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Familienpaten gesucht!!!

von Familien-Blickpunkt.de am 06/11/2020 - 14:45 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Kreis Offenbach - Der Kreis Offenbach und die Caritas Dreieich suchen im Rahmen ihres gemeinsamen Projektes „Keiner fällt durchs Netz“ ehrenamtliche Familienpaten. Ihr Job ist es, Eltern in schwierigen Lebenslagen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. „Hausaufgabenbetreuung, Hilfe bei Behördengängen, Tipps zur Bewältigung des häuslichen Alltags — mit diesen Schlagworten lässt sich in etwa beschreiben, was Familienpaten für gewöhnlich zu tun haben“, umschreibt der Sozialdezernent des Kreises Offenbach, Carsten Müller, das Aufgabenfeld der Familienpaten. Der Hintergrund: Viele Familien verfügen nicht immer über ein Netzwerk der kleinen Hilfen, die es noch gegeben hat, als viele Generationen an einem Ort lebten. Familienpaten sind daher eine gute Form der Nachbarschaftshilfe oder sie können Ersatz der Großeltern sein, wenn diese nicht da sind. „Gerade Familien mit Kindern bis drei Jahren können so entscheidend entlastet werden“, macht Müller deutlich.

Eingebettet ist das Projekt in das Konzept der Familienhebammen. Müller: „Wir stellen seit Jahren fest, dass der Beratungs- und Betreuungsbedarf bei jungen Familien nach der Geburt eines Kindes immer größer wird.“ So gibt es Familien, bei denen eine längere und intensivere Betreuung – als die zeitlich limitierte Kassenleistung- sinnvoll wäre. In diesen Fällen handelt es sich nicht primär um medizinische Versorgung, sondern meist um Begleitung im psychosozialen Bereich. Aus diesem Grund hat sich ein neues Berufsbild entwickelt, nämlich das der Familienhebamme.

Müller: „Die acht Familienhebammen des Kreises Offenbach betreuen im Moment circa 40 Familien in unterschiedlicher und individueller Weise und Häufigkeit.

Und sie erkennen häufig ihre Grenzen! Beziehungsweise einen weiteren Bedarf. Da gibt es nämlich Wasserhähne die seit Wochen tropfen, Waschmaschinen die über Wochen nicht angeschlossen werde, Hängeschränke, die ihr Dasein auf dem Boden fristen, Arzttermine die nicht wahrgenommen wurden.“

Das Problem: Bei Familien, die durch Familien-Hebammen betreut werden, aber nicht „amtsbekannt“ sind, haben die Hebammen keine Möglichkeit alltäglichen Unterstützungsbedarf anzumelden. „Darüber hinaus gibt es auch den Wunsch der Familienhebammen, dass den jungen Eltern und Kindern im wahrsten Sinne des Wortes Vorbilder zur Verfügung stehen, Menschen die Orientierung geben können und möglicherweise neue Strukturen zeigen“, so Müller weiter.

In vielen Familien fehlen der Rahmen und die Vorbildfunktion einer intakten, gut funktionierenden Großfamilie. Es fehlt an Unterstützung sowie an positiven Impulsen. „Genau das aber können Freiwillige und Senioren leisten. Sie sollen parallel zu den Familienhebammen unterstützend tätig werden und auch im Anschluss an die Begleitung durch die Hebamme der Familie bei Bedarf zur Seite stehen“, ergänzt die Koordinatorin des Familienhebammenprojektes, Edith Jung. “Wir suchen daher gestandene Männer und Frauen, die vorwiegend in Familien mit Säuglingen und Kleinkindern eingesetzt würden. Diese haben häufig ein schwieriges soziales Umfeld. Dennoch bin ich sicher, dass es eine lohnende und befriedigende Herausforderung ist, anderen in Not zu helfen und sich für Kinder einzusetzen, die es von Anfang an nicht leicht haben.“

Familienpaten können mit Kleinkindern den Spielplatz besuchen, Fahrdienste übernehmen, Arzt-Termine koordinieren oder ganz simpel der Familie handwerklich oder bei Behördengängen unter die Arme greifen. Müller: „Sie sind also in hohem Maß Lebensbegleiter und Vorbilder – nicht zuletzt auch für die Eltern.“

Damit Ehrenamtliche diese Arbeit gut übernehmen können, wird zu Beginn eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen angeboten (sechs Mal vier Stunden) und während der Einsätze erfolgt eine regelmäßige Begleitung in Form von Supervision.

Die Info-Veranstaltungen werden am 31. August um 19:00 Uhr im Beratungszentrum Ost in Rodgau, Puiseauxplatz 1, am 07. September um 19:00 Uhr im Kreishaus in Dietzenbach Werner-Hilpert-Straße 1 und am 14. September 2011 um 19:00 Uhr im Familienzentrum in Langen, Hans-Kreiling-Allee 15, stattfinden.

Für weitere Informationen stehen die Projektkoordinatorinnen Edith Jung, Telefon 06074/8180-3233, E-Mail [email protected] oder Monika Thomin, Telefon 0176/1245 1250, E-Mail [email protected], gerne zur Verfügung.

Familien Blickpunkt



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