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Pilotprojekt für mehr Sicherheit auf dem Rad und zu Fuß

von Familien-Blickpunkt.de am 17/04/2019 - 11:15 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Pilotprojekt für mehr Sicherheit auf dem Rad und zu Fuß

Kreis Offenbach - Am Dienstagmittag hat die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger sich die neu geschaffene Mittelinsel auf der K 174 zwischen Dietzenbach und Rodgau, der so genannten Kreisquerverbindung, angeschaut. „Damit ist das Pilotprojekt im Kreis umgesetzt“, freut sich Claudia Jäger. In den vergangenen beiden Wochen wurde zunächst der Radweg leicht verschwenkt. Auf die Asphaltierungsarbeiten folgte der Einbau der Mittelinsel. Mit der neuen Markierung wurden die Arbeiten abgeschlossen.

„Diese Stelle ist das Pilotprojekt aus dem kreiseigenen Querungsstellenprogramm“, erläutert Claudia Jäger. „Hier ist eine äußerst wichtige Nord-Süd-Verbindung im Radwegenetz unseres Kreises. Gleichzeitig verläuft hier der Radfernweg Nummer vier des Landes Hessen. Außerdem ist dieser Weg gleichzeitig Bestandteil der Rundrouten um verschiedene Städte, die der RMV ausgewiesen hat. Wir haben an der Kreuzung des Heusenstammer Weges einen Knotenpunkt zwischen der vielbefahrenen Kreisquerverbindung und einem Hauptradweg. In Zeiten des Berufsverkehrs ist es nur schwer möglich beide Fahrbahnen zu queren. Durch die Mittelinsel können jetzt die einzelnen Fahrspuren voneinander getrennt überquert werden. Damit müssen oftmals waghalsige Überquerungsversuche der Vergangenheit in Stoßzeiten nicht mehr sein.“ Rund 40.000 Euro investiert der Kreis Offenbach in diese Maßnahme. Das Land Hessen fördert davon etwa 29.000 Euro.

Die Förderung der Nahmobilität ist ein wesentlicher Bestandteil des Leitbildes Mobilität. Seit 2013 gestaltet der Kreis dieses gemeinsam mit verschiedenen Partnern. Daraus entstanden ist auch der Runde Tisch Radverkehr, an dem unter anderem Kreis, Kommunen, Polizei, Hessen Mobil und ADFC gemeinsam sitzen. Bereits 14. Mal haben sich zwischen 25 und 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über mehr Sicherheit im Radverkehr ausgetauscht. Dazu wurde das Radwegenetz des Kreises analysiert und wichtige Wegeverbindungen definiert. In einem weiteren Schritt wurden insbesondere die Querungen von Radwegen und Straßen untersucht. Diese Kreuzungspunkte wurden nach der Gefährlichkeit im Ampelsystem rot – gelb - grün klassifiziert.

„Wir haben entschieden, Geld für die Absicherung der Querungsstellen an den Kreisstraßen in die Hand zu nehmen“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger. Dazu stehen 100.000 Euro im Haushaltsplan. Die nächsten Maßnahmen sind bereits in der Planung und werden noch dieses Jahr umgesetzt. Auf der K 185 wird im Zuge der dortigen Baumaßnahme eine Mittelinsel zwischen Mainuferweg und Wasserschlösschen eingebaut. Ein Planungsentwurf für eine Insel auf der K 168 bei Langen-Oberlinden liegt bereits vor, die im Zusammenhang mit der dort anstehenden Deckenerneuerung eingebaut werden soll. Im weiteren Verlauf der K 168 an der früheren Kreuzung „Schillerstraße“ entsteht derzeit mit dem Bau des Radschnellweges von Frankfurt nach Darmstadt ein Kreisel. Etwas weiter im Verlauf der K 174 in Richtung Dietzenbach findet in Kürze ein Ortstermin statt, bei dem festgelegt werden soll, wie eine dortige Lösung für den Radverkehr aussehen soll.

„Das ist ein durchaus ehrgeiziges Programm für mehr Sicherheit beim Überqueren von Kreisstraßen“, so Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger abschließend. „Aber der Radverkehr in unserem Kreis hat eine wesentliche Bedeutung für die Nahmobilität. Die Topografie lädt geradezu zum Fahrradfahren ein. Das relativ ebene Gelände sowie rund 250 Kilometer Radwege bieten ideale Rahmenbedingungen, um viele Wege - zur Arbeit, zum Einkaufen, zur Schule oder in der Freizeit - mit dem Rad zu erledigen.“

Foto: Gemeinsam mit der Ersten Kreisbeigeordneten Claudia Jäger überquerten Margarete Rickert vom Dienstleistungszentrum und Karsten Maaß, Leiter des Bereichs Verkehrs- und Mobilitätsplanung des Kreises die Mittelinsel an der K 174 in Höhe des Radfernweges R4.

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