die Violine geboren. Andreav Amati baute dort ab 1535 die ersten Violinen in monatelanger Handarbeit. Dessen Enkel Niccolo Amati unterrichtete schließlich Antonio Stradivari, der angeblich über 1.000 Instrumente während seines Lebens schuf. Die geeigneten Hölzer holte er aus den Wäldern der Dolomiten.

Die Harmonie der über 70 Bauelemente und der spezifische Ton seiner Instrumente sind schlicht unübertroffen. Bis heute ist das Geheimnis um die Zutaten für die Lasur und den dadurch unverwechselbaren Klang noch nicht gelüftet. Ein Muss ist daher der Besuch des “Museo Stradivariano“. Im „Palazzo del Comune“ befindet sich außerdem ein Geigenraum mit einzigartigen Exponaten, der mit einem Führer besichtigt wird.

Den Abschluss der siebentägigen Reise in die Genusswelten der Lombardei bildet ein Ausflug in das südlich des Gardasees gelegene Mantua am Fluß Mincio, der bei Peschiera del Garda den See verlässt. Noch wenig von ausländischen Touristen beachtet, bietet Mantua ein wunderschönes Stadtflair, sowohl innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern als auch außerhalb in den grünen Parks an den drei Seen, die Mantua umgeben und eine wunderschöne Natur mit Schwänen, Störchen und mit üppigen Teppichen aus Lotusblüten bieten.

Reisetermin der Genuss- und Kulturreise in die Lombardei ist vom 07. bis 13. Oktober 2011. Der Reisepreis (Halbpension) beträgt 1.215 Euro pro Person im Doppelzimmer oder 1.545 Euro im Einzelzimmer. Im Reisepreis inbegriffen sind die Lufthansa-Flüge, die Eintrittsgebühren des offiziellen Programms sowie alle Führungen und Transfers. Der Besuch der Oper im Rahmen des Verdi-Festivals kann individuell gebucht werden. Veranstalter sind der Kreis Offenbach und das Volksbildungswerk Obertshausen. Das genaue Programm finden Sie unter www.kreis-offenbach.de/bürgerreisen.

Weitere Informationen und Anmeldung beim Volksbildungswerk Obertshausen, Telefon: 06104/405 – 2651.



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