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Carl von Isenburg-Birstein – der letzte Isenburgische Landesherr

Quelle: Wikipedia

Carl von Isenburg-Birstein – der letzte Isenburgische Landesherr

Veröffentlicht: 23/07/2016 von Stadt Neu-Isenburg

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Vor 250 Jahren, am 29. Juni 1766, wurde Carl (Karl) Friedrich Ludwig Moritz von Isenburg-Birstein geboren. Er war seit dem 3. Februar 1803 Fürst zu Isenburg und Büdingen im alten Deutschen Reich und ab 12. Juli 1806 souveräner Fürst des Rheinbund-Staates Fürstentum Isenburg.

Ihm ist es zu verdanken, dass wenigstens bis zum Wiener Kongress 1815, das Fürstentum Isenburg gerettet wurde. Als nach dem Reichsdeputationshauptschluss (1803) viele kleine Territorien, Grafschaften, Fürstentümer aufgelöst und zu größeren Territorien zusammengeschlossen wurden, versuchte Carls Minister Wolfgang von Goldner, möglichst viele der gefährdeten kleineren rheinischen, hessischen und südwestdeutschen Fürsten und Grafen zu einer Verhandlungseinheit zusammenzuschließen, mit gemeinsamen diplomatischen Vertretungen in Paris, Wien und Berlin. Die sogenannte „Frankfurter Union“ entstand, die von Fürst Carl in der Öffentlichkeit gegenüber den Franzosen vertreten wurde. Diesem Kontakt ist es auch zu verdanken, dass das Haus Isenburg-Birstein statt mit einem Y, das die Franzosen nicht kannten, mit einem I geschrieben wurde.

Mit der Errichtung des Rheinbundes 1806 verloren alle Mitglieder der Union, bis auf Isenburg ihre Souveränität an die neu gebildeten Staaten Die Frankfurter Union löste sich im Herbst 1806 auf. Fürst Carl führte das Land als eines der Gründungsmitglieder am 12. Juli 1806 in den Rheinbund, wodurch er ein „souveräner Fürst über alle Isenburgische Lande“ wurde. Dadurch veränderte sich auch die Welt für die Gemeinde Neu-Isenburg. 1806 wurde die Grafschaft Ysenburg-Büdingen dem Fürstentum Isenburg-Birstein zugeschlagen. Neuer Territorialherr wurde damit Fürst Carl. Seine Herrschaft währte jedoch nur wenige Jahre bis zur Neuordnung Europas durch den Wiener Kongress von 1815. Neu-Isenburg fiel 1816 an das Großherzogtum Hessen mit der Hauptstadt Darmstadt. Mit dem Ende der Isenburgischen Herrschaft war auch das Gründungsprivileg des Grafen Johann Philipp von Ysenburg-Büdingen weitestgehend bedeutungslos geworden.

Eine der letzten zukunftsweisenden Amtshandlungen des Fürsten Carl kurz vor dem Wiener Kongress war die Vergabe neuer Bauplätze außerhalb der hugenottischen Gründungsanlage!

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