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"Frauen nutzen persönliche Kontakte im Beruf zu wenig"

von Familien-Blickpunkt.de am 31/03/2012 - 16:57 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

"Frauen nutzen persönliche Kontakte im Beruf zu wenig"

Netzwerke können Rückkehr in Beruf erleichtern

Kooperation von Bundesfamilienministerium und XING hilft Frauen beim Aufbau eines persönlichen Netzwerks.

(bmfsfj) - Gerade nach einer längeren Unterbrechung führt der Weg zurück ins Arbeitsleben oft über persönliche Kontakte. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kooperiert daher mit dem beruflichen Netzwerk XING, um Frauen, die nach einer Baby- oder Familienpause wieder ins Arbeitsleben einsteigen wollen, beim Aufbau eines persönlichen Kontaktnetzes zu unterstützen und ihnen so die Rückkehr in den Beruf zu erleichtern. "Schätzungsweise 50 Prozent aller Stellen werden heute über Kontakte und Referenzen vergeben", erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder. "Aber insbesondere Frauen nutzen Kontakte immer noch zu selten für ihr berufliches Fortkommen. Dabei sind funktionierende Netzwerke gerade beim Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienpause wichtig. Sie bieten Unterstützung und machen neue Möglichkeiten und Chancen sichtbar."

Stefan Groß-Selbeck, Vorstandsvorsitzender der XING AG: "Auf XING sehen wir, dass viele Frauen das Potential beruflicher Netzwerke noch unterschätzen. Gerade ein Drittel unserer Mitglieder sind weiblich. Dabei ist Vernetzung eine wichtige Voraussetzung, um im Berufsleben präsent zu sein und wahrgenommen zu werden. Sie ist ein Schlüsselfaktor für den erfolgreichen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben. Wir möchten hier ansetzen und gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium Wiedereinsteigerinnen dabei unterstützen, ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen, das ihnen die Rückkehr in den Beruf erleichtert."

Über Maßnahmen wie Netzwerktrainings in den größten deutschen Städten wird XING Frauen dabei unterstützen, ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen. Die Trainings beginnen im April in München und finden anschließend auch in Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt statt. Auf den Seminaren lernen Frauen, wie sie mit XING ihre Visitenkarte im Internet einrichten, Kontakte knüpfen und Netzwerkeffekte für ihren beruflichen Wiedereinstieg nutzen können.

Zudem können sie sich über eine eigens eingerichtete Gruppe auf XING austauschen, die auch über das Internetportal des Aktionsprogramms www.perspektive-wiedereinstieg.de zu erreichen ist. Bereits 2008 hat das Bundesfrauenministerium das Aktionsprogramm "Perspektive Wiedereinstieg" gestartet, das sich an Frauen richtet, die nach einer mehrjährigen familienbedingten Erwerbsunterbrechung wieder in das Berufsleben zurückkehren wollen. Nach der längeren Auszeit verfügen Frauen meist nicht mehr über die beruflichen Kontakte, die sie beim Wiedereinstieg unterstützen könnten. Das Potential von Internetnetzwerken lassen sie nahezu ungenutzt: Nur 10 Prozent aller befragten Frauen sind Mitglied in einem beruflichen Internetnetzwerk.

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Bundesfrauenministeriums und XING kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Demnach ist jeder zweiten Frau, die nach einer familienbedingten Pause in ein neues Arbeitsumfeld wieder eingestiegen ist, der Wiedereinstieg über persönliche Kontakte gelungen. Befragt wurden Frauen in Deutschland, die ihr Erwerbsleben in den vergangenen Jahren zugunsten der Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen unterbrochen haben.

www.familien-blickpunkt.de



Kommentare


02/04/2012 - 13:22

Man könnte sicher auch titeln: "Bundesfamilienministerin Schröder soll dem Netzwerk Xing helfen, mehr Frauen anzulocken"

Ich bin sehr gespannt, wie die Netzwerktrainings sein werden und vor allem, wie man an die bisher noch nicht vernetzte Zielgruppe herantreten will.
Auch scheint mir, dass nach Veröffentlichung der Pressemeldung die Fäden des Netzwerks wohl etwas zu langsam gesponnen wurden, denn unter den Gruppen, die man bei XING zum Stichwort “Wiedereinstieg” findet, ist die der Kooperation noch nicht zu finden. Auch auf dem Internetportal des Aktionsprogramms vermisst man einfachste Tools, wie Social Media Buttons oder eben einen Link zu XING, die zumindest das virtuelle Netzwerken unterstützen könnten.

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