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Neuer Nahverkehrsplan für den Kreis Offenbach

von Familien-Blickpunkt.de am 18/10/2020 - 15:46 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Neuer Nahverkehrsplan für den Kreis Offenbach

Die Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach beauftragt Gutachter mit der Erstellung des Nahverkehrsplans 2022 ff

Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH - Der Weg zum Nahverkehrsplan 2022 ff (NVP) für den Kreis Offenbach ist bereitet: Nach einer bundesweiten, öffentlichen Ausschreibung beauftragt die Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH (kvgOF) die Beratergemeinschaft KCW GmbH aus Hamburg und plan:mobil aus Kassel mit der konzeptionellen und planerischen Erstellung des NVP für die Jahre 2022 und folgende. Als Aufgabenträgerorganisation ist die kvgOF nach dem Hessischen ÖPNV-Gesetz dazu verpflichtet, alle fünf Jahre die Rahmenbedingungen und Ziele des öffentlichen Nahverkehrs schriftlich festzulegen.

„Gerade in diesen turbulenten Zeiten dürfen wir die Zukunft für unseren Kreis nicht aus den Augen verlieren“, betont Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger. „Angesichts sinkender Einnahmen ist es umso wichtiger, verbindliche und nachhaltige Leitlinien für den öffentlichen Nahverkehr im Kreis abzustimmen, um diesen zu stärken, attraktiv und leistungsfähig zu halten. Deswegen danke ich an dieser Stelle ausdrücklich dem Aufsichtsrat der kvgOF für dessen Zustimmung.“

Im letzten Nahverkehrsplan 2016 ff hat die kvgOF in erster Linie die planerischen Grundprinzipien für Buslinienpläne sowie das Hauptliniennetz für den Kreis Offenbach festgelegt. Noch bis zum Fahrplanwechsel im Dezember kommenden Jahres ziehen sich aufgrund der langjährigen Vergaben und vorgesehenen Lokalisierungen der Buslinien die Umsetzungen des Linienplanes wie z.B. im Westkreis hin. Das Hauptliniennetz soll im NVP 2022 ff überprüft und aktualisiert werden.

„Auf der einen Seite müssen wir die Weichen für die nächsten fünf Jahre im Nahverkehr stellen“, führt Andreas Maatz, Geschäftsführer der kvgOF, aus, „auf der anderen Seite entwickelt sich gerade der Sektor der Mobilität rasant. Wir müssen deshalb technische, betriebliche und organisatorische Rahmenlinien festsetzen, mithilfe derer wir zukünftig den Nahverkehr flexibel und dennoch verbindlich gestalten.“

Die Schwerpunkte des NVP 2022 ff liegen diesmal auf Themen wie emissionsfreien Antrieben bei Bussen, der entsprechenden Infrastruktur, flächendeckenden Ridepooling-Systemen, baulichen und betrieblichen Möglichkeiten der Busbeschleunigung und Anschlusssicherung. „Unser Ziel sollte es stets sein, die Zuverlässigkeit der Angebote und die Leistungsfähigkeit zu gewährleisten bzw. zu steigern, um allen Bevölkerungsgruppen eine echte Mobilitätsalternative zum Auto zu bieten“, ergänzt Andreas Maatz. „Vor dem Hintergrund überlasteter Infrastrukturen wie im Schienennetz und wachsender Bevölkerungszahlen ist dies eine gewaltige Herausforderung.“

Die Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH erhielt auf ihre Ausschreibung sechs Angebote, die sie anhand vorher festgelegter Kriterien eingehend prüfte und auswertete. Davon lud sie vier Bewerber zu persönlichen Präsentationen ein. „Plan:mobil kennen sich durch diverse Projekte bereits hervorragend im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) aus“, erklärt Marcell Biederbick. „Und durch die internationale Erfahrung von KCW erwarten wir uns wichtige Impulse für die aktuellen Entwicklungen auf dem Mobilitätsmarkt.“ Der lokale Nahverkehrsplan der kvgOF muss zudem auf den vom Rhein-Main-Verkehrsverbund erstellten Regionalen Nahverkehrsplan sowie den Nahverkehrsplänen der angrenzenden Lokalen Nahverkehrsgesellschaften abgestimmt werden. Dies bezeichnet man als „Gegenstromprinzip“, ergänzt der Planungsleiter der kvgOF.

Der NVP 2022 ff soll ab 1. Juli 2022 in Kraft treten. Dementsprechend muss er mit straffem Zeitplan bis September 2021 fertiggestellt sein. Daraufhin folgen drei Monate Anhörungsverfahren, in denen u.a. der RMV und die Kommunen Stellung beziehen. Im März 2022 liegt er dann dem Aufsichtsrat der kvgOF zur Beschlussfassung vor, um schließlich im Kreistag seine endgültige Zustimmung zu erhalten.

 

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