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Unbekannte zerstören im Götzenhainer Ringwäldchen neue Naturdenkmal-Schilder

von Familien-Blickpunkt.de am 30/09/2018 - 12:14 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Unbekannte zerstören im Götzenhainer Ringwäldchen neue Naturdenkmal-Schilder

Zerstörtes Naturschutzschild im Ringwäldchen

Kreis Offenbach - Die von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Offenbach im Ringwäldchen in Dreieich-Götzenhain aufgestellten Schilder mit dem Hinweis auf das Naturdenkmal sind nur ein paar Tage nach der Erneuerung von Unbekannten zerstört worden. In Abstimmung mit der Stadt Dreieich hatte die Behörde die Schilder mit dem fliegenden Weißkopfseeadler im grünen Rahmen im Waldboden verankert, doch dann wurden die neuen dreieckigen Hinweistafeln massiv beschädigt: Drei Pfosten sind abgeflext und zwischen die Bäume geworfen worden, zwei komplett verschwunden. „Dieses rabiate Vorgehen und die Zerstörungswut der Täter hat uns überrascht. Das ist sehr ärgerlich. Der Schaden geht auf Kosten der Allgemeinheit“, sagt Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger.

Ein kleiner Teil der Grünanlage des an der Langener Straße nahe dem Götzenhainer Bahnhof gelegenen Ringwäldchens ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Die Fläche genießt besonderen Schutz, wird gepflegt und unterhalten. Per Verordnung ist auch ein Betretungsverbot abseits der Wege festgelegt, um die Fläche zu schützen. Doch daran halten sich nicht alle, muss der Fachdienst Umwelt des Kreises Offenbach immer wieder feststellen. Im Ringwäldchen, das seit 1953 als Naturdenkmal ausgewiesen ist, gibt es einen Basaltschlot eines ehemaligen Vulkans, der sich vor 60 Millionen Jahren bildete.

Spaziergänger und Hundebesitzer fühlen sich in der Grünanlage wohl und sind dort oft unterwegs. Auch Schulklassen besuchen den Basaltschlot. Der kleine Trampelpfad um den Schlot herum wird im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht von der Unteren Naturschutzbehörde regelmäßig kontrolliert, um das Naturdenkmal für Besucher erlebbar zu machen. Doch ruhig geht es im Ringwäldchen nicht immer zu. Ärgerlich ist laut Fachdienst Umwelt, der die Naturdenkmäler im Kreis Offenbach betreut, die verbotene Nutzung des Waldes als Fahrrad-Strecke. Auf der hügeligen Bahn ist der Waldboden abgewetzt und glatt, als wäre er versiegelt. „In Wäldern bildet sich eigentlich eine Humusschicht auf dem Untergrund, doch im Bereich des alten Vulkanschlotes, dort wo Fahrradbahnen sind, ist dies nicht der Fall. „Für ein Naturdenkmal ist dies nicht optimal“, so Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger.

Die ungenehmigte Fahrradbahn gibt es zwar schon länger. Hieraus leitet sich aber kein Recht auf Bestand ab. Die Strecke wurde zu keinem Zeitpunkt geduldet, auch weil die Fahrt auf den Pfaden und Rampen neben den Bäumen gefährlich sein kann und die Biker sich selbst in Gefahr bringen. Doch auf die Radstrecke im Ringwäldchen wird unter dem Stichwort „Fahrradpark“ unglücklicherweise in sozialen Netzwerken hingewiesen.

Um die Fahrradfahrer auszubremsen und eine weitere Zerstörung zu verhindern, wird das Ringwäldchen künftig verstärkt durch Polizei, Ordnungsamt, die Dreieicher Feldschützen und die Untere Naturschutzbehörde kontrolliert. Für Hinweise, die zur Ermittlung der Täter führen, ist die Untere Naturschutzbehörde, Telefon 06074 8180-4106, dankbar.

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