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Kita Waldacker wird zum Haus der kleinen Forscher

von Familien-Blickpunkt.de am 20/05/2012 - 17:04 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Kita Waldacker wird zum Haus der kleinen Forscher

Kreis Offenbach - Sie haben Löwenzahn und das Rodau-Wasser untersucht, Tiere beobachtet, und, und, und! Mit Begeisterung widmen sich die Schützlinge der Kita Waldacker in Rödermark verschiedenen Experimenten. Jetzt ist die Einrichtung ausgezeichnet worden. Als vierte Kita im Kreis Offenbach darf sie sich „Haus der kleinen Forscher" nennen.

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und engagiert sich für die naturwissenschaftliche, mathematische und technische Bildung von Kindern in Kitas und Grundschulen. Sie unterstützt durch Fortbildungsangebote die pädagogischen Fachkräfte und stellt Materialien zur Verfügung, um die Einbindung naturwissenschaftlicher Experimente und Projekte in die tägliche Arbeit der Kita zu ermöglichen und so den Forschergeist bei Mädchen und Jungen zu wecken und sie für naturwissenschaftliche Phänomene sowie technische und mathematische Fragestellungen zu begeistern. Derzeit sind 20.952 Kitas in ganz Deutschland an dem Programm beteiligt.

„Wir sind froh, dass die Kita Waldacker jetzt diesen Titel führen kann! Denn die Initiative „Haus der kleinen Forscher" hat das Ziel, Kinder schon im Vorschulalter spielerisch an naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten und Phänomene heranzuführen. Das ist heute wichtiger denn je. Außerdem lernen die Kinder ganz nebenbei den Wert der Natur schätzen", machte Landrat Oliver Quilling deutlich. Er überreichte die Auszeichnung am Montag nebst Urkunde und Plakette.

Kita-Leiterin Ria Keller-Wettermann verwies darauf, dass die Natur und naturwissenschaftliche Experimente im Tagesablauf der Kita eine sehr große Rolle spielen. „Zurzeit beschäftigen wir uns mit Wasser- und Luft-Experimenten. Die Kinder sammeln Wasserproben, beispielsweise an der Rodau, filtern das Wasser oder vergleichen die einzelnen Proben. Dann haben wir unsere NABU-Projekte wie die Löwenzahnwoche. Hier probieren wir alles rund um den Löwenzahn aus: Löwenzahn-Tiramisu, Löwenzahn-Eis, Löwenzahn-Pizza oder wir küren den größten Löwenzahn. Eine andere Gruppe wiederum beobachtet den Frühling und Sommer über mit einer UV-Kamera den Nistkasten eines Vogelpaares", erzählte die Kita-Leiterin. Das Forschen sei mittlerweile fester Bestandteil des Kita-Alltags, die umgesetzten Projekte würden dokumentiert und Fachkräfte der Einrichtung bildeten sich regelmäßig weiter.

Tatsächlich sind die Voraussetzungen für die Auszeichnung keineswegs einfach nebenbei zu erreichen. Mindestens zwei unterschiedliche Projekte mit naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Bildungsinhalten sollen in den letzten zwölf Monaten mit den Kindern erarbeitet worden sein. Die Forscherprojekte müssen zudem dokumentiert werden. Darüber hinaus müssen in der betreffenden Kita zwei pädagogische Fachkräfte zweimal im Jahr an Fortbildungen mit naturwissenschaftlichen, mathematischen oder technischen Themen teilnehmen.

„Dass die Erzieherinnen der Kita Waldacker hier mitmachen und sich engagieren, um den Kindern die Naturwissenschaften und deren Phänomene näher zu bringen, spricht für das pädagogische Potential der Kita. Zudem spürt man: Den Kindern macht das Forschen in der Natur Spaß. Und für die Erzieherinnen ist es eine Herausforderung. Und genau diese Begeisterung für moderne Pädagogik kann die Kita mit der Plakette nun nach außen für alle sichtbar machen", so Quilling abschließend.

Ziel des Kreises Offenbach ist es, alle Kitas und im nächsten Schritt alle Grundschulen in das Programm zu integrieren. Neben der Kita Waldacker wurden bisher zertifiziert: die Kindertagesstätte X "Burg Schlotterstein" in Rodgau - Jügesheim, die Kindertagesstätte Raabestraße in Mühlheim sowie die Kita Villa Kunterbunt in Mainhausen.



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