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Corona: Lage in den Altenheimen bessert sich deutlich

von Familien-Blickpunkt.de am 22/02/2021 - 15:23 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Corona: Lage in den Altenheimen bessert sich deutlich

Senior mit Maske zum Schutz vor einer Corona-Infektion.

Kreis Offenbach - Die Zahl der Menschen, die im Kreis Offenbach in Alten- und Pflegeheimen leben und mit SARS-CoV-2 infiziert sind, ist merklich gesunken. Auch die Neuinfektionen sind weiter rückläufig. Gute Nachrichten gibt es zudem bei den Impfungen: Der zweite Impfdurchgang durch die mobilen Teams in den Einrichtungen vor Ort wird am kommenden Wochenende abgeschlossen.

Aktuell gibt es in zwölf Einrichtungen positiv getestete Personen. Infiziert sind insgesamt rund 120 Bewohnerinnen und Bewohner, hinzu kommen zum Teil noch Beschäftigte. Vor rund zwei Wochen, zum Zeitpunkt der letzten umfassenden Lagemeldung, waren es rund 320 Seniorinnen und Senioren in 13 Einrichtungen. Nicht alle Heime sind gleichermaßen betroffen. Für einige der Häuser wurden aktuell vereinzelte Fälle registriert, es gibt aber auch Einrichtungen mit höheren Infektionszahlen. Zu beachten gilt dabei, dass das hohe Alter der Betroffenen – oftmals auch in Verbindung mit Vorerkrankungen – in vielen Fällen zu einem langen Verlauf der Infektion führt, der über mehrere Monate andauern kann. Innerhalb der letzten sieben Tage wurden elf Menschen, die in Alten- und Pflegeheimen leben, erstmals positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet (Stand letzte Meldung: 56). Dies entspricht etwa sechs Prozent der Fälle, die in die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz einfließen. Gut 49 Prozent der infolge einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen lebten in Alten- und Pflegeheimen im Kreis.

Am stärksten betroffen ist derzeit das PHÖNIX-Seniorenzentrum Ahornhof in Langen, in dem derzeit 26 Personen mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Die anderen betroffenen Häuser sind das PHÖNIX-Seniorenzentrum Ulmenhof in Dreieich, das DRK-Senioren-Zentrum in Langen, das DRK-Senioren-Zentrum in Mühlheim, das Domicil-Seniorenpflegeheim und das Haus An den Platanen in Neu-Isenburg, das Haus Jona in Obertshausen, die K&S Seniorenresidenz in Rodgau, der Artemed Pflegestift „An der Rodau“ und das Alten- und Pflegeheim Morija in Rödermark sowie das Kursana Domizil und das Cura Pflegehaus in Seligenstadt.

Das Gesundheitsamt des Kreises Offenbach begleitet die Alten- und Pflegeheime sehr engmaschig – auch gemeinsam mit der Heimaufsicht, die beim Hessischen Amt für Versorgung und Soziales angesiedelt ist. Zusätzlich unterstützen Einsatzkräfte der Bundeswehr als „helfende Hände“ die Einrichtungen vor Ort, sofern diese das Angebot auch annehmen wollen. Die Einrichtungen, in denen die Bundeswehrkräfte mithelfen, sind sehr erfreut und dankbar über die zusätzliche Hilfe.

Am Sonntag, 27. Dezember 2020, haben mobile Teams mit den Corona-Schutzimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen begonnen. Seitdem wurden mehr als 2.000 Bewohnerinnen und Bewohner sowie über 1.200 Pflegekräfte in allen 27 Einrichtungen mit der ersten Impfdosis versorgt. Eine zweite Impfung haben inzwischen rund 1.600 der Seniorinnen und Senioren sowie rund 1.000 Pflegekräfte erhalten. Etwa 2.500 Personen leben in den Alten- und Pflegeheimen. Dazu kommen die Beschäftigten, wie Pflegepersonal, Reinigungskräfte, Küchenpersonal und ähnliche. Am kommenden Wochenende wird der zweite Impfdurchgang in den Einrichtungen abgeschlossen. Für Nachzügler, die sich zum Beispiel erst zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Impfung entscheiden, werden dann individuelle Lösungen gefunden. Die Impfung ist auch für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal in Alten- und Pflegeheimen freiwillig.

Die Menschen, die in Alten- und Pflegeheime leben, sind besonders stark gefährdet, durch eine Corona-Infektion schwer zu erkrankten oder sogar zu sterben, aber sie tragen zur Weiterverteilung des Virus in der Gesamtbevölkerung nicht wesentlich bei. Jedoch ist eine allgemein niedrige Infektionslage ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner von Einrichtungen für ältere Menschen.

Für Besuche in den Einrichtungen gilt weiterhin, dass Besucherinnen und Besucher ein aktuelles negatives Testergebnis in Bezug auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus nachweisen müssen. Dies kann sowohl durch einen Antigen- als auch durch einen PCR-Test, die frühestens 24 Stunden vor dem Besuch vorgenommen sein dürfen, erfolgen. Gemäß der Verordnung des Landes Hessen ist auch im Kreis Offenbach die Zahl der Besuche begrenzt. So sind derzeit zwei Besuche von je einer Stunde durch zwei Personen pro Woche möglich. Beim Besuch in Alten- und Pflegeheimen ist eine FFP2-, KN95-, N95-Maske oder ein mit diesen Modellen vergleichbares Exemplar, wie etwa eine KF-94-Maske, zu tragen.

 

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