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104 kommunale Jobcenter starten Kampagne "Stark. Sozial. Vor Ort."

von Familien-Blickpunkt.de am 26/11/2018 - 11:01 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

104 kommunale Jobcenter starten Kampagne "Stark. Sozial. Vor Ort."

Option ist auch im Kreis Offenbach eine Erfolgsgeschichte

Kreis Offenbach - Der Kreis Offenbach mit seinem Jobcenter Pro Arbeit ist Teil einer gemeinsamen Kampagne des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Städtetages unter dem Titel „Stark. Sozial. Vor Ort.“. Sie soll die Bedeutung einer dezentralen Arbeitsmarktpolitik verdeutlichen. Heute und morgen findet in Berlin der Tag der kommunalen Jobcenter statt, der sich als regelmäßiges Treffen der 104 kommunalen Jobcenter in diesem Jahr mit den Herausforderungen der Digitalisierung beschäftigen wird. Hauptredner ist Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Den kommunalen Jobcentern ist es wichtig, sich ständig weiterzuentwickeln, um auch in einer sich wandelnden, digitalen Arbeitswelt die Menschen mit flexiblen und passgenauen Leistungen und Angeboten zu unterstützen.

Der Tag ist gleichzeitig der Startschuss für eine gemeinsame öffentlichkeitswirksame Kampagne der 104 kommunalen Jobcenter. Unter dem Titel „Kommunale Jobcenter - Stark. Sozial. Vor Ort.“ werden deren Arbeit und Stärken zukünftig deutlicher ins Bewusstsein von Bürgern, Politik und Unternehmern gerückt. Die 104 kommunalen Jobcenter betreuen bundesweit rund 1,5 Millionen Menschen, die Unterstützung auf ihrem Weg in Arbeit und Ausbildung benötigen. Sie integrieren pro Jahr mehr als 250.000 Menschen in nachhaltige Jobs, sind für ein Gebiet mit mehr als 22 Millionen Einwohnern verantwortlich und sind Teil des Landkreises und der kreisfreien Städte. Sie garantieren bürgernahe Betreuung, kurze Wege, rasche Entscheidungen sowie Unterstützung aus einer Hand und kreative, maßgeschneiderte Lösungen.

Auch die Option im Kreis Offenbach ist eine Erfolgsgeschichte. So können der Kreis Offenbach und das kreiseigene Jobcenter Pro Arbeit, was die Arbeit als Hartz IV-Optionskommune betrifft, auf ein hervorragendes Jahr zurückblicken. „Wir konnten 2017 die Vermittlungszahlen gegenüber dem Vorjahr definitiv nochmals steigern. So konnten wir in 2017 insgesamt 4.236 Menschen in den ersten Arbeitsmarkt vermitteln“, betont Sozialdezernent Carsten Müller. „103 Personen mehr, als im Jahr zuvor. Der Trend setzt sich in diesem Jahr weiter fort. So konnten wir in der ersten Jahreshälfte 2018 erneut 2.169 Menschen in Arbeit bringen.“ Pro Monat gelangen damit im Durchschnitt 310 Vermittlungen. Positive Zahlen auch bei der Vermittlung in Ausbildung. „Dass wir von Januar bis Oktober 466 Jugendliche in Ausbildung bringen konnten, bedeutet, dass wir 466 Sozialkarrieren verhindert haben! Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum konnten die Vermittlungen bei den Auszubildenden zudem nochmals um 34 Vermittlungen gesteigert werden“, betont Müller. „Das ist ein Plus von fast acht Prozent!“

Ein Grund für die Erfolge der Pro Arbeit – Kreis Offenbach – (AöR) Kommunales Jobcenter liegt in der Ausbildungs- und Arbeitsmarktstrategie des Kreises Offenbach. Müller: „Unterschiedliche Kundengruppen brauchen unterschiedliche Betreuungsmodelle. Dieser Ansatz, verschiedene Zielgruppen individuell mittels speziell zugeschnittenen Maßnahmen zu betreuen, zahlt sich aus. Es gibt klare Ansprechpartner und klare Strukturen. Jede Zielgruppe weiß, wo ihr geholfen wird.“ Zudem steuere man bereits über das Servicecenter und die Aktivierungswerkstatt, wer an welchen Maßnahmen teilnimmt. Müller: „Seit Anfang 2012 konnten wir so über 27.600 Vermittlungen in den ersten Arbeitsmarkt erzielen. Bei den Integrationen liegen wir damit deutlich über dem Durchschnitt in Hessen und Deutschland.“

Zudem profitieren im Kreis Offenbach endlich auch Menschen, die schon länger ohne Job sind, vom wirtschaftlichen Aufschwung der letzten Jahre. Die Zahl der Langzeitleistungsbezieher etwa verringerte sich zum Stichtag 31. Juli von 9.549 im Jahr 2017 auf 9.096 in diesem Jahr. Ein Minus von 4,7 Prozent. Gerade hier zeige sich, dass die enorme Anstrengung der Pro Arbeit, Menschen möglichst individuell zu betreuen, letztlich auch Früchte trägt, so Müller abschließend.

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