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Stiftung »Miteinander Leben«: 2.000 Euro für erstes Neu-Isenburger Geschichtsbuch

von Familien-Blickpunkt.de am 18/01/2017 - 10:31 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Stiftung »Miteinander Leben«: 2.000 Euro für erstes Neu-Isenburger Geschichtsbuch

Kreis Offenbach - Der Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur Neu-Isenburg (GHK) e.V. erhält von der Stiftung „Miteinander Leben“ einen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro. Landrat Oliver Quilling, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung „Miteinander Leben“, hat am Montag an Bürgermeister Herbert Hunkel, Vorsitzender des Vereins für Geschichte, Heimatpflege und Kultur (GHK) e.V., einen symbolischen Scheck überreicht. Mit dem Zuschuss wird der Verein bei der Finanzierung des ersten Neu-Isenburger Geschichtsbuches „Von der Hugenottensiedlung zur modernen Stadt“, das jetzt veröffentlicht wurde, unterstützt.

Die Neu-Isenburger Historikerin Dr. Heidi Fogel hat das umfangreiche Werk erarbeitet. Darin werden die Grundzüge der Isenburger Geschichte von der Gründung der Hugenottengemeinde 1699 bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert dargestellt. Über die Historie der einstigen Hugenottensiedlung gibt es bereits einige Texte, doch das neuste Werk ist einzigartig, da es eine in diesem Umfang noch nicht vorhandene Gesamtansicht der Geschichte liefert. „Ich freue mich, dass mit Dr. Heidi Fogel eine Historikerin federführend war, die über profunde Kenntnisse von Neu-Isenburg verfügt. Sie hat die Geschichte und Geschichten wissenschaftlich fundiert, anschaulich, leicht lesbar und unterhaltsam dokumentiert“, sagte Landrat Oliver Quilling.

Die Kapitel des Buches sind chronologisch angelegt. Geschildert wird die Gründung der Siedlung durch die französischen Glaubensflüchtlinge, die 1699 von Graf Johann Philipp von Isenburg-Offenbach im Wald südlich von Frankfurt Land und Privilegien erhielten. Die Hugenotten gründeten Neu-Isenburg. In dem Geschichtsbuch beschreibt die Autorin ferner die unruhigen Zeiten, als der Ort am Luderbach großherzoglich-hessisch wurde, die Entwicklung des Dorfes zur Stadt und die Industrialisierung der heute 37.500 Einwohner zählenden Kommune.

Die Leserinnen und Leser erfahren in dem Geschichtsbuch außerdem mehr über wichtige Persönlichkeiten wie etwa Bertha Pappenheim, die den Jüdischen Frauenbund und in Neu-Isenburg ein Heim gegründet hat sowie über die beiden Stadtteile Zeppelinheim und Gravenbruch, über „Neu-Isenburg unter dem Hakenkreuz“ und über die Veränderung in den Wirtschaftswunderjahren.

„Die Entwicklung Neu-Isenburgs von einer hugenottischen Siedlung zur heute wirtschaftsstärksten Stadt im Kreis Offenbach ist beeindruckend“, sagte Landrat Oliver Quilling über seine Heimatstadt, in der er von 1995 an als erster direkt gewählter Bürgermeister Neu-Isenburgs und jüngster Rathauschef in Hessen bis 2010 im Amt war. Das von der Stiftung „Miteinander Leben“ mitfinanzierte Geschichtsbuch ist knapp 300 Seiten stark und in einer Auflage von 1.500 Exemplaren erschienen.

Die Stiftung „Miteinander Leben“ fördert gemeinnützige Projekte in den Bereichen Bildung, Erziehung, Völkerverständigung, Jugend- und Altenhilfe, Kunst und Kultur sowie Naturschutz. Die Projekte müssen im Interesse der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Offenbach liegen. Vorrang haben dabei solche, die nicht zu den regulären Aufgaben der Verwaltung gehören und bei denen sich Menschen ehrenamtlich engagieren. Die Gelder der Stiftung dienen als Anschubfinanzierung, um Projekten auf die Beine zu helfen.

Anträge auf Gelder aus der Stiftung „Miteinander Leben“ sind schriftlich an die Stiftung „Miteinander Leben“, Geschäftsführer Markus Härtter, Werner-Hilpert-Straße 1 in 63128 Dietzenbach zu richten. Weitere Informationen zur Stiftung sind telefonisch unter 06074/8180-5404 und im Internet unter www.stiftung-ml.de erhältlich. Spenden und Zustifter sind gerne gesehen.

www.familien-blickpunkt.de



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