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Erster »Baum-des-Jahres-Rundweg« informiert über die Vielfalt der Natur

von Familien-Blickpunkt.de am 14/05/2017 - 11:39 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Erster »Baum-des-Jahres-Rundweg« informiert über die Vielfalt der Natur

Kreis Offenbach - Im Kreis Offenbach gibt es den ersten Lehrpfad mit Bäumen des Jahres. Michael Sterker, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Mensch und Umwelt in Hainburg, Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und Hainburgs Bürgermeister Alexander Böhn haben am Freitag im Süden der Gemeinde einen zwei Kilometer langen Rundweg eröffnet. Entlang des Pfades stehen an verschiedenen Punkten des Speck- und Kapellenweges Bäume des Jahres wie beispielsweise Linde, Hainbuche, Ulme, Eibe, Kastanie oder Eberesche. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Mensch und Umwelt haben die zarten Pflänzchen in diesem Frühjahr in kleinen Gruppen in die Walderde gesetzt und hoffen, dass sie auf einen grünen Zweig kommen.

„Der neue Rundweg gibt einen guten Überblick verschiedener Baumarten, die bei uns heimisch sind. Wer sich hier in Hainburg auf den Weg macht, kann viel über unsere Natur und die lebenswichtige Aufgabe der Bäume erfahren. Die Info-Tafeln und Erläuterungen helfen außerdem dabei, anhand der Blätter und Rinde Besonderheiten zu erkennen und beispielsweise Esche, Erle oder Schwarzpappel zu unterscheiden“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger bei der Eröffnung des Rundweges.

Die Arbeitsgemeinschaft Mensch und Umwelt hat den Baum-des-Jahres-Rundweg rechtzeitig zu ihrem 40-jährigen Bestehen initiiert. Als die AG 1977 gegründet wurde, kämpften die Mitglieder gegen die Umweltverschmutzung, die vom benachbarten Kraftwerk Staudinger und den Hainburger Ziegeleien ausging. Gefordert wurden Abgasreinigungsanlagen. Später setzte sich die Gruppe mit einem Bürgerbegehren dafür ein, dass die Natur nicht durch eine Nordumfahrung bei Froschhausen zerstört wird. Der Verein sieht es außerdem als seine Aufgaben an, Streuobstwiesen zu pflegen, das Netz der Fahrradwege zu vergrößern und für mehr Grün in der Gemeinde zu sorgen.

An dem neuen Lehrpfad im Wald zwischen der Gaststätte Tannenhof und dem Wallfahrtsort Liebfrauenheide wurden bisher 16 Bäume gepflanzt. Jeder einzelne war im Zeitraum zwischen 1989 und heute Baum des Jahres. Die Strecke auf dem rechteckigen Rundweg ist markiert und bleibt mit dem Start und Ziel am Tannenhof unverändert, doch die Zahl der Bäume wird wachsen. Die Arbeitsgemeinschaft Mensch und Umwelt möchte weitere Setzlinge eingraben, schließlich gab es seit 1989 schon 29 Bäume des Jahres. 2016 erhielt die Winter-Linde diese Auszeichnung, in diesem Jahr hat die Fichte diesen Titel bekommen.

Bei der Auswahl des Waldgebietes für den Lehrpfad hat die Hainburger Umweltinitiative mit dem zuständigen Forstamt in Langen und der Naturschutzbehörde beim Kreis Offenbach zusammengearbeitet. Die knapp einen Meter kleinen Bäume wurden nicht irgendwo übers Internet gekauft, sondern sie stammen von der Forstbaumschule, die die Sortenreinheit der Pflanzen sicherstellt. Der Kreis Offenbach hat die Arbeitsgemeinschaft unterstützt und die Anschaffung der Bäume und Info-Tafeln mit rund 1.500 Euro bezuschusst.

Den Anfang und das Ende des Rundweges markiert ein ganz besonderer Baum. An der Waldgaststätte Tannenhof hat die Arbeitsgemeinschaft Mensch und Umwelt einen Ginkgo-Baum gepflanzt. Der kann bis zu 1.000 Jahre alt werden und ist gar zum „Baum des Jahrtausends“ ernannt worden. Neben dem Ginkgo will die Arbeitsgemeinschaft eine große Info-Tafel platzieren, auf der der genaue Rundweg skizziert ist und Spaziergängern erläutert wird, welche besonderen Bäume zum Lehrpfad gehören.

„Der Rundweg mit den Bäumen des Jahres bietet vor allem Schulklassen und Kindergartengruppen eine besondere Erlebniswelt. Auf dem Lehrpfad präsentiert sich die Natur als abwechslungsreicher Lernort im Grünen. Ein Spaziergang auf dem neuen Rundweg im Wald bringt allen Ruhe und Entspannung in frischer Luft“, sagt Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger.

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