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Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen im Kreis ist konstant niedrig

von Familien-Blickpunkt.de am 09/04/2017 - 15:16 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen im Kreis ist konstant niedrig

Ein Grund: Die gute Zusammenarbeit der Akteure vor Ort

Kreis Offenbach - „Für mich als Jugend- und Sozialdezernent im Kreis Offenbach war das Thema Übergang von Schule in Beruf schon immer ein besonderes Anliegen. Daher freue ich mich über die gute Zusammenarbeit der Akteure vor Ort und die guten Ergebnisse, die wir so erzielen“, betont Sozialdezernent Carsten Müller mit Blick auf die konstant niedrige Jugendarbeitslosigkeit im Kreis Offenbach, aber auch in Bezug auf die Unterzeichnung eines neuen Strategiepapiers im Rahmen des Landesprogramms „OloV – Optimierung lokaler Vermittlungsarbeit“.

Auf der Bildungsmesse Rodgau hatten Anfang März der Kreis Offenbach, das Staatliche Schulamt für Stadt und Kreis Offenbach, die Agentur für Arbeit Offenbach, die Handwerkskammern Frankfurt-Rhein-Main und Offenbach am Main, die Kreishandwerkerschaft für Stadt und Kreis Offenbach sowie die Städte Rodgau und Langen vereinbart, ihre Maßnahmen beim Thema Übergang von Schule in Beruf noch enger als bisher miteinander zu verzahnen und abzustimmen. Geplant sind beispielsweise gemeinsame Informationsveranstaltungen für Eltern und Schüler, um für eine Ausbildung zu werben.

„In der Arbeit mit Schulabgängern ist es uns wichtig, dass all diejenigen, die Unterstützung brauchen, einheitliche und klare Strukturen vorfinden und alle maßgeblichen Institutionen in der Region an einem Strang ziehen“, so Müller. „Im Dschungel der Möglichkeiten des Bildungssystems und der Ausbildungsangebote müssen diese Akteure nämlich eine Lotsenfunktion wahrnehmen und jungen Menschen so den Einstieg in das Berufsleben erleichtern.“

Um Eltern, Schülern und Lehrern eine Übersicht über das berufliche Bildungssystem, die Voraussetzungen für Fachhochschulstudiengänge, Qualifizierungs- oder Ausbildungsmöglichkeiten sowie Beratungsangebote in der Region an die Hand zu geben, hat der Kreis Offenbach in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt beispielsweise die Broschüre „Schule beendet … wie geht es weiter im Kreis Offenbach?“ veröffentlicht. Der Ratgeber in Sachen berufliche Zukunft ist auch auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-offenbach.de/olov abrufbar.

Ausgeweitet wird künftig zudem das Projekt „Jugend stärken - in Schule und Beruf“, das Jugendliche, die Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz benötigen oder sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, ganz individuell unterstützt. Müller: „Um noch effektiver und zielgenauer arbeiten zu können, werden wir neben den etablierten Standorten in Dietzenbach, Dreieich, Langen und Rodgau in diesem Jahr einen weiteren Stützpunkt des Projektes in Obertshausen eröffnen.“

Die gezielten Projekte und Maßnahmen rund um das Thema Jugendarbeitslosigkeit zeigen Wirkung: So lag etwa im März diesen Jahres die Arbeitslosenquote bei den 15 bis unter 20-jährigen im Kreis Offenbach bei lediglich 3,7 Prozent. Insgesamt sind aktuell nur 173 Jugendliche unter 20 Jahre im Kreis arbeitslos gemeldet. Das hat ganz konkrete Auswirkungen. Vom letzten Schuljahrgang etwa blieben von 2.161 gemeldeten Bewerbern für Ausbildungsstellen bis September 2016 ganze 37 Jugendliche ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz beziehungsweise besuchen keine weiterführende Schule oder Universität.

Das alles sind gute Nachrichten für den Wirtschaftsstandort Kreis Offenbach. Denn: Der Fachkräftemangel wird sich auch hier im Kreis Offenbach in den nächsten Jahren rasant verschärfen; bis 2020 sinkt laut Schätzungen der Industrie- und Handelskammer die Zahl der jährlichen Schulabgängerinnen und Schulabgänger im IHK-Bezirk Offenbach um elf Prozent auf rund 3.200. „Umso wichtiger ist es, die Anstrengungen zu intensivieren, damit möglichst alle jungen Menschen einen Job finden“, so Carsten Müller abschließend.

www.familien-blickpunkt.de



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