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25 Jahre Frankfurter Zentrum für Essstörungen

von Familien-Blickpunkt.de am 10/11/2011 - 09:45 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

25 Jahre Frankfurter Zentrum für Essstörungen

Staatssekretärin Petra Müller-Klepper: „Über 1,4 Millionen junge Deutsche von Essstörungen betroffen – Prävention ausbauen“.

Frankfurt (hsm) - Mehr als jedes fünfte Kind zwischen 11 und 17 Jahren leidet nach den Daten des Kinder- und Jugend-Gesundheitssurveys (KiGGS) unter den Symptomen einer Essstörung. Das sind 1,4 Millionen junger Menschen in Deutschland. „Esssucht, Bulimie und Magersucht sind zu einem gravierenden Problem in unserer hochentwickelten Zivilisation geworden”, erklärte Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, anlässlich der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum des Frankfurter Zentrums für Essstörungen und danke für die seit Jahren kontinuierlich gute Arbeit in der Prävention und bei der Aufarbeitung der psychischen und sozialen Hintergründe, die der Erkrankung zugrunde liegen.

Nach wie vor, so die Staatssekretärin, seine überwiegend Mädchen und junge Frauen betroffen. Bei heranwachsenden Mädchen stellt die Magersucht die dritthäufigste Erkrankung dar. „Aber die Jungen holen auf“, wies Petra Müller-Klepper auf einen unheilvollen Trend hin. „Essstörungen haben sicherlich komplexe seelische Ursachen, die einer sorgfältigen Analyse und spezifischen Therapie bedarf”, führte die Staatssekretärin aus, machte aber auch die steigende Bedeutung von Äußerlichkeiten unter jungen Menschen verantwortlich. „Wie sehe ich aus? Bin ich auch cool genug gestylt? Viele der Betroffenen verbringen einen wesentlichen Teil des Tages mit diesen, für sie oft quälenden Fragen und der Pflege ihres Äußeren”, so Petra Müller-Klepper. Jede Abweichung von dem erträumten Idealbild und der Idealfigur löse Psychostress aus. Während Jungen insbesondere Body-Building betrieben, achteten Mädchen vor allem auf ihre Körperformen.

Die alarmierenden Zahlen weisen auf die Notwendigkeit hin, mit passgenauen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention bereits im frühen Kindesalter anzusetzen. „Schon Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Gesundheit zu vermittelt, muss Ziel einer zukunftsorientierten Politik sein“, erklärte Petra Müller-Klepper. Auch hierbei sei das Frankfurter Zentrum für Essstörungen ein kompetenter Partner des Landes, der mit kreativen und praxisorientierten Präventionsmaßnahmen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung eine gesundheitsfördernde Lebenshaltung vermittle.

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