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Seniorenpolitik ist in Hessen Schwerpunktthema

von Familien-Blickpunkt.de am 17/12/2011 - 18:21 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Seniorenpolitik ist in Hessen Schwerpunktthema

Wiesbaden (hsm) - Der demographische Wandel erfordert nicht nur eine Weiterentwicklung der Seniorenpolitik, sondern auch eine stärkere Schwerpunktsetzung auf die für Seniorinnen und Senioren wichtigen Themen und damit verbunden ein neues Bild des Alters. Aus diesem Grund hat die Hessische Landesregierung die Seniorenpolitik verstärkt in den Fokus genommen. Dies betonte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner im Hessischen Landtag in Wiesbaden. „Den gravierenden Veränderungen, die der steigende Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung mit sich bringt, wollen wir mit nachhaltigen politischen Lösungen und innovativen Handlungsstrategien begegnen.“

Daher setzt die Hessische Landesregierung bei ihrer Seniorenpolitischen Initiative zunächst auf fünf Dialogforen, in denen sie mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zukunftsfähige Denkansätze erarbeitet. „Durch diese Gespräche wollen wir neue Ideen und Konzepte für die kurz-, mittel- und längerfristige Arbeit der Hessischen Landesregierung finden. Zugleich wollen wir aber auch alle anderen gesellschaftspolitischen Akteuren ermutigen und unterstützen, neue Bilder vom Alter und neue Angebote für ältere Menschen zu entwickeln“, erläuterte der Minister die Zielsetzung der Foren. Durch diesen Partizipationsprozess werde die Seniorenpolitische Initiative den größtmöglichen Bezug zur Lebenswirklichkeit älterer Menschen erhalten, betonte der Minister.

Grüttner zeigte außerdem auf, dass Hessen in seniorenspezifischen Themenfeldern bereits jetzt gut aufgestellt ist. So setze das Land Hessen Schwerpunkte im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements, mit der Förderung von Qualifizierungs- und Koordinierungsmaßnahmen – auch für Seniorinnen und Senioren – im bürgerschaftlichen Engagement. Momentan werden beispielsweise zehn neue Standorte zusätzlich zu den bisher bestehenden drei aufgebaut, an denen ehrenamtliche Pflegebegleiter qualifiziert und koordiniert werden.

Außerdem werde mit dem Projekt „GesundLeben – GesundBleiben“ und den Bewegungsparcours in Hanau und Darmstadt ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von sportlichen Tätigkeiten von älteren Menschen gelegt.

Auch die vielfältigen Themen rund um die Pflege sind wichtige Bausteine der erfolgreichen hessischen Seniorenpolitik. „Hierbei ist es ein wichtiges Ziel, älteren Menschen zu ermöglichen, so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung und ihren eigenen vier Wänden zu bleiben“, betonte der Sozialminister. Dabei spielt die Wohnberatung eine wichtige Rolle. Sie ermöglicht eine fachlich fundierte Beratung rund um barrierefreies und seniorengerechtes Wohnen. Das Land Hessen unterstützt seit 2002 die Personalausstattung der Hessischen Fachstelle für Wohnberatung in Kassel mit jährlich rund 65.000 Euro. Darüber hinaus fördert die Hessische Landesregierung als einziges Bundesland den Bau von Seniorenbegegnungsstätten, um so nicht nur das seniorengerechte Wohnen, sondern auch ein entsprechendes Wohnumfeld zu fördern. Landesmittel fließen auch in tagesbetreuende Einrichtungen und rehabilitative Kurzzeitpflege. So förderte das Land in 2010 sechs Tages- und Kurzzeitpflegen, 2011 sind es bislang vier.

In Hessen gibt es rund 180.000 Pflegebedürftige, von denen mehr als die Hälfte von Angehörigen gepflegt werden. Rund 40.000 nehmen einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch. Etwa 40.000 werden in vollstationären Pflegeeinrichtungen betreut. Das Land Hessen baut sowohl die ambulante Versorgung vor Ort, als auch die stationäre aus. Für teil- und vollstationäre Einrichtungen stehen pro Jahr bis zu 30 Millionen Euro zur Verfügung. „Im Bereich der stationären Pflege legt die Hessische Landesregierung Wert darauf, dass auch künftig auf Wohn- und kleinere Hausgemeinschaften gesetzt wird“, erklärte Grüttner. „Mit diesen Konzepten haben wir bereits beste Erfahrungen sammeln können. So ist es möglich, dass sich Pflegebedürftige auch im Heim daheim fühlen.“ Das Land Hessen stellt darüber hinaus als Kofinanzierung der Pflegekassen im laufenden Haushaltsjahr 450.000 Euro Zuschuss bereit, um Modellprojekte, Selbsthilfekontaktstellen und Pflegebegleiterstandorte zu fördern, die im Bereich der ambulanten Versorgung dementiell Erkrankter neue Versorgungskonzepte erproben und umsetzen.

„Die hessische Seniorenpolitik setzt bereits in vielen Feldern Akzente. Mit der Seniorenpolitischen Initiative wird die Hessische Landesregierung dies fortschreiben“, betonte Grüttner abschließend.

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