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Hessen stärkt die Früherkennung von Brustkrebs

von Familien-Blickpunkt.de am 16/10/2012 - 10:18 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Hessen stärkt die Früherkennung von Brustkrebs

Startschuss für Präventionsprojekt mit landesweit 200 Veranstaltungen.

Fulda (hsm) - Die Landesregierung intensiviert gemeinsam mit dem LandFrauenverband Hessen, der Hessischen Krebsgesellschaft, der Frauenselbsthilfe nach Krebs und der Landesärztekammer den Kampf gegen den Brustkrebs und stärkt mit einer groß angelegten Präventionsinitiative die Früherkennung. Landesweit finden demnächst 200 Veranstaltungen statt, bei denen Frauen zur Selbstuntersuchung der Brust angeleitet werden.

„In Hessen müssen sich jährlich etwa 4.600 Frauen der Diagnose Brustkrebs stellen. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung und Krebstodesursache bei Frauen. 2011 verstarben hieran in Hessen 1.350 Menschen. Nach wie vor ist die regelmäßige, fachkundige Selbstuntersuchung der Brust ein wichtiges Instrument, um Veränderungen der Brust frühzeitig zu erkennen. Zentrales Anliegen des Projektes ‚Brustkrebsprävention‘ ist es, Frauen zu ermutigen, mehr Verantwortung für ihren Körper zu übernehmen, sich das Krankheitsrisiko bewusst machen und die Möglichkeiten der Früherkennung zu nutzen“, erklärte Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, zum Auftakt des landesweiten Projekts „Brustkrebsprävention“ der hessischen Krebspräventionsinitiative „du bist kostbar“ in Fulda.

Die Staatssekretärin appellierte an die Frauen, vor dem Thema nicht die Augen zu verschließen, regelmäßig die Selbstuntersuchung vorzunehmen und die Vorsorgeuntersuchungen wie das Mammographie-Screening zu nutzen. Die Heilungschancen seien umso höher, je früher die Erkrankung entdeckt werde. „Ist der Tumor kleiner als 2 cm und sind alle Lymphknoten tumorfrei, dann überleben 97 Prozent der Erkrankten die ersten fünf Jahre und 92 Prozent die nächsten zehn Jahre.“

Die Früherkennung von Brustkrebs sei in den letzten Jahren deutlich verbessert worden. Auch das Versorgungsangebot für Brustkrebspatientinnen sei in Hessen in den vergangenen Jahren ausgebaut worden. „Neben der Förderung von medizinischer Diagnostik und Versorgung ist die Entwicklung weiterer präventiver Ansätze wichtig“, betonte die Staatssekretärin. Im Brustkrebsmonat Oktober könne nun der Startschuss für insgesamt 200 Veranstaltungen zur Brustkrebsprävention gegeben werden.

Mit Hilfe eines breiten Kooperationsbündnisses und unter Federführung des LandFrauenverbandes Hessen können unter dem Dach der hessischen Krebspräventionsinitiative „du bist kostbar“ landesweit Veranstaltungen zur Anleitung von Frauen zur Selbstuntersuchung der Brust durchgeführt werden. Professor Dr. Christian Jackisch, Leiter des Brustzentrums am Klinikum Offenbach und Vorsitzender der Hessischen Krebsgesellschaft, die Partner der hessischen Krebspräventionsinitiative „du bist kostbar“ ist, sagte: „Vorsorge ist das beste Mittel gegen den Krebs, je früher eine Erkrankung oder deren Vorstufen erkannt werden, desto effizienter kann dagegen vorgegangen werden.“

Die Kampagne „Brustkrebsprävention“, unterstützt von der Frauenselbsthilfe nach Krebs und der Landesärztekammer, knüpft an ein Projekt des LandFrauenverbandes Hessen an, an dem zwischen 2001 und 2003 rund 13.000 Frauen in Hessen teilgenommen haben. „Mit rund 50.000 Mitgliedern in 700 Vereinen verfügen wir LandFrauen über ein gut organisiertes, landesweites Netzwerk“, betont Evelyn Moscherosch, Präsidentin des LandFrauenverbandes Hessen. Der große Vorteil des Konzeptes der LandFrauen liege darin, so Moscherosch weiter, dass jenseits einer Erkrankung Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema erzielt werden kann.

Mit Unterstützung der AOK konnte die Frauenselbsthilfe nach Krebs in Hessen Silikonbrusttastmodelle erwerben, die nun den LandFrauenvereinen und den Gruppen der Frauenselbsthilfe zur Verfügung gestellt werden. Dank eines Aufrufs der Landesärztekammer Hessen unterstützen rund 70 Ärztinnen die Initiative zur Brustkrebsprävention. Das Projekt wird in reinen Frauengruppen stattfinden und die Frauen nicht als Patientinnen, sondern als gesunde Frauen in ihrer Verantwortung für ihre Körper ansprechen. In zwei Schulungen wurden die Ärztinnen durch die Landesärztekammer vorbereitet, um an Hand der Brusttastmodelle ganz praktisch zu zeigen, wie Frauen ihre Brust regelmäßig untersuchen sollten. Dabei geht es darum zu vermitteln, dass es wichtig ist, dass Frauen Veränderungen an ihrem Körper frühzeitig wahrnehmen können. Diese sind in den meisten Fällen harmlos, können so aber frühzeitig beim Facharzt abgeklärt werden. Methoden der Früherkennung, wie die Mammographie oder die Sonografie sind so am erfolgreichsten einsetzbar. Die Termine der Veranstaltungen in den Landfrauenvereinen stehen allen Frauen offen. Sie werden auf der Homepage des Verbandes www.lfv-hessen.de veröffentlicht.

Ansprechpartnerin für die Aktion „Brustkrebsprävention“: LandFrauenverband Hessen e.V., Doris Wirkner Tel.: 06172-4998038, E-Mail: [email protected]

www.familien-blickpunkt.de



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