Magazin



Immer mehr Parkinson-Patienten in Hessen

von www.Familien-Blickpunkt.de am 26/05/2011 - 17:43 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Immer mehr Parkinson-Patienten in Hessen

Staatssekretärin Petra Müller-Klepper: „Gute Versorgungsstruktur in Hessen sichert bestmögliche Behandlung“

Leun. Immer mehr Menschen in Hessen leiden unter Parkinson – eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. „Auch zukünftig ist mit einer steigenden Zahl an Patienten zu rechnen, da Parkinson vorwiegend im höheren Lebensalter auftritt und sich die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung entsprechend auswirken wird“, erklärte die Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Petra Müller-Klepper, bei einem Besuch in der Gertrudis-Klinik in Leun-Biskirchen (Lahn-Dill-Kreis). Aktuell gibt es rund 12.000 an Parkinson Erkrankte in Hessen.

„Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, sind in besonderer Weise auf eine qualifizierte Behandlung angewiesen. Die Versorgung der Parkinson-Patienten in Hessen ist sichergestellt“, betonte die Staatssekretärin. Die ambulante Behandlung wird durch Haus- und Fachärzte gewährleistet. Beim Auftreten krisenhafter Verschlechterungen kann eine neurologische Akutbehandlung erforderlich werden, die im Einzelfall einen stationären Aufenthalt erfordert.

Die Gertrudis-Klinik, der Petra Müller-Klepper eine hervorragende Arbeit bescheinigte, ist eine von zwei Parkinson-Spezialkliniken in Hessen. „Seit der Eröffnung im Jahre 1995 ist hier ein diagnostisches und therapeutisches Parkinson-Zentrum entstanden, das über umfassende Erfahrung verfügt.“

In Hessen stehen insgesamt fünf Zentren im „Kompetenznetz Parkinson“ zur Verfügung. Die beiden Spezialkliniken Paracelsus Elena Klinik in Kassel und Gertrudisklinik Leun-Biskirchen sowie die Uni Klinik Marburg, die DKD in Wiesbaden und das Klinikum Hanau sind Teil eines bundesweiten Netzwerks, zu dem sich Forschungseinrichtungen, Städtische Kliniken, Parkinson-Fachkliniken und Rehabilitationseinrichtungen zusammengeschlossen haben. „Die Mitglieder verfolgen mit ihrer Partnerschaft das Ziel, die Bereiche Grundlagenforschung und klinische Forschung über die Diagnose bis hin zur Therapie zu vernetzen. Dies erlaubt einen schnellen Wissenstransfer von den forschenden Einrichtungen in die Praxen und umgekehrt und optimiert letztlich die Patientenversorgung“, erläuterte die Staatssekretärin. Neben den auf Parkinson spezialisierten Kliniken haben 25 weitere Krankenhäuser in Hessen einen neurologischen Versorgungsauftrag und können Parkinsonpatienten behandeln.

Parkinson – umgangssprachlich Schüttellähmung genannt - ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems mit vier charakteristischen Merkmalen: Bewegungsverlangsamung und Bewegungsarmut, Steifheit oder Starre der Muskulatur, Kontraktionen und Zittern der Muskeln, Instabilität der Körperhaltung. „Je nach dem Stadium der Erkrankung reicht das klinische Erscheinungsbild des Parkinson-Kranken von geringer körperlicher Beeinträchtigung über deutliche funktionelle Störungen bis hin zu schwerer motorischer Behinderung und umfassender Pflegebedürftigkeit“, so Petra Müller-Klepper.



Kommentare


Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

*Name:
*E-Mail:
Website:
*Kommentar:
  Bitte geben Sie den Text, den Sie links im Bild sehen, in das Textfeld ein. Hierdurch werden automatische Kontaktanfragen verhindert.
Bild mit dem Bestätigungscode kann nicht angezeigt werden