Magazin

Aktive Altersbilder für eine Gesellschaft des längeren Lebens

von Familien-Blickpunkt.de am 07/06/2012 - 11:56 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Aktive Altersbilder für eine Gesellschaft des längeren Lebens

Staatssekretärin Petra Müller-Klepper: „Durch körperliche, psychische und soziale Fitness länger selbstständig bleiben – Potenziale und Erfahrungen älterer Menschen stärker einbinden“.

Wiesbaden/ Wetzlar (hsm) - „In einer älter werdenden Gesellschaft wird es künftig noch mehr als bisher darauf ankommen, die Gesundheitskompetenz in allen Lebensphasen zu stärken“, erklärte Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium,  in Wetzlar-Steindorf anlässlich der Fachtagung „Aktiv leben im Alter“. Die gemeinsam mit der Landesseniorenvertretung Hessen organisierte Fachtagung im Rahmen der „Seniorenpolitischen Initiative“ der Landesregierung stellte Konzepte vor, um im Alter weiterhin aktiv zu leben, körperlich und geistig agil sowie sozial eingebunden zu bleiben. „Das Alter muss stärker in den Blick genommen werden“, betonte Petra Müller-Klepper. Prävention sei dabei kein Privileg der Jugend oder der Menschen im mittleren Lebensalter. „Auch Ältere haben Anspruch auf vorbeugende, schützende und stützende Maßnahmen, die dem Erhalt oder der Verbesserung der Gesundheit dienen.“

In einer älter werden Gesellschaft müsse die Seniorenpolitik ein erheblich stärkeres Gewicht auf allen Ebenen von Politik und Gesellschaft erhalten, so Petra Müller-Klepper. Wenn in einigen Jahren rund ein Drittel der Bevölkerung älter als 60 Jahre alt sein wird, kommen wir nicht umhin, die Bedürfnisse und Belange älterer Menschen auf vielen Feldern stärker zu berücksichtigen“, erklärte die Staatssekretärin. Dabei sei die Frage ganz zentral, wie es gelingen könne, dass Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich gesund, aktiv und selbstständig leben können. „Dies zu unterstützen und dafür gute Rahmenbedingungen zu schaffen, ist vorrangiges Ziel der Seniorenpolitik in Hessen“, so die Staatssekretärin.

Eine wichtige Aufgabe sei in diesem Zusammenhang, älteren Menschen zu ermöglichen, sich noch stärker in die Gesellschaft einzubringen. „Wir müssen noch viel stärker die Potenziale und die reichen Erfahrungen der Älteren einbinden – zumal Seniorinnen und Senioren heute so gesund und aktiv leben wie nie zuvor und deshalb beispielsweise auch zunehmend zu ehrenamtlichem Engagement bereit sind“, forderte die Staatssekretärin. Verbände, Vereine und andere Organisationen sollten deshalb noch stärker auf ältere Menschen zugehen und ihre Angebote nach deren spezifischen Wünschen, Möglichkeiten und Bedürfnissen ausrichten. Gute Beispiele hierfür seien die Seniorenangebote von Sportvereinen und Tanzgruppen, die Aktivitäten der lokalen Seniorenbeiräte oder auch die vielfältigen Angebote zum ehrenamtlichen Engagement wie Seniorenhilfen. „Es ist erfreulich, dass es bereits so viele Möglichkeiten für ältere Menschen gibt – gleichzeitig ist zu hoffen, dass mit wachsender Nachfrage auch das Angebot weiter steigt“, sagte Petra Müller-Klepper.

Als erfolgreiches Projekt zur Gesundheitsförderung bei Älteren führte Staatssekretärin Petra Müller-Klepper die an zwei Standorten (Hanau und Darmstadt) modellhaft erprobten Bewegungsparcours an. „Bewegung und Sport sind in jedem Alter wichtig. Seniorinnen und Senioren profitieren aber ganz besonders von regelmäßigen sportlichen Aktivitäten, denn diese erhöhen die geistige und körperliche Fitness und unterstützen so eine selbständige Lebensführung im Alter.“ Die Ergebnisse seien überaus positiv: die Teilnehmer berichteten von neu gewonnener Bewegungsfähigkeit, mehr Sicherheit im Alltag und Lebensfreude durch den Kontakt in der Gruppe. Die wissenschaftliche Begleitung habe einen signifikanten Zuwachs der Ganggeschwindigkeit und der Muskelkraft in den Beinen festgestellt.

www.familien-blickpunkt.de



Kommentare


Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

*Name:
*E-Mail:
Website:
*Kommentar:
  Bitte geben Sie den Text, den Sie links im Bild sehen, in das Textfeld ein. Hierdurch werden automatische Kontaktanfragen verhindert.
Bild mit dem Bestätigungscode kann nicht angezeigt werden