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Polizei setzt neue Wunderwaffe ein

von Familien-Blickpunkt.de am 31/03/2011 - 15:16 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Polizei setzt neue Wunderwaffe ein

(iz/jmr) Es gleicht einer Sensation: "Aggressive Schläger, die Polizeibeamtinnen im Dienst tätlich angreifen, sollen der Vergangenheit angehören". Mit dieser Meldung sorgt derzeit das Polizeipräsidium Südosthessen für überregionale Aufmerksamkeit in Fachkreisen, aber auch in Wirtschaft, Politik, bei der Justiz und nicht zuletzt bei den Medien und in der Bevölkerung.

In enger Zusammenarbeit mit der chemischen Industrie hat die Polizei einen neuen Duftstoff entwickelt, der dem Frauenparfum beigemischt wird und dazu führt, dass über biochemische Einflüsse im neuronalen Netz des Männergehirns eine unerwartete Sanftmütigkeit hervorgerufen wird. Die Wissenschaftler nutzten hierbei ihre Erkenntnisse über das neuronale Netz, das neben der Struktur auch die Informationsarchitektur von Gehirn und Nervensystem des Menschen bildet und gewährleistet, dass auf chemischem und elektrischem Wege ein Informationsaustausch im Gehirn stattfindet.

Diese Erkenntnis soll nun in der Praxis während eines Pilotprojektes im Polizeipräsidium Südosthessen getestet werden: Ausgewählte Polizistinnen in Stadt und Kreis Offenbach sowie im Main-Kinzig-Kreis gehen ab Freitag mit diesem Parfum ausgerüstet auf Streife und in Sondereinsätze. Im Ernstfall, etwa bei Streitigkeiten und aggressivem Auftreten von Männern, sollen die Beamtinnen schon auf dem Weg zum Einsatzort das Spezialparfum "auflegen" und so an der Einsatzstelle dem männlichen Gegenüber "den Wind aus den Segeln nehmen".

Fachkreise beschreiben die Funktionsweise so: Die "Schaltungstechnik" der Neuronen verfügt üblicherweise über mehrere sogenannte Eingangsverbindungen, hat allerdings nur eine Ausgangsverbindung. Wenn nun die verschiedenen Eingangsreize einen gewissen Schwellenwert überschreiten, "feuert" das Neuron: Ein Aktionspotenzial wird entlang des Axons - dem langen faserartigen Fortsatz einer Nervenzelle - weitergeleitet und produziert letztlich das Ausgangssignal des Neurons. "In diesen Prozess greifen wir ein", so der wissenschaftliche Leiter des Forschungsprojekts, Prof. Dr. Dr. Lirpa, "indem wir einen chemischen Hemmstoff als Inhibitor einsetzen, der das Ausgangssignal positiv beeinflusst". Details über die Zusammensetzung und die genaue Wirkungsweise des Hemmstoffes, der das Aggressionspotential schlagartig auf "Null" setzen soll, wollen derzeit weder Chemiker noch Polizei bekannt geben. Jedenfalls - da ist man sich schon jetzt in Polizeikreisen sicher - werden potentielle Angreifer durch den Duft so betört, dass sie sich binnen Sekunden "lammfromm" geben und den Beamtinnen fortan mit großem Respekt begegnen.

"Wie der Wirkstoff auf unsere männlichen Kollegen wirkt, soll die auf ein Jahr angelegte Testreihe ebenfalls zeigen", erläutert Polizeipräsident Roland Ullmann, "wir warten gespannt auf die Beobachtungen unserer Kolleginnen!" Dabei zeigt sich der Polizeichef überzeugt vom Erfolg des neuen Einsatzmittels: "Die Wahl des mildesten Mittels ist bei allen Grundrechtseingriffen durch Vollzugsbeamtinnen und -beamte zu beachten", stellt Ullmann heraus und erläutert, dass das Parfum im polizeirechtlichen Sinne nicht als klassische "Waffe" sondern als ein "Hilfsmittel der körperlichen Gewalt" einzustufen ist.

Der Polizeichef ist stolz, dass seinem Präsidium vom Innenministerium die alles entscheidenden Tests in der Pilotphase zugesprochen wurden und kann sich durchaus vorstellen, dass nach erfolgreicher Erprobung des Wirkstoffes die gesamte hessische Polizei mit dem neuen Wunderparfum ausgerüstet wird.

Einen Namen hat das neue Duftwasser bislang noch nicht, weshalb die Polizei die Bevölkerung bei der Namensfindung um Mithilfe bittet. Ernstgemeinte Vorschläge werden unter der E-Mail-Adresse [email protected] entgegengenommen. Der beste Vorschlag wird prämiert!



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