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Entspannt shoppen mit Kleinkind?

von Familien-Blickpunkt.de am 23/10/2010 - 13:37 |

Themenfelder: Freizeitgestaltung

Entspannt shoppen mit Kleinkind?

Gestern war ich mit meinem Sprössling in der City Galerie in Aschaffenburg. Tendenziell ist der Süße mit seinen 2,5 Jahren in einem Alter, in dem es geradezu grauenvoll ist, mit ihm einkaufen zu gehen. Gestern jedoch, hat er ausgeglichen, ja geradezu ruhig gewirkt, so dass ich meine Chance genutzt und direkt ein Bekleidungsgeschäft angesteuert habe. Dort angekommen konnte ich, nachdem das Kind mit einer Brezel bestochen, zufrieden mampfend in seinem Buggy saß, gemütlich diverse Teile aussuchen. Während ich diese auf dem einen Arm balancierte, versuchte ich mit der freien Hand den Buggy inklusive Kleinkind durch die Gänge in Richtung Umkleidekabinen zu manövrieren. Dort angekommen hoffte ich, die Behindertenkabine, auch Mutter-Kind-Umkleide genannt, zu erwischen. Diese ist unglaublich geräumig und ein Kinderwagen passt dort prima mit rein. Leider war sie schon besetzt. Von außen konnte man das latent hysterische Gegacker zweier Teenager vernehmen, die sich gerade darüber austauschten, wer in welchem Teil wie scharf oder auch fett aussieht. Nun gut, musste es halt eine von den Normalo-Kabinen sein. Augenscheinlich passte der Kinderwagen dort aber nicht hinein. Aus diesem Grund musste der Süße draußen im Gang warten. Vorsichtshalber, ließ ich die Tür zur Kabine einen Spalt offen, damit er mich ein wenig sehen konnte und von daher, keine Angst zu haben brauchte. Ihn aus dem Wagen heraus und mit hinein in die Kabine zu nehmen, funktioniert leider nicht. Wie ich bereits durch mehrfaches Ausprobieren weiß, würde er, in der Kabine angekommen, direkt unter dem Türschlitz durchkrabbeln und sich schnurstracks in Richtung Rolltreppe davonstehlen. Als ich mich gerade, bis auf die Unterwäsche, meiner Kleidung entledigt hatte, entschied der Kleine, dass ihm dieser Spalt nicht genug ist und begann damit, die Tür der Umkleidekabine sperrangelweit aufzureißen. Mit verschämtem Blick auf die anwesenden Herren, versuchte ich die Tür zuzuhalten und mein Kind, leise flüsternd davon zu überzeugen, dass die Mama ja da ist und er schön lieb sein soll. Mein Sprössling quittierte diesen Versuch mit spontan einsetzendem, ohrenbetäubendem Geschrei. Dies war der Moment, in dem bei mir, trotz dürftiger Bekleidung, der Angstschweiß ausbrach. Ich stand, quasi unbekleidet, in der Kabine und mein Kind, inbrünstig brüllend, davor. Eine Weile war ich unschlüssig, wie ich die Situation entschärfen könnte. Im Geiste, sah ich mich bereits im Schlüpper, mit störrrischem Kleinkind auf dem Arm, durch die Gänge joggen. Nach kurzen Überlegungen, warf ich mir meinen Mantel über und versuchte den Kinderwagen, in die Mini-Kabine zu bugsieren. Die anwesenden Personen beäugten das Geschehen skeptisch.

Das Ende vom Lied war, dass ich den Kinderwagen sogar in die Kabine rein bekommen habe. Das Anprobieren gestaltete sich dann zwar ein wenig schwierig, aber ich habe sogar noch etwas gekauft. In Aschaffenburg bietet der Mütze Verein eine Betreuung am Donnerstagnachmittag an, wo Kinder zum Spielen abgegeben werden dürfen. Auch wenn ich dabei ein wenig ein schlechtes Gewissen hätte, werde ich diesen Service vielleicht mal ausprobieren. Von meinen Erfahrungen damit, werde ich dann später an dieser Stelle berichten.   

 



Kommentare


01/11/2010 - 21:02

da fehlt natürlich noch ein "nicht" - sonst wären wir wirklich in deiner Welt

01/11/2010 - 21:01

"Ein exklusiven Shoppingtag ... und die Nanny passt auf."

Naja Andrea, leider ist jeder mit dem goldenen Löffel im Mund geboren.

26/10/2010 - 21:28

Ich gönne mir auch gern mal einen exklusiven Shoppingtag. Mein Sohn ist dann entweder bei guten Freunden, bei seinen Großeltern oder Kindermädchen. Heutzutage ist eine Nanny eine interessante Möglichkeit. So erspart man sich selbst Stress und besonders auch seiner Umwelt! Nörgelei und Geschrei der Kinder kann wirklich sehr an die Nerven gehen!

24/10/2010 - 01:39

Mir kommt das auch bekannt vor. Gerade heute waren wir mit unserem Kleinen auf Shoppingtour. Eigentlich wollte ja meine Frau Frau Jeans kaufen. Nachdem ich aber auch gar nicht so schlechte Anzüge für mich entdeckt habe, schein das Zeitlimit unseres Sohns allerdings überschritten...

Ab da konnte meine Frau nur noch fluchtartig den Laden verlassen, so dass ich auch noch das ein oder andere Stück anprobieren konnte. Dass der Laden zwar für kinderunterhaltendes Programm in Form von Disneyfilmen und einer Spielecke sorgte, ließ unseren Sohn kalt - er wollte viel eher alles andere erkunden und war gar nicht weiter im Geschäft zu halten...

24/10/2010 - 01:22

Hmn, kommt mir irgendwie bekannt vor

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