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Hessen sollen sich mehr bewegen und gesund ernähren

von Familien-Blickpunkt.de am 18/04/2011 - 15:36 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Hessen sollen sich mehr bewegen und gesund ernähren

Land will mit Präventionsprogramm Gesundheitsförderung stärken.

Frankfurt. Mit einem neuen Programm unter der Überschrift „GesundLeben – GesundBleiben“ will das Land die Bürgerinnen und Bürger in Hessen zu mehr Bewegung und gesundem Ernährungsverhalten animieren. „Gesundheitsförderung und Prävention gewinnen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels immer mehr an Bedeutung, damit man nicht nur viele, sondern auch gesunde Jahre vor sich hat. Gerade Bewegungsmangel und ungesunde Ernährungsgewohnheiten sind trotz Fitness- und Wellnessbewegung verbreitet. Deshalb muss Gesundheitsbewusstsein von Kindesbeinen an aufgebaut und in allen Lebensphasen gestärkt werden“, erklärte die Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Petra Müller-Klepper, heute anlässlich der Eröffnung der Messe „Fit durch‘s Leben“ in Frankfurt.

„Auch angesichts der bekannten Diskussionen um die Finanzierung unseres Gesundheitssystems sind wir gut beraten, einer solch umfassenden Präventions- und Gesellschaftspolitik eine besondere Priorität einzuräumen. Denn ein aktives, gesundes Leben erspart später viele Arzt- und Krankenhauskosten“, so die Staatssekretärin.

Die zentralen Einflussfaktoren auf die Gesundheit seien der individuelle Lebensstil, zum Beispiel das Ernährungs- und Bewegungsverhalten, aber auch Faktoren wie die sich wandelnden Familienstrukturen oder die soziale Lebenslage. „Prävention und Gesundheitsförderung beginnen dabei immer im Alltag und dauern ein Leben lang“, unterstrich Petra Müller-Klepper. „Vom Gesunden Aufwachsen zum Gesund Bleiben bis zum Gesunden Altern – in allen drei Lebensphasen gilt es, die Gesundheitskompetenz, die Möglichkeit zur Bewegung und eine gesunde Ernährung zu fördern, sei es in Kindertagesstätten, in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Seniorenheim.“ Die heutige Sozial- und Gesundheitspolitik müsse alle diese Aspekte der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit beachten. „Gesundheitliche Prävention wird damit zu einer wichtigen gesellschaftspolitischen Querschnittsaufgabe, die viele einzelne Politikbereiche betrifft und vernetzte, aufeinander abgestimmte Konzepte erfordert.“

Die Landesregierung legt das neue Gesundheitsförderprogramm „GesundLeben – GesundBleiben“ im Rahmen der Hessischen Nachhaltigkeitsstrategie auf. Es soll die Prävention in den verschiedenen Lebensphasen durch Projekte und Programme fördern. Das erste Teilprojekt „Hessen bewegt sich – 3000 Schritte extra für Ihre Gesundheit“ ist bereits gestartet. Unterschiedliche Bevölkerungsgruppen wurden mit Schrittzählern ausgestattet, um gemeinsam mindestens 3000 Schritte extra die Gesundheit zu gehen. „Wer mehr läuft, bleibt länger gesund – diese einfache Formel lässt sich auch wissenschaftlich belegen. Studien zeigen, dass allein der tägliche 20-minütige Fußweg das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, um 27 Prozent senkt“, erläuterte Petra Müller-Klepper.

Ein weiteres Projekt im Rahmen des Gesundheitsförderprogramms sind Bewegungsparcours für ältere Menschen an öffentlichen, gut zugänglichen Plätzen. „Noch in diesem Jahr werde zwei Testparcours in Hessen installiert und deren Nutzung zusammen mit mehreren akademischen Partnern evaluiert“, kündigte die Staatssekretärin an. Am Hessentag in Oberursel können die Besucher bereits einen solchen Parcours ausprobieren. Petra Müller-Klepper: „Gesundheit im Alter hängt nicht nur von den Angeboten und Möglichkeiten der medizinischen und pflegerischen Versorgung ab. Wer möglichst lange aktiv und selbstständig lebt und am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch länger körperlich und seelisch gesund bleiben.“ Dies habe die Hessische Landesregierung fest im Blick, sei es beim Um- und Ausbau von Senioreneinrichtungen, wo zum Beispiel Wohngemeinschaftskonzepte immer mehr gefragt seien, bei der Förderung von Mehrgenerationenhäusern und Familienzentren, wo es darum gehe, alt und jung zusammenzubringen, oder bei der Förderung der Barrierefreiheit, die dafür sorge, dass öffentlichen Orte und Freizeiteinrichtungen für Ältere und Menschen mit Behinderung zugänglich seien.

Mehr Infos gibt es im Internet unter: www.hessen-nachhaltig.de/web/gesund-leben-gesund-bleiben



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