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Wunschbaum erfüllt Wünsche von gehandicapten Mitmenschen

von Familien-Blickpunkt.de am 27/11/2018 - 14:48 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Wunschbaum erfüllt Wünsche von gehandicapten Mitmenschen

Kreis Offenbach - Die ältesten schriftlichen Belege für einen dekorierten Tannenbaum stammen aus der Zunftchronik des Bremer Handwerks aus dem Jahr 1597. Im 18. Jahrhundert verbreitete sich der Brauch dann zunehmend unter dem europäischen Bürgertum in den Städten. Aus dieser Zeit stammt auch eine der ersten literarischen Erwähnungen des Weihnachtsbaums. In Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ erfreut sich der Protagonist kurz vor Heilig Abend am Anblick eines mit Wachslichtern, Zuckerwerk und Äpfeln verzierten Baums. Diese schöne, alte Tradition führt der Kreis seit dem Jahr 2002 mit seinem Wunschbaum fort. Freuen können sich auch diesmal wieder die Bewohner der Philipp-Jäger-Wohnanlage in Dietzenbach. Die teils schwerstbehinderten Menschen haben extra eigene Wunschzettel gebastelt.

Die Wünsche wurden am Dienstagnachmittag von Landrat Oliver Quilling, dem Kreistagsvorsitzenden Bernd Abeln sowie dem Leiter der Behindertenwohnanlage Jürgen Thomen am Weihnachtsbaum im Foyer des Kreishauses aufgehängt, der sich damit in einen Wunschbaum verwandelt. Zuvor war der Christbaum bereits von Beschäftigten der Kreisverwaltung festlich geschmückt worden. Die Nordmanntanne selbst ist eine Spende und stammt aus dem Staatsforst Nieder-Roden.

Die Wunschliste beinhaltet dieses Jahr neben Gutscheinen von Elektronikmärkten oder Drogeriemärkten auch ein Ton-Buch oder Fühl-Buch, Brettspiele, Schlager-CD’s sowie eine Kuscheldecke. Die gemeinschaftlichen Wohngruppen haben Wünsche wie eine Sound-Bar, einen Wasserkocher oder einen Gutschein für den Einkauf in einem Möbelhaus auf ihre in bunten Kartons und Christbaumkugeln verpackten Zettel geschrieben. „Mit dem Aufstellen des Weihnachtsbaums und dem Aufhängen der Wünsche beginnt für uns im Kreishaus nun schon traditionell die Adventszeit. Auch im Andenken an Philipp Jäger wollen wir zudem ein kleines Zeichen der Solidarität mit denjenigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern setzen, denen das Schicksal ein Handicap mit auf den Weg gegeben hat“, erläutert Oliver Quilling Sinn und Zweck der Aktion. Die Geschenke werden dann kurz vor dem Heiligen Abend überreicht, damit sie pünktlich zum Fest unter dem hell erleuchteten Weihnachtsbaum in der Philipp-Jäger-Wohnanlage liegen.

Auch die Bürgerinnen und Bürger können sich übrigens beteiligen und für ein Lächeln sowie Freude bei behinderten Mitmenschen sorgen. Die Wunschliste liegt nämlich ab sofort im Bürgerbüro im Kreishaus in Dietzenbach aus. „Ich hoffe, dass sich wieder möglichst viele Menschen an der Wunschbaum-Aktion beteiligen und für die Bewohner der Philipp-Jäger-Wohnanlage den einen oder anderen Wunsch in Erfüllung gehen lassen“, so Quilling abschließend.

Foto: Landrat Oliver Quilling, der Kreistagsvorsitzende Bernd Abeln sowie die Bewohner der Philipp-Jäger-Wohnanlage bringen Kugeln am Wunschbaum an.

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