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»Empathy« begegnet Rassismus und Intoleranz

von Familien-Blickpunkt.de am 24/05/2021 - 15:41 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

»Empathy« begegnet Rassismus und Intoleranz

Das Europäische Projektmanagement der Pro Arbeit – Kreis Offenbach – AöR gibt Zugezogenen Impulse für ihr Weiterkommen

Kreis Offenbach - Rassismus ist im gesellschaftlichen Miteinander ein Problem, das von vielen Menschen täglich erlebt wird. Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz treffen vor allem Migrantinnen und Migranten aus anderen Kulturkreisen und Nationen. Das Europäische Projektmanagement der Pro Arbeit – Kreis Offenbach – AöR, Kommunales Jobcenter, setzt mit einem neuen Projekt, das den Titel „Empathy“ trägt, ein Zeichen gegen Diskriminierung. Dabei soll die einfühlsame Haltung gegenüber Minderheiten und gegenüber der gesellschaftlichen Vielfalt gestärkt werden. In dem Projekt arbeiten Menschen mit und ohne Migrationserfahrung zusammen. Sie entwickeln gemeinsam Ideen, damit sich Zugezogene in der Gesellschaft besser orientieren und schneller in lokale Gruppen eingebunden werden können. Ziel von „Empathy“ ist es, das Ankommen zu erleichtern und den Menschen Impulse für ihr Weiterkommen zu geben.

„Die Teilnehmenden des Empathy-Projektes im Kreis Offenbach werden gemeinsam ein Programm zur sozialen Integration entwickeln und ein Handbuch erarbeiten. Ihre Erfahrungen werden europaweit geteilt, damit auch die Kooperationspartner in den anderen Ländern davon profitieren“, sagt Kreisbeigeordneter Carsten Müller, der als Sozialdezernent auch für die Pro Arbeit zuständig ist. „Empathy“ ist neben dem im vergangenen Jahr gestarteten Projekt „DIGITOL“ eine weitere Säule der „DigiTour“, darunter firmieren Angebote des Europäischen Projektmanagements der Pro Arbeit – Kreis Offenbach.

Gemäß dem Motto „Denke Europäisch. Handle sozial” und der Devise „Ich bin hier länger als Du. Ich helfe Dir” soll sich bei „Empathy“ ein lebendiger Dialog entwickeln, der den Austausch junger Erwachsener mit unterschiedlichen Hintergründen und Geschichten fördert. Das Europäische Projektmanagement der Pro Arbeit – Kreis Offenbach – AöR beschäftigt sich mit diesem sozialen Thema, um junge Menschen besser in die Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Wenn in dem Projekt das Bewusstsein für Rassismus, Diskriminierung, Empathie und Toleranz geschärft und ein Orientierungsprogramm erarbeitet wird, stärkt das auch das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden und trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Die erworbenen Soft Skills erhöhen die Chancen der jungen Leute auf dem Arbeitsmarkt.

Die Begegnungen im Projekt, die aufgrund der Pandemie zunächst online starten, können die Basis für einen Perspektivwechsel bilden und dazu beitragen, dass Vorurteile und Fremdenfeindlichkeit abgebaut werden. „Mit den kreativen und innovativen Ansätzen des Projektes stellen wir uns gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz und stärken die Offenheit gegenüber der kulturellen Vielfalt, die wir auch im Kreis Offenbach mit Menschen aus rund 180 Nationen erleben“, so Carsten Müller.

Zum Projekt gehört auch, dass Ortskundige neu Zugezogenen helfen und Sprachbarrieren abgebaut werden. Das von den rund 20 jungen Menschen, die sich am Projekt im Kreis Offenbach beteiligen können, zu erstellende Integrationsprogramm wird mit den anderen Gruppen, die in Italien, Spanien und Rumänien am gleichen Thema arbeiten, koordiniert. Somit erhalten am Ende Zugezogene in verschiedenen Staaten der Europäischen Union in der jeweiligen Sprache wichtige Tipps und Orientierung auf ihrem Weg in die Zukunft.

Wer sich für das Projekt interessiert, kann sich per E-Mail an [email protected] anmelden. Das Europäische Projektmanagement der Pro Arbeit – Kreis Offenbach ist mittwochs bis freitags von 9:00 bis 14:30 Uhr zu erreichen. Ansprechpersonen sind Benedikt Pötz, Telefon 06074 8058-655, Wali Ayobi, Telefon 06074 8058-571 und Sarah Haase, Telefon 0175 3233336. Gesucht werden auch weitere Teilnehmende für das generationsübergreifende Projekt „DIGITOL“, bei dem der soziale Zusammenhalt und die gesellschaftliche Teilhabe gefördert werden. Geschulte junge Menschen sensibilisieren Ältere für Diskriminierung und Falschnachrichten, sogenannte Fake News, im Internet.

 

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