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Praktische Hilfe gegen Baby-Stress nach der Geburt

von Familien-Blickpunkt.de am 28/03/2011 - 10:57 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Praktische Hilfe gegen Baby-Stress nach der Geburt

Eltville. Die Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Petra Müller-Klepper, hat am Freitag den 16. Hessischen „wellcome“-Standort in Eltville eröffnet. „Das Baby ist da, die Freude groß, der Bedarf an Unterstützung und Rat allerdings auch. Wer keine Verwandten oder guten Freunde hat, die in den ersten Wochen nach der Geburt einspringen, erhält Hilfe von ‚wellcome’“, erklärte sie.

„wellcome“ sei eine moderne Form des Ehrenamtes und der Nachbarschaftshilfe. Die Familie meldet sich bei der Koordinatorin vor Ort, diese sorgt dafür, dass eine ehrenamtliche Mitarbeiterin sich mit der Familie in Verbindung setzt. Kern der Hilfe sei, dass die Eltern in der ersten Zeit mit ihrem Neugeborenen eine spürbare Entlastung erfahren und einen Ansprechpartner an ihrer Seite haben. „Damit ist ‚wellcome‘ ein niederschwelliges und alltagstaugliches Angebot, mit dem die Entwicklung des familiären Zusammenhalts gestärkt und Krisen in dieser Übergangssituation vorgebeugt werden kann“, so Petra Müller-Klepper.

Zum ersten Mal liegen aktuelle Zahlen aus der Evaluation von „wellcome“ aus dem Jahr 2010 vor. So waren an 15 hessischen Standorten „wellcome-Engel“ mit 1295 Stunden bei 231 Anfragen erfolgreich in Familien unterwegs. Allein in Wiesbaden betrug der Einsatz von „wellcome-Engeln“ 288 Stunden bei 57 Anfragen aus Familien.

Das Land Hessen beteiligt sich an der Finanzierung der „wellcome“-Standorte im Rahmen seiner Familienpolitischen Offensive und unterstützt das Projekt in Eltville mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 8.000 Euro. Der Standort Eltville wird von der Evangelischen Familien-Bildungsstätte in Wiesbaden mit betreut. In Eltville ist das Projekt „wellcome“ in der Hebammenpraxis am Kiliansring vor Ort angesiedelt Damit ist Eltville der vierte „wellcome“ Standort nach Friedberg, Bad-Vilbel und Wiesbaden in der Trägerschaft des Landesverbandes Evangelischer Frauen in Hessen und Nassau e.V..

Die Staatssekretärin würdigte die Arbeit der evangelischen Familienbildung als stabilisierenden Faktor für die Familienlandschaft vor Ort. „Durch konkrete individuelle Beratung und ein umfassendes Kursangebot wird den Familien Hilfestellung bei der Bewältigung des Alltags gegeben. Das Angebot passt sich in Abstimmung mit den weiteren lokalen Einrichtungen an die Bedürfnisse der Eltern und Kinder ständig neu an, um eine möglichst optimale Begleitung durch die ersten Familienjahre zu gewährleisten.“



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