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Letzter Förderantrag im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ für Dreieich

Letzter Förderantrag im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ für Dreieich

Veröffentlicht: 24/03/2016 von Stadt Dreieich

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Dreieich. Der Magistrat stellt bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen zum letzten Mal den jährlichen Förderantrag für das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt - Investitionen im Quartier“ für den Stadtteil Hirschsprung-Breitensee. Im Programmjahr 2016 soll das Projekt nochmals mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von 428.500 Euro fortgesetzt werden.

Erster Stadtrat Martin Burlon erläutert die Projektanträge für das Jahr 2016: „Für prozessbegleitende Maßnahmen im laufenden Jahr wie das Quartiersmanagement, den Stadtteilfonds und die Öffentlichkeitsarbeit werden rund 78.500 Euro beantragt. Das Quartiersmanagement der Paritätischen Projekte gGmbH mit Stadtteilmanagerin Margot Acht wird noch bis Ende Oktober weitergeführt. Bei den investiven Maßnahmen werden drei Projekte beantragt.“

Zum einen handelt es sich bei der Aufwertung des Eingangsbereichs Kurt-Schumacher-Ring um eine Fortsetzung des bereits im vergangenen Programmjahr beantragten und bewilligten Projektes. Hier geht es um einen Aufwertung des Kreuzungsbereichs Kurt-Schumacher-Ring und des Platzbereichs Ladenzeile an der Frankfurter Straße als wichtige Aushängeschilder und „Visitenkarte“ für den Stadtteil, die sich derzeit in einer Umbruchsituation befinden. Fördermittel für eine Ideenwerkstatt und einen ersten investiven Umsetzungsschritt wurden bereits 2015 bewilligt. 2016 werden investive Mittel für einen zweiten Umsetzungsschritt beantragt.

Zum anderen sollen den Ringanlagen in der Wohnstadt Hirschsprung durch eine gestalterische Aufwertung der Verkehrsinseln an der Schnittstelle Sudetenring/Kurt-Schumacher-Ring ein einheitliches Gesicht verliehen sowie eine bessere Orientierung ermöglicht werden. Neben der Gestaltung von zwei Platzbereichen mit Magnolienhainen und Wegweisern sollen im Bereich der südlichen Verkehrsinsel der ruhende Verkehr neu geordnet und zusätzliche Stellplätze geschaffen werden. Zudem werden entsprechende Vorkehrungen getroffen, die ein Befahren und Parken auf den Grünflächen unterbinden.

Desweiteren werden Fördermittel für eine Konzeptstudie beantragt mit dem Ziel, eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des Wohnungsangebots im Bereich Reihenhaus- und Bungalowbebauung der drei Ringe zu erreichen, die der stark gealterten Bewohnerstruktur und neu zuziehenden Bewohnern eine Anpassung an ihre Lebensbedürfnisse im Bestand ermöglicht. Hierbei sollen Themen wie zum Beispiel Wohnraumerweiterung, seniorengerechter Umbau und energetische Sanierung untersucht werden. Ein zeitgemäßes und bedarfsorientiertes Wohnangebot kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den Stadtteil zukunftsfähig zu gestalten.

„Der Eigenanteil der Stadt Dreieich an den förderfähigen Gesamtkosten wird 2016 voraussichtlich rund 193.700 Euro betragen“, führt Bürgermeister Dieter Zimmer ergänzend aus, „ die Projekte stehen wie jedes Jahr unter dem Finanzierungsvorbehalt.“ Eine Umsetzung der investiven Maßnahmen kann erst nach Bewilligung der Fördermittel des Landes Hessen erfolgen.

Mit diesem Förderantrag endet der Förderzeitraum für den Standort Hirschsprung-Breitensee im Projekt Soziale Stadt. Durch die Städtebaufördermittel konnten wichtige Maßnahmen und Projekte zur Aufwertung des öffentlichen Raums sowie des Wohnumfeldes ergriffen werden, die sich insgesamt positiv auf eine Stabilisierung der Wohn- und Lebensbedingungen im Quartier auswirken und das Gebietsimage verbessern. Im Verlauf des Prozesses konnte auch für die Integration und das Quartiersleben, Kultur und Nachbarschaft vieles erreicht werden. Die grundlegenden Ziele aus dem 2009 aufgestellten Integrierten Entwicklungskonzept für den Stadtteil sind größtenteils erreicht worden. In den Folgejahren kommen noch einige der bereits bewilligten Projekte zur Umsetzung.

„Durch die Realisierung des sich derzeit in Bau befindlichen Stadtteilzentrums in der Hegelstraße kann es erreicht werden, die Ziele des Förderprogramms Soziale Stadt über den Förderzeitraum hinaus nachhaltig zu verstetigen“, erklärt Erster Stadtrat Martin Burlon. Das Stadtteilzentrum steht für einen bleibenden physisch-baulichen „Anker“ der Sozialen Stadt im Quartier. Es wird als neues Dach der sozialen Arbeit die stadtteilorientierten Angebote bündeln. Möglichst viele Menschen sollen angesprochen werden und niedrigschwellige Möglichkeiten und Gelegenheiten zur Begegnung, Beratung, Kommunikation und gesellschaftliche Mitwirkung erhalten.

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