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Fachtagung zur Präventionsarbeit gegen Extremismus

von Familien-Blickpunkt.de am 13/10/2017 - 10:50 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Fachtagung zur Präventionsarbeit gegen Extremismus

Kreis Offenbach - Probleme mit der eigenen Persönlichkeit sowie Unsicherheiten und Widersprüche in der Identitätsentwicklung können dazu führen, dass Menschen sich radikalisieren. Um zu verhindern, dass sich vor allem junge Leute Ideologien und Gruppen zuwenden, die die Regeln und Gesetze einer offenen und pluralistischen Gesellschaft missachten, hat der Kreis Offenbach im Sommer 2016 das Projekt „PRO Prävention gegen (religiös begründeten) Extremismus“ gestartet. Im Rahmen dieser vorbeugenden Arbeit gegen antidemokratische Haltungen und Radikalisierung lädt das Integrationsbüro des Kreises Offenbach jetzt zu einer öffentlichen Fachtagung ein. Am Donnerstag, 26. Oktober 2017, geht es von 9:00 bis 16:00 Uhr im Haus des Lebenslangen Lernens (HLL), Frankfurter Straße 160 - 166 in 63303 Dreieich - Sprendlingen in Fachvorträgen und Workshops um die Herausforderungen und Chancen staatlicher und zivilgesellschaftlicher Arbeit im Spannungsverhältnis von Prävention und Integration.

Prof. Dr. Annette Treibel (Hochschule Karlsruhe) spricht über Konflikte und Kooperationen im Einwanderungsland. Sie gibt Antworten auf die Frage, ob Integration ein Projekt für alle oder nur für bestimmte Menschen in Deutschland sein kann. „Von der Hinwendung zur Abwendung und zur Integration – Ein Versuch, aus Grundlagenforschung Präventionsideen zu finden, die Integration stärken“, so lautet der Titel des Vortrages von Prof. Dr. Andreas Zick (Universität Bielefeld). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung haben die Möglichkeit, sich in fünf verschiedenen Arbeitsgruppen mit Fragen von Prävention und Integration zu beschäftigen, ihre Erkenntnisse zu vertiefen und beim „Markt der Möglichkeiten“ mit anderen Erfahrungen auszutauschen.

Ziel der Diskussionen im Plenum und in den Workshops ist es, ein breites Spektrum an Aspekten des komplexen Themas zu diskutieren. So geht es beispielsweise um die Rolle von Ehrenamtlichen in der Präventionsarbeit, um pädagogische Interventionen und soziale Medien, um „Gewalt im Namen der Ehre“ und um die Anerkennung von Pluralität und Vorbeugung an Schulen.

Angesprochen werden mit der Fachtagung insbesondere Fachkräfte und Ehrenamtliche aus der Präventions-, Flüchtlings-, Gemeinde- und Integrationsarbeit sowie Interessierte aus Politik, Wissenschaft, der Jugendarbeit und aus Schulen. Es gibt noch freie Plätze für die Tagung und die Workshops. Anmeldungen sind bis zum 19. Oktober 2017 möglich ([email protected]). Weitere Informationen gibt es im Internet: www.kreis-offenbach.de/pro-prävention.

www.familien-blickpunkt.de



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