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Große Bildungsvielfalt unter einem Dach

von Familien-Blickpunkt.de am 10/09/2021 - 15:13 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Große Bildungsvielfalt unter einem Dach

Kreisbeigeordneter Carsten Müller besucht Internationalen Bund in Langen, der mit der Pro Arbeit kooperiert

Kreis Offenbach - In einer Gesellschaft, die reich an Kulturen, Sprachen und Nationen ist, braucht es für Menschen in der beruflichen Orientierungs- und Qualifizierungsphase eine große Bandbreite an individuellen Fördermöglichkeiten. Der Internationale Bund der Südwest gGmbH (IB) in Langen bietet in seinem Fortbildungsprogramm ein umfangreiches Sortiment an Unterstützung, um Menschen mit unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen zu stärken. „Auf dem Weg zu einer erfolgreichen Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ist der Internationale Bund für die Pro Arbeit – Kreis Offenbach – (AöR), ein wichtiger Partner, der in seinem Bildungszentrum unterschiedliche Möglichkeiten unter einem Dach bietet und zudem über ein starkes Netzwerk aus Betrieben, Schulen, dem Jugendmigrationsdienst und Fachkräften der Sozialen Arbeit verfügt“, sagte Kreisbeigeordneter Carsten Müller beim Besuch der Bildungseinrichtung am Standort im Industriegebiet Neurott in Langen.

Rainer Seibold, neuer Leiter des Bildungszentrums, gab Carsten Müller sowie Boris Berner, Vorstand der Pro Arbeit, Raphael Stanko und Cornelia Pfeiffer aus dem Maßnahmen- und Familienmanagement der Pro Arbeit bei einem Rundgang einen detaillierten Überblick über die Qualifizierungsangebote des IB. Ein Großteil des Programms wird von der Pro Arbeit und dem Kreis Offenbach kofinanziert. Fördergeld erhält die Einrichtung ferner vom Land Hessen und aus dem Europäischen Sozialfonds.

Viele junge Leute, die die Qualifizierungskurse des IB Langen besuchen, stoßen auf dem Arbeitsmarkt und im Alltag aufgrund ihrer Migrations- und Sprachhintergründe auf Hürden, die sie nach der erfolgreichen Schulung im Bildungszentrum überwinden können. Manche Menschen müssen auch multiple Problemlagen meistern, um gestärkt ihre individuellen Bildungs- und Arbeitsziele zu erreichen. Dabei sind die Theorie und der Sprachunterricht genauso wichtig, wie der Alltag in der Produktionsschule. So wachsen etwa durch die Arbeit auf der angrenzenden Obstbaumwiese die Kenntnisse im „Garten- und Landschaftsbau“. Jugendliche pflegen dort einen Hochbeete-Garten mit Gemüse und Kräutern, Beeren und einem Kartoffelfeld. Dabei geht es auch um Gesundheit und Ökologie, denn die Nahrungsmittel sind unbehandelt und wachsen vor der Haustür. Die jungen Leute kümmern sich ferner um die Rasenflächen, um eine Insektenwiese und sie übernehmen Verantwortung für den Pausenhof, der gestaltet, gepflegt und bepflanzt wird.

Auf dem Stundenplan der Produktionsschule steht außerdem „Hauswirtschaft“. Die Teilnehmenden erlernen die Praxis in einem Bistro. Mit der Arbeit in Küche und Service für den Mittagstisch leistet das Gastro-Team einen Beitrag zur gesunden Ernährung der Beschäftigten am Standort Langen. Von den kulinarischen Möglichkeiten konnten sich Kreisbeigeordneter Carsten Müller und die Vertreter der Pro Arbeit bei ihrem Besuch überzeugen. Jugendliche der Produktionsschule servierten den Gästen Selbstgebackenes.

Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 25 Jahren geht es in der Produktionsschule um Qualifizierung und Beschäftigung. Im Mittelpunkt stehen die berufliche Orientierung, der Unterricht zur Vorbereitung auf den externen Hauptschulabschluss, eine Ausbildung oder der Besuch weiterführender Schulen. Projekte an der Produktionsschule gibt es auch speziell für Frauen, die den Hauptschulabschluss erlangen möchten, oder für Mütter, die auf ihrem Weg in den beruflichen Wiedereinstieg oder Neustart durch Beratung, Unterricht, EDV-Schulungen, betriebliche Praktika und Bewerbungstraining gefördert werden. Das Interesse an den Angeboten des Bildungsträgers ist groß. Das liegt auch am guten Standort im Industriegebiet Neurott, der optimal mit Bus und Bahn zu erreichen ist.

„Wie individuell die Unterstützung des IB ist, zeigt sich auch in der Jugendwohngruppe Steubenstraße, in der junge Menschen selbstständiger werden. Alle Angebote des IB stärken die soziale und berufliche Integration, von der die ganze Gesellschaft profitiert“, so Sozialdezernent Carsten Müller.

 

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