Magazin

Streuobstwiesen dienen der Naherholung

von Familien-Blickpunkt.de am 14/05/2016 - 10:43 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Streuobstwiesen dienen der Naherholung

Kreis Offenbach - Am Donnerstagmorgen haben Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und der Bürgermeister der Stadt Rödermark Roland Kern gemeinsam mit Vertretern des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) das NABU-Grundstück im Streuobstgebiet „Am Kahlenbornsweg“ in Rödermark - Urberach besucht. Dort stehen derzeit die Obstbäume in der Blüte. Die arten- und strukturreichen Streuobstwiesen sind auch besonders wichtig für die ruhige Naherholung.

„Um die vorhandenen Fördermittel noch zielgerichteter lenken zu können, haben wir 2013 das „Kernflächenkonzept“ für Streuobstwiesen im Kreis Offenbach entwickelt“, führt die Umweltdezernentin aus. „In den kartographisch dargestellten Streuobst-„Kernflächen“ der jeweiligen Kommunen werden Maßnahmen und Aktivitäten mit erhöhtem Mittel- und Personaleinsatz gezielt gefördert. Dazu zählt auch das Gebiet Urberach-West, in dem wir uns heute befinden.“

Auf dem gut drei Hektar großen Gebiet wurden - basierend auf einer durch den NABU in Auftrag gegebenen Kartierung von 2007 – seither zahlreiche private Streuobst-Grundstücke entbuscht, die Bäume fachgerecht geschnitten, Nachpflanzungen und Wiesenmahd und sogar auf Teilflächen eine extensive Beweidung mit Pferden organisiert. Auch die angebotenen Schnittkurse wurden rege besucht.

Seit einigen Jahren hat der NABU selbst eine Fläche von über einem halben Hektar von Privateigentümern gepachtet, mit Hilfe der Bundesfreiwilligendienstler, die der Kreis mitfinanziert, wurde das Grundstück entbuscht. In Kooperation mit dem örtlichen Imkerverein und in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde wurden Bienenstöcke aufgestellt. Die Honigbienen stellen für die Bestäubung der Obstblüten eine wichtige Bereicherung des Streuobstgebietes dar.

Doch es gibt noch viel zu tun: Die brachliegenden Flächen müssen vor der Verbuschung bewahrt werden, damit die halboffene arten- und strukturreiche Streuobstlandschaft als Biotop und auch für die ortsnahe Erholung von Spaziergängern erhalten bleibt. Dazu sind eine regelmäßige extensive Pflege des Grünlandes unter den Bäumen sowie eine Baumpflege notwendig. Entsprechende Projektanträge des NABU an den Kreis Offenbach sind bereits in Vorbereitung.

„Der Erhalt von Streuobstwiesen als besonders artenreiche Kulturbiotope hat für den Naturschutz bei uns seit jeher eine hohe Priorität“, erläutert Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger abschließend. „Im Rahmen der Hessischen Biodiversitätsstrategie wurde uns eine Liste von Arten und Lebensräumen aus der sogenannten „Hessenliste“ zugeordnet, für deren Erhalt, Schutz und Förderung wir in besonderer Weise Verantwortung tragen. Dazu zählt auch der Biotoptyp Streuobstwiese.“

Grundsätzlich können sich Interessierte an den Kreis Offenbach, Fachdienst Umwelt, Untere Naturschutzbehörde wenden. Ansprechpartnerin für die Streuobstwiesenpflege ist Ulrike Schmittner, Telefon 06074/8180-4122. Sie berät auch über konkrete Angebote öffentlicher Fördermittel. Der NABU Rödermark freut sich über aktive Helferinnen und Helfer in der Landschaftspflegegruppe „Streuobst“. Verena Henschler, Telefon 06074/914199, oder Dr. Rüdiger Werner, Telefon tagsüber 069/305-80014, abends 06074/95488, sind die Ansprechpersonen.

www.familien-blickpunkt.de



Kommentare


Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

*Name:
*E-Mail:
Website:
*Kommentar:
  Bitte geben Sie den Text, den Sie links im Bild sehen, in das Textfeld ein. Hierdurch werden automatische Kontaktanfragen verhindert.
Bild mit dem Bestätigungscode kann nicht angezeigt werden