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Ausbildungsknigge für potentielle Azubis

von www.Familien-Blickpunkt.de am 21/06/2012 - 09:29 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Ausbildungsknigge für potentielle Azubis

Kreis Offenbach - „Weil die Nachfrage nach Ausbildungsangeboten sinkt, müssen die Unternehmen Kompromisse eingehen", heißt es beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), ob es das Reisebüro um die Ecke ist oder der Global Player. Von einem Mindest-Notendurchschnitt ist in Ausschreibungen nur noch selten zu lesen. Schlechte Noten beispielsweise in Englisch sollen mit innerbetrieblichen Bildungsangeboten aufgefangen werden.

Entscheidender werden vielmehr soziale Kompetenzen. Und das richtige Verhalten im Bewerbungsgespräch und Berufsalltag. Was früher eher die Kür war, gewinnt heute in der Wirtschaft immer mehr an Bedeutung: das Vorhandensein von bestimmten Verhaltensformen und das Beherrschen der Etikette.

Diesen Trend greift nun auch das Projekt JOBfit des Kreises Offenbach auf. Am Samstag, 23. Juni 2012 veranstaltet der Kreis im Rahmen des Projektes im Kempinski-Hotel Gravenbruch ein Seminar „Knigge für angehende Azubis". Jugendliche, die am Projekt JOBfit teilnehmen, erhalten in diesem Seminar einen Überblick, was von ihnen erwartet wird und wie zeitgemäße Umgangsformen zu einem souveränen Auftreten und dadurch zu einer positiven Außenwirkung verhelfen.

„Wir wollen die künftigen Auszubildenden mit diesem Seminar für den ersten Eindruck im Bewerbungsgespräch, aber auch für die Zeit danach fit machen", betont Landrat Oliver Quilling. „Denn gutes Benehmen entscheidet zunehmend über beruflichen Erfolg oder Misserfolg sowie über den gesellschaftlichen Aufstieg."

Die Hose halb in den Kniekehlen, Kaugummi im Mund und ein Handy, das unablässig mit einer nervtötenden Melodie klingelt - so manches jugendliche Attribut ist Arbeitgebern ein Alptraum. Auch das Sozialverhalten mancher Auszubildenden, so berichten Firmenchef und Ausbilder immer wieder, gibt bisweilen Anlass zum Stirnrunzeln. Quilling: „Freundlich grüßen sowie Grundtugenden wie Pünktlichkeit, Disziplin oder Höflichkeit, sind jedoch eine wichtige Voraussetzung, um die persönlichen Ziele im Beruf aber auch im Privatleben zu erreichen. Darum haben wir uns entschlossen, bei unserem Projekt JOBfit neben fachlichen Inhalten auch elementare Benimm-Regeln zu vermitteln."

Zu dem Seminar gehört daher auch ein Mittagessen. Hier soll den Teilnehmenden die Etikette bei Tisch näher gebracht werden. „Der Schritt von der Schulbank in einen Ausbildungsbetrieb bedeutet für viele Jugendliche heute einen radikalen Bruch - das fällt nicht allen leicht", macht Quilling deutlich. „Deshalb wollen wir die Jugendlichen auch ein Stück weit dafür sensibilisieren, dass sie sich von bisher gewohnten Ausdrucksformen - sei es in punkto Sprache, Frisur, Kleidung oder Körpersprache - in ihrer neuen Rolle als künftiger Azubi ein Stück weit verabschieden müssen. Denn", so Quilling weiter, „Stil und höfliches Verhalten würden wieder zunehmend wichtiger im Arbeitsleben. Und ich bin mir sicher, genau diese Botschaft werden wir den potentiellen Azubis mit diesem Seminar auch nahebringen können", so der Landrat abschließend.

www.familien-blickpunkt.de



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