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Verleihung des Jugendengagementpreises »Ist doch Ehrensache 2019«

von Familien-Blickpunkt.de am 13/12/2019 - 15:41 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Verleihung des Jugendengagementpreises »Ist doch Ehrensache 2019«

Kreis Offenbach - Am Donnerstagabend wurde von Jugenddezernent Carsten Müller im Kreishaus in Dietzenbach zum sechsten Mal der Jugendengagementpreis „Ist doch Ehrensache“ verliehen. Der Preis ist eine Kooperationsveranstaltung der Jugendförderung, des Jugendbildungswerks und dem Integrationsbüro des Kreises Offenbach und zeichnet seit 2004 Jugendliche zwischen 13 und 27 Jahren aus, die sich ehrenamtlich für Andere, ein Projekt oder eine gute Sache einsetzen und honoriert deren gesellschaftliches Engagement. Insgesamt wurden 2019 genau 18 Beiträge von Jugendlichen eingereicht. Zwölf davon wurden in den vier verschiedenen Kategorien „Soziales“, „Umwelt“, „Kunst und Kultur“ sowie „Politik und Gesellschaft“ von einer unabhängigen Jury prämiert. Sechs Beiträge erhielten einen Ehrenpreis.

Durch den Wettbewerb werden Jugendliche animiert, sich gesellschaftlich zu engagieren und diejenigen gewürdigt, die es bereits mit viel Herzblut tun. „Viele Jugendliche im Kreis sind in Vereinen oder in Jugendverbänden aktiv und übernehmen dabei Verantwortung; etwa als Gruppenleiter oder Co-Trainer. Aber auch einzelne Jugendliche wollen mitgestalten und setzen sich privat oder an ihrer Schule für eine Idee oder ein Ziel ein und bewegen so etwas. Auch das zeigen die diesjährigen Gewinner des Jugendengagementpreises sehr deutlich“ betonte Müller. In der aktuellen Shell-Jugendstudie lässt sich bei einem Teil der Jugend dabei eine Sorge um die ökologische Zukunft ablesen sowie ein Trend zur Achtsamkeit in der Lebensführung und ein wachsender Drang, sich für diese Belange aktiv einzubringen. Müller: „Nicht zu übersehen ist allerdings auch die zunehmende Affinität eines anderen Teils der Befragten zu populistischen Positionen. Die Kritik, die aus dieser Gruppe dabei am sogenannten Establishment in Politik, Medien und Gesellschaft kommt, ist auch davon beeinflusst, dass sich junge Menschen nicht hinreichend gefragt und miteinbezogen fühlen. Genau das wollen wir mit unserem Jugendengagementpreis ändern.“

Daher zeige „Ist doch Ehrensache“ nicht nur auf, welche Möglichkeiten es für junge Menschen im Kreis Offenbach gibt, sich zu engagieren, so der Jugenddezernent. Das Projekt nimmt sie auch ein Stück weit an die Hand und zeigt ihnen, wie man gute Ideen oder bestimmte Pläne angehen und umsetzen kann. „Manchmal haben Jugendliche einen guten Einfall, aber sie wissen nicht, wie sie andere für ihre Sache begeistern sollen oder sie ein Vorhaben ganz konkret auf die Beine stellen sollen“, machte Müller deutlich. Diese Jugendlichen wollen wir unterstützen und ihnen ganz praktische Tipps geben.“ Wer aktiv werden wollte und noch nicht so richtig wusste, wie er es anstellen soll, konnte sich daher bei den Organisatoren des Wettbewerbes Hilfe holen. In einem speziellen Workshop wurde das Wichtigste zum Thema Projektmanagement vermittelt und die ursprüngliche Idee gemeinsam in ein „Projekt gegossen“. Auch dieses Jahr wurde das Angebot in Anspruch genommen. Mehrere vielversprechende, aber anfangs noch wage Vorhaben, sich zu engagieren, wurden so in den vergangenen Jahren als tatsächliches Projekt in den Wettbewerb aufgenommen und auch prämiert.

„Auch völlig unabhängig von dem Wettbewerb bietet der Kreis Offenbach Coachings und Seminare zum Thema ‚Projektmanagement Jugendengagement‘ an“, machte Müller deutlich und rührte die Werbetrommel für die Seminare. „Wenn eine Gruppe eine tolle Idee hat, wollen wir ihr ein wenig unter die Arme greifen und helfen, damit sie nicht schon im Vorfeld aufgibt, sondern die Konzepte und Vorstellungen auch tatsächlich umgesetzt werden können. Darüber hinaus vermitteln wir auch junge Menschen in bestehende Projekte. Wir verstehen uns hier als Service-Dienstleister. Letztlich wollen wir so erreichen, dass sich im Kreis Offenbach noch mehr Jugendliche für ihre Ideen sowie für ihre Wertvorstellungen engagieren und einsetzen und die Demokratieverdrossenheit abnimmt“, so Müller abschließend.

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