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Erfolgreiche Infoveranstaltung zum Bildungspaket: 300 Eltern beantragen Nachhilfe

von Familien-Blickpunkt.de am 04/04/2013 - 18:02 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Erfolgreiche Infoveranstaltung zum Bildungspaket: 300 Eltern beantragen Nachhilfe

Kreis Offenbach - Der Kreis Offenbach hat kürzlich rund 300 Eltern von Schülerinnen und Schülern, die für Nachhilfe im Rahmen des Bildungspaketes in Betracht kommen, im Kreishaus darüber informiert, wie sie Anträge zur Lernförderung ausfüllen müssen, wo sie diese Anträge bekommen und welches die Voraussetzungen für die Nachhilfe sind.

Um sich einen Überblick über den Bildungsstand der leistungsberechtigten Kinder und Jugendlichen, sowie den damit verbundenen Bedarf an Lernförderung zu verschaffen, wurden Eltern, die im Hartz-IV-Bezug sind und schulpflichtige Kinder haben, zuvor gebeten, die kürzlich ausgegebenen Halbjahreszeugnisse auf freiwilliger Basis an ihre Fallmanager zu schicken. Daraufhin waren nahezu 2.400 Zeugnisse eingegangen.

„Erfreulicher Weise waren darunter etliche gute und sehr gute Zeugnisse. Jedoch auch rund 600 Zeugnisse, denen deutlich zu entnehmen war, dass schulische Defizite bestehen", betont Sozialdezernent Carsten Müller. „Diese Familien haben wir angeschrieben und zu der Informationsveranstaltung am Freitag eingeladen, damit die Kinder kostenlos Nachhilfe bekommen und so die Defizite in einzelnen Fächern oder bei den Deutschkenntnissen verringert werden können. Dass die Hälfte der Eltern dieses Angebot wahrnahm und alle 300 anwesenden Eltern Nachhilfe für ihre Kinder beantragen werden, ist für uns ein großer Erfolg!"

Mit dem Bildungs- und Teilhabepaket hat die Bundesregierung die Möglichkeit eingeführt, die Kosten für eine notwendige Lernförderung für Kinder und Jugendliche, die Leistungen nach dem SGB II beziehen, zu beantragen. Der Zuschuss ist jedoch an sehr strenge Vorgaben des Gesetzgebers gebunden. Er soll grundsätzlich nur für Schülerinnen und Schüler gewährt werden, wenn die Versetzung in die nächste Klasse gefährdet ist.

„Wir wollen jedoch nicht warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Deshalb wollten wir uns selber einen Eindruck von den Noten der Schüler machen. Denn im Kreis Offenbach soll Lernförderung frühzeitig beginnen und nicht erst, wenn das Sitzenbleiben kaum noch zu verhindern ist. Wir wollen schulischen Nachholbedarf vielmehr möglichst frühzeitig erkennen, um rechtzeitig Nachhilfe anbieten zu können. Zudem weiß man: Je früher Nachhilfe gegeben wird, desto erfolgreicher ist sie", betont Sozialdezernent Carsten Müller.

Müller machte zudem deutlich, dass es das erklärte Ziel des Kreises Offenbach sei, auch Schülern aus Hartz-IV-Familien gute Bildungschancen zu gewährleisten. „Denn es entscheiden vor allem Schulnoten über den weiteren Lebensweg von Menschen. Darüber ob sie erfolgreich sind oder in die Sozialhilfe abgleiten. Das Geld, das wir jetzt ausgeben, ist daher gut angelegt. Denn es verhindert eventuell eine lebenslange Sozialkarriere, die den Steuerzahler letztlich viel teurer kommt, als Nachhilfestunden", begründet Müller das ungewöhnliche Vorgehen des Kreises.

Auch die restlichen 300 Eltern will Müller noch davon überzeugen, die kostenlosen Nachhilfestunden für ihre Kinder zu beantragen. „Wir werden hier am Ball bleiben, die Eltern nochmals einladen und gegebenenfalls Einzelgespräche führen. Denn gerade diese schwächeren Schüler brauchen das Nachhilfeangebot besonders", so Müller abschließend.

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