Magazin



Seit 10 Jahren wird Lust auf Familie gemacht

von www.Familien-Blickpunkt.de am 03/12/2011 - 16:18 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Seit 10 Jahren wird Lust auf Familie gemacht

"hessenstiftung – familie hat zukunft" feiert Jubiläum.

Bensheim, Eltville - Die hessenstiftung – familie hat zukunft begeht ihr 10jähriges Bestehen und hat anlässlich dieses ersten runden Jubiläums eine positive Bilanz ihrer Arbeit vorgelegt. „Aus einem Experiment ist eine Erfolgsgeschichte geworden. Es wurden bisher 2,5 Millionen Euro für Familienförderung bereitgestellt. Durch das kontinuierliche Engagement der Stiftung werden die Lebensbedingungen für Familien in Hessen verbessert. Mit ihren innovativen Impulsen beflügelt sie die Familienpolitik auf Landes- und kommunaler Ebene“, erklärten die Vorstandsvorsitzende Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, und der Beiratsvorsitzende, der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner am Mittwoch beim Jubiläumsabend in Eltville.

Zweck der Stiftung ist es, Politik und Gesellschaft mit dem Ziel zu beraten, die Lebenssituation der Familien in Hessen zu verbessern. Sie unterstützt die Familienforschung und Praxismodelle, die bestehende Hindernisse auf dem Weg zu einer familiengerechten Gesellschaft überwinden wollen. Im Laufe ihrer ersten zehn Jahre hat die Hessenstiftung, die mit einem Vermögen in Höhe von 10,2 Mio. Euro dotiert ist, rund 2,5 Mio. Euro im gemeinnützigen Bereich aufgewandt. Ihre Projekte führt die Stiftung in Kooperation mit Dritten, nach Möglichkeit gemeinnützigen oder öffentlich-rechtlichen Körperschaften durch, die an der Projektdurchführung und - finanzierung beteiligt werden. Der Förderanteil der Stiftung an geförderten Projekten liegt bei durchschnittlich 60 Prozent.

Den Grund der Stiftungsgründung durch das Land Hessen beschrieb Staatssekretärin Müller-Klepper mit dem Slogan „Familie hat Zukunft“, den die Landesstiftung im Namen trägt. „Das Land hat gut daran getan, Mittel unabhängig von Legislaturperioden und wechselnden Mehrheiten in eine auf Dauer angelegte Stiftung zu geben, um gesellschaftliche Rahmenbedingungen aufzuzeigen, die die Lust auf Familie fördern“, führte Müller-Klepper weiter aus. Dazu gehörten sowohl wirtschaftspolitische als auch sozialpolitische Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Darüber hinaus fordere und fördere die Stiftung gleichzeitig für Kinder ein Lebensumfeld, das nicht nur die besondere  Geborgenheit und den Schutz der Familie vermittelt, sondern auch erfolgreich auf die Veränderungen der Zukunft vorbereitet.

21 Beiträge von 29 Autoren zählt die Festschrift, die Stiftungsgeschäftsführer Dr. Ulrich Kuther am Abend den Anwesenden vorstellte. „Der Titel der Festschrift ‚Die ersten 10 Jahre‘ gibt unserer Hoffnung Ausdruck, dass auf das erste Jahrzehnt viele weitere folgen werden. Die Hessenstiftung ist stiftungsrechtlich für die Ewigkeit errichtet“, erläuterte Kuther. Gleichwohl muteten zehn Jahre im Rückblick bereits wie eine „halbe Ewigkeit“ an. Darüber lege die Festschrift beredtes Zeugnis ab.

Für den Bereich des sicheren und zukunftsorientierten Aufwachsens von Kindern, dem allein fünf Beiträge gewidmet sind, hat die Stiftung bewusst in der frühestmöglichen Phase angesetzt, wenn Eltern für ihr Baby eine Hebamme zu Rate ziehen. Das Angebot der „Frühen Hilfen“, das unter dem auffordernden Motto „Keiner fällt durchs Netz“ steht, hat inzwischen bundesweit beispielhaft den Weg vom Modell hin zum Regelangebot in ganzen Landkreisen genommen.

Sieben Autoren nehmen sich den Bereich der Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf vor, in dem die Akzente „Familiengründung im Studium“, „Berufsrückkehr“ und „Väter in Familie und Beruf“ gesetzt wurden. Das Modellprojekt „Studieren und Forschen mit Kind“, als Längsschnittstudie konzipiert, brachte als Ergebnisse für den Standort Gießen Maßnahmen zur Umsetzung, die inzwischen Prüfsteine für jede Hochschule sind, die sich mit dem Thema „Hochschule und Kind“ auseinandersetzt. In der Förderung zahlreicher Initiativen, die das Vatersein des Mannes stärken wollen oder Väter im Unternehmen sichtbar machen wollen, hat sich die Hessenstiftung eines scheinbaren Randphänomens angenommen und darin ein Schlüsselthema für die Zukunft von Frau und Mann, Familie und Arbeit entdeckt. Dies belegt auch der Anteil der Väter, die Elternzeit in Anspruch nehmen, der in dieser Dekade von 3,5 auf 25 Prozent anstieg.

Die hessenstiftung – familie hat zukunft hatte vorgesorgt, dass am Jubiläumsabend der Blick nicht nostalgisch rückwärtsgewandt blieb. Im ersten, akademischen Teil des Abends waren Jugendliche die prägende Größe. Ihr frischer Blick nach vorn zeigte, dass die nächsten zehn Jahre für eine Stiftung zum Thema Familie mindestens ebenso spannend werden können. Vier hessische Landessiegerinnen des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ erörterten die Frage, ob es in zehn Jahren ein Familienwahlrecht geben solle. Die hessenstiftung – familie hat zukunft hatte die Jugendlichen für den Abend eingeladen, weil der Wettbewerb „Jugend debattiert“ der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, für die der Leiter „Jugend debattiert“ Ansgar Kemmann zu Gast war, dieses Jahr ebenfalls auf zehn Jahre zurückblicken kann. Die Jugendlichen hatten nach ihrer Auftaktdebatte Gelegenheit, das Thema auch mit dem Beiratsvorsitzenden, Sozialminister Grüttner, weiter zu erörtern. Musikalisch wurde der Abend gerahmt von Flores-Quartett des Hessischen Landesjugendsinfonieorchesters.

www.Familien-Blickpunkt.de



Kommentare


Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

*Name:
*E-Mail:
Website:
*Kommentar:
  Bitte geben Sie den Text, den Sie links im Bild sehen, in das Textfeld ein. Hierdurch werden automatische Kontaktanfragen verhindert.
Bild mit dem Bestätigungscode kann nicht angezeigt werden