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Stiftung »Miteinander Leben« gibt Geld für die Ausbildung von Flüchtlingen zu Rettungsschwimmern

von Familien-Blickpunkt.de am 18/12/2018 - 11:12 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Stiftung »Miteinander Leben« gibt Geld für die Ausbildung von Flüchtlingen zu Rettungsschwimmern

Kreis Offenbach - Der Kreisbeigeordnete Carsten Müller, Mitglied des Vorstands der Stiftung „Miteinander Leben“, hat heute einen Scheck über 1.700 Euro an Vertreter des ISSC Crazy Fish überreicht. Mit dem Geld fördert die Stiftung „Miteinander Leben“ das Vorhaben des Vereins, jugendliche Flüchtlinge zu Rettungsschwimmern auszubilden.

Das Ziel des Integrativen Swimm-Sport-Clubs Crazy Fish aus Obertshausen ist es, Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen mit und ohne Handicap das Schwimmen näher zu bringen. Angesichts der hohen Zahl von Menschen, die im vergangenen Jahr deutschlandweit in heimischen Gewässern ertrunken sind - darunter unverhältnismäßig viele Menschen, die vor Krieg oder Vertreibung nach Deutschland geflohen sind – möchte der Verein jugendliche Flüchtlinge zu Rettungsschwimmern ausbilden. Entsprechende Kontakte wurden schon geknüpft und einige unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge haben bereits ihr Interesse bekundet.

Hintergrund ist, dass die meisten Flüchtlinge aus Nordafrika und dem arabischen Raum nicht schwimmen können. In den Ländern gibt es nämlich kaum Seen und auch keine öffentlichen Schwimmbäder. Pools sind der reichen Oberschicht vorbehalten. Vielen Flüchtlingen fehlt daher oft jegliche Erfahrung mit dem Element Wasser.

Die Ausbildung des ISSC Crazy Fish entspricht den Richtlinien der wassersporttreibenden Verbände und wird mit dem Erwerb des Deutschen Rettungsschwimmerpasses in Silber enden. Sie beinhaltet eine Ersthelfer-Ausbildung und umfasst 45 Doppelstunden pro Ausbildungsgruppe.

„Der Swimmclub hat auch Kontakte zu Leitern und Betreibern von Bädern geknüpft, die Flüchtlinge im Anschluss als Rettungsschwimmer einstellen würden; dort könnten sie dann ihre Ausbildung zum Bäder-Fachangestellten machen oder sich bei einem anderen Berufswunsch als Rettungsschwimmer ein Nebeneinkommen sichern. Das Geld der Stiftung wird in dringend benötigte Materialien für den Ausbildungslehrgang zum Rettungsschwimmer fließen - etwa in Trainingspuppen - und rettet so im Ernstfall Leben“, begründete Carsten Müller das Engagement der Stiftung.

www.familien-blickpunkt.de



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