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Beschäftigungschancen für Menschen mit Behinderung erhöhen

von Familien-Blickpunkt.de am 25/02/2011 - 16:16 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Beschäftigungschancen für Menschen mit Behinderung erhöhen

Berufsbildungswerke bieten gutes Rüstzeug für den weiteren Lebensweg. Staatssekretärin Müller-Klepper: „Junge Behinderte brauchen eine berufliche Perspektive“

Unternehmen und Verwaltungen in Hessen sollen verstärkt Menschen mit Behinderungen eine Beschäftigungschance eröffnen. Dies hat die Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Petra Müller-Klepper, gefordert. „ Menschen mit Behinderung haben einen Anspruch auf umfassende Teilhabe, das Arbeitsleben ist hier ein Schlüsselbereich. Zudem ist es angesichts der demographischen Entwicklung und des drohenden Fachkräftemangels geboten, alle Potenziale zu nutzen. Das besondere Augenmerk muss neben den Älteren und Frauen den jungen Menschen – auch denen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Handicaps – gelten“, erklärte Petra Müller-Klepper anlässlich der Vorstellung der Studie „Kosten und Nutzen der beruflichen Rehabilitation junger Menschen mit Behinderungen oder funktionalen Beeinträchtigungen“ im Berufsbildungswerk (bbw) Südhessen in Karben.

Die Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderungen sei in Deutschland im europäischen Vergleich nach wie vor noch zu niedrig. Um die Integrationsquote zu erhöhen, gehe die Landesregierung mit Förderprogrammen voran. Politik, Gesellschaft und Wirtschaft müssten die Potenziale gerade von jungen Behinderten für den zukünftigen Arbeitsmarkt mobilisieren. „Mit der professionellen Ausbildung und der Integration von körperlich oder seelisch beeinträchtigten Menschen in den Arbeitsmarkt erfüllen Berufsbildungswerke eine herausragende gesellschaftliche Aufgabe“, betonte die Staatssekretärin. Berufsbildungswerke öffneten jungen Menschen, die bei ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung oftmals mit besonderen Hindernissen zu kämpfen haben, die Tür zu einem geregelten Erwerbsleben und tragen so zu deren gesellschaftlicher Integration bei.

Mit den beiden Berufsbildungswerken in Nord- und Südhessen sowie mit ergänzenden ambulanten Angeboten auch in Mittelhessen habe Hessen ein flächendeckendes Angebot für die unterschiedlichsten Ausbildungsrichtungen auch für junge Menschen mit beruflichem Rehabilitationsbedarf. Petra Müller-Klepper: „Die Berufsbildungswerke haben für viele tausende Menschen mit Behinderung Lebens- und Arbeitsperspektiven eröffnet, die weit über Hessen hinaus ihre Anerkennung finden.“ Gerade junge Menschen mit Handicaps sind darauf angewiesen, berufliche Fähigkeiten zu erwerben. Durch Betriebspraktika und Unterrichtsmodule in simulierter Arbeitsplatzumgebung wird der berufliche Alltag dargestellt. Das Bildungswerk bietet Hilfestellungen bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen und bietet Training für Vorstellungsgespräche. Daneben pflegt es den Kontakt zu Unternehmen und akquiriert geeignete Arbeitsplätze. „Diese Leistung verdient hohen Respekt und große Anerkennung“, sagte die Staatssekretärin.



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