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16 neue Streitschlichter an den Schulen im Kreis

von Familien-Blickpunkt.de am 26/02/2013 - 17:39 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

16 neue Streitschlichter an den Schulen im Kreis

Kreis Offenbach - „Miteinander – statt gegeneinander“, so lautete das Motto eines Wochenseminars, das Anfang Februar in der Jugendbildungsstätte in Höchst im Odenwald stattfand und vom Jugendbildungswerk des Kreises Offenbach organisiert wurde.

Sechzehn Schülerinnen und Schüler aus Haupt- und Realschulen sowie aus Gymnasien des Kreises Offenbach im Alter zwischen 12 bis 18 Jahren nahmen an dem Seminar teil. Konflikte und Streit unter Jugendlichen belasten häufig auch den Schulalltag. Ziel des Seminars war es, den konstruktiven Umgang mit Streit und Konflikten zu lernen und Jugendliche auszubilden, die an ihrer jeweiligen Schule als offizielle Streitschlichter agieren.

Dank des Seminars gibt es neue offizielle Streitschlichter an der Adolf-Reichwein-Schule in Heusenstamm, der Heinrich-Heine-Schule in Dreieich, der Max-Eyth-Schule in Dreieich, der Adolf-Reichwein-Schule in Langen, der Kreuzburgschule in Hainburg und der Friedrich-Ebert-Schule in Mühlheim. Insgesamt sind an 14 Schulen im Kreis rund 120 Streitschlichter aktiv.

Die Streitschlichter sollen unter ihren Mitschülern selbstständig, also ohne Beteiligung eines Lehrers, Schlichtungsgespräche durchführen. Dazu wurde in zahlreichen Rollenspielen der „Ernstfall“ geprobt und der Ablauf einer Streitschlichtung trainiert. „Daneben haben die Streitschlichter auch viel über Konflikttheorie, Gesprächstechniken und Kommunikation gelernt. Dazu gehören unter anderem das „Aktive Zuhören“, der Unterschied zwischen Ich- und Du-Botschaften und das sogenannte „Eisberg-Modell“. Außerdem haben sie sehr viel über sich selbst und ihr eigenes Konfliktverhalten erfahren“, schildert Sozialdezernent Carsten Müller die einzelnen Seminarschwerpunkte.

„Die Jugendlichen sollen vor allem in den Pausen aktiv werden und im günstigsten Fall einen Streit schon im Entstehen schlichten, um eine weitere Eskalation bereits im Ansatz zu verhindern“, so Müller weiter. Die Mediatoren hören den Streitenden zu, versuchen Missverständnisse auszuräumen, verletzte Gefühle und Bedürfnisse zu erfassen und sie helfen letztlich bei der Lösung des Streits. Dies führt am Ende des Gesprächs zu einer von den Streitenden getroffenen Vereinbarung und einer wirksamen Konfliktlösung, weil die Ideen zur Lösungen von den Streitenden selbst kommen und nicht von außen aufgezwungen werden.

Die Kontaktaufnahme zwischen Streitenden und Schlichtern erfolgt auf verschiedenen Wegen: Entweder weisen Lehrer auf ein bestehendes Problem in einer Klasse hin und die Streitschlichter sprechen die Schüler direkt an. Oder aber Schüler machen die Streitschlichter auf einen andauernden Konflikt aufmerksam. Die Streitschlichter werden aber auch von sich aus aktiv, wenn sie von Problemen an der Schule erfahren.

„Den Streitschlichtern kommt so an einer Schule eine ganz wichtige Rolle als Vertrauensperson zu“, macht Müller abschließend deutlich. „Denn schwelende und aufkommende Konflikte sollen durch sie innerhalb der Schülerschaft konstruktiv und nachhaltig gelöst werden. Und dadurch wiederum tragen sie ganz entscheidend zu einem sozialen und friedlichen Miteinander an einer Schule bei!“

www.familien-blickpunkt.de



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