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Gereon Krahforst auf der Wilbrand-Orgel der Einhardbasilika

Gereon Krahforst auf der Wilbrand-Orgel der Einhardbasilika

Veröffentlicht: 18/08/2016 von Seligenstädter Klosterkonzerte

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Prominent ist die Reihe der Organisten, die im Rahmen der Seligenstädter Klosterkonzerte schon ihre musikalische Visitenkarte auf der Wilbrandorgel der Einhardbasilika abgegeben haben. Mit ihren fünfzig Registern ist sie ein respektheischendes Instrument. Am Sonntag, 28. August 2016, ist um 20.00 Uhr Gereon Krahforst zu Gast, Abteiorganist im Kloster Maria Laach. Der Abend ist ein Beitrag der Klosterkonzerte zum Kultursommer Südhessen in dessen Reihe Organisten an Kathedralen und Großen Kirchen.

Krahforst verfügt über reiche Erfahrung in großen Kirchen bzw. an Großen Instrumenten. In Köln und Frankfurt am Main hat er von 1990 bis 2000 Komposition, Musikwissenschaft, Kirchenmusik, Klavier studiert, die Orgel bei Clemens Ganz und Daniel Roth. Vorausgegangen war eine frühe musikalische Ausbildung des 1973 in Bonn Geborenen bei Markus Karas (Bonner Münster) und John Birley (Kloster Himmerod). Zahlreiche Meisterkurse und private Studien ergänzten seine Ausbildung, u.a. bei Marie-Claire Alain, Jon Laukvik, Petr Eben, Wolfgang Seifen, Tomasz A. Nowak, Franz Lehrndorfer – eine illustre Reihe.

Nach kirchenmusikalischen Anstellungen in Bonn (Kreuzbergkirche), Mönchengladbach (Münster), Minden (Dom), Domorganist in Paderborn ging Krahforst als Organist nach Marbella / Costa del Sol an die national bedeutende „Organo des Sol Mayor“. In dieser Zeit leitete er gleichzeitig acht Jahre eine Orgel-Improvisationsklasse an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Von 2012-2014 war er dann Organist und Associate Director of Music an der Kathedrale des Erzbistums St. Louis /Missouri. Aus familiären Gründen kehrte er 1914 nach Deutschland zurück, wo ihn 2015 der Konvent der Benediktinerabtei Maria Laach als Abteiorganist und künstlerischen Leiter der Laacher Orgelkonzerte berief.

Gereon Krahforst verfügt über ein breites Repertoire und einen besonderen Ruf als Improvisateur. Ein nicht alltägliches Programm wird in der Einhardbasilika zu hören sein. Das beginnt mit der Toccata in C-Dur des in jüngerer Zeit wiederentdeckten Spätromantikers Franz Schmidt Toccata in C-Dur. Krahforst hat 1999 eine Orgelfassung des Andante con variazioni G-Dur KV 501 für Klavier zu zwei Händen von Wolfgang Amadeus Mozart geschrieben. Des Seligenstädter Kantors Thomas Gabriel „Der Herr wird Dich mit seiner Güte segnen“ hat ihn schon verschiedentlich zu Improvisationen angeregt, welchem Genre sein besonderes Interesse gilt.

Neues zu entdecken gilt es bei dem Ofertorio in G des spanisch-baskischen Komponisten Jesús Gurídi Bidaola (1886 – 1961). Sein Werk ist geprägt von spätromantischen Einflüssen und wesentlich der baskischen Kultur. Mit zwei eigenen Choralvorspielen „Bleib bei uns, Herr“ und „Wunderschön prächtige“ präsentiert sich der Interpret auch als Komponist, bevor er Max Reger (1886-1961) mit „Introduktion, Passacaglia und Fuge e-Moll op. 127“ seine Reverenz erweist, dessen Tod sich in diesem Jahr zum hundertsten Male jährt.

Karten: € 13,- / Schüler, Lehrlinge, Studenten, Schwerbehinderte (m/w): € 9. E-Mail: info @klosterkonzerte-seligenstadt. de | Telefon: 06182- 25323.  In der Tourist-Info am Markt und in den Buchhandlungen „der buchladen“ und „geschichten*reich“. In Hainstadt: Bücherstube Klingler und an der Abendkasse

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