Magazin

Förderpreis "Helfende Hand" würdigt Rettungssanitäter-Ausbildung

von Familien-Blickpunkt.de am 08/01/2014 - 17:26 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Förderpreis "Helfende Hand" würdigt Rettungssanitäter-Ausbildung

Förderpreis "Helfende Hand" würdigt Rettungssanitäter-Ausbildung an der Claus-von-Stauffenberg-Schule in Rodgau

Kreis Offenbach - In Berlin wurde Ende Dezember der Förderpreis "Helfende Hand" 2013 vergeben. Bereits zum fünften Mal würdigt die "Helfende Hand" damit ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz. Ausgezeichnet werden Ideen und Konzepte, die das Interesse für ein ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz wecken, sowie Unternehmen, die ehrenamtliches Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders unterstützen.

Das Projekt "Arbeitsgemeinschaft schulbegleitende Rettungssanitäter-Ausbildung“ an der Claus-von-Stauffenberg-Schule in Rodgau belegte im Bereich "Jugend- und Nachwuchsarbeit zur Förderung und zum Erhalt des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz" den zweiten Platz. Ob in der Rettungswache, der Feuerwehr oder im Krankenhaus: In rund 800 Stunden Ausbildung können sich Schülerinnen und Schüler der Claus-von-Stauffenberg-Schule neben dem Unterricht zu Rettungssanitätern ausbilden lassen. Zu verdanken haben sie das der Arbeitsgemeinschaft schulbegleitende Rettungssanitäter-Ausbildung im Kreis Offenbach, die unter anderem von dem Eigenbetrieb Rettungsdienst des Kreises Offenbach, der DRK Rettungsdienst Offenbach gGmbH und der Freiwilligen Feuerwehr Rodgau getragen wird.

Wenn aus Schülern Lebensretter werden, ist die Arbeitsgemeinschaft Rettungssanitäter im Kreis Offenbach nicht selten beteiligt. Denn sie bildet Jugendliche in ihrer Freizeit zu Rettungssanitätern für die Rettungswache, die Feuerwehrstation oder das Krankenhaus aus. Im Rahmen einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft absolvieren Gymnasiasten der Oberstufe der Claus-von-Stauffenberg-Schule in ihrer Freizeit zunächst ihre feuerwehrtechnische Grundausbildung im Umfang von 130 Unterrichtsstunden. Projektleiter Dr. Markus Henkel: „Hierbei unterrichten Feuerwehrleute jeden Freitagnachmittag die Schüler für bis zu drei Stunden. Die Vorteile: Die Ausbildung findet größtenteils auf dem Schulgelände statt und die Schüler sind unter sich, arbeiten aber mit Original-Einsatzgerät und voller Schutzkleidung. So sinkt die Hemmschwelle und man lernt sich besser untereinander kennen. Auch die Abnahme der theoretischen und der praktischen Prüfung erfolgt an der Schule durch den Kreisbrandinspektor.“

24 neue, bereits ausgebildete Mitglieder konnte die Freiwillige Feuerwehr Rodgau in den vergangenen 5 Jahren so gewinnen. Das sind aktuell 35 Prozent der Aktiven im Alter zwischen 17 und 25 Jahren innerhalb der Einsatzabteilung. Das Projekt ergänzt so die klassische Nachwuchsgewinnung über die Jugendfeuerwehren. Im Anschluss an die feuerwehrtechnische Ausbildung können sich die Schüler bei fortbestehendem Interesse dann nach dem gleichen Prinzip in weiteren 650 Unterrichtsstunden zunächst zum Feuerwehrsanitäter und schließlich zum Rettungssanitäter qualifizieren.

Neben der Reanimation und Defibrilation von Kindern und Erwachsenen stehen ebenso die medizinische Gerätekunde, Kenntnisse aus der Inneren Medizin, Traumatologie und Rechtskunde sowie die Patientenversorgung in Notfällen auf dem Unterrichtsplan. Hierbei müssen die Schüler beweisen, dass sie sowohl mit Asthma- und Zuckerkranken als auch mit Pneumothorax- und akuten Coronarpatienten umzugehen verstehen.

Das Projekt ist Teil der Berufs- und Studieninformationsarbeit der Schule. „Die Teilnehmer lernen mit Notlagen professionell umzugehen und diese zu meistern. Sie können das Gelernte professionell im Ehrenamt, im Beruf oder auch in der eigenen Familie bei der Pflege einsetzen“, betonten Landrat Oliver Quilling und Rodgaus Bürgermeister Jürgen Hoffmann gemeinsam.

Derzeit absolvieren 40 Schülerinnen und Schüler freitagnachmittags und in den Ferien das Ausbildungsprogramm, das bereits seit 2007 besteht und seitdem schrittweise ausgebaut wurde. Die Ausbildungskosten finanzieren sich bislang ausschließlich aus Spenden, Förder- und Preisgeldern.

„Wir sind stolz, dass unsere Rettungssanitäter-Ausbildung an der Claus-von-Stauffenberg-Schule bei dem Ehrenamtspreis ‚Helfende Hand‘ so toll abgeschnitten hat und gratulieren allen Verantwortlichen“, erklärten Oliver Quilling und Jürgen Hoffmann abschließend. Beide halten das Projekt für „wegweisend“.

Insgesamt wurden über 140 Projekte aus ganz Deutschland für den Förderpreis "Helfende Hand" 2013 eingereicht. Die Jury mit Experten aus im Bevölkerungsschutz tätigen Organisationen nominierte daraus die 16 Finalisten in den Kategorien "Jugend- und Nachwuchsarbeit", "Innovative Konzepte" und "Unternehmen", die Ende Dezember in Berlin ausgezeichnet wurden.

www.familien-blickpunkt.de



Kommentare


Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

*Name:
*E-Mail:
Website:
*Kommentar:
  Bitte geben Sie den Text, den Sie links im Bild sehen, in das Textfeld ein. Hierdurch werden automatische Kontaktanfragen verhindert.
Bild mit dem Bestätigungscode kann nicht angezeigt werden