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Steuerungsstelle »Zuwanderung / Integration« gut genutzte Anlaufstelle

von Familien-Blickpunkt.de am 31/07/2012 - 17:55 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Steuerungsstelle »Zuwanderung / Integration« gut genutzte Anlaufstelle

Kreis Offenbach - Seit Mai 2007 kümmert sich die Steuerungsstelle Zuwanderung / Integration um Menschen, die neu in unser Land kommen und sich im Kreis Offenbach niederlassen möchten. „Ziel ist es", so Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und Kreisbeigeordneter Carsten Müller, „allen, die hier eine neue Heimat suchen, die Integration in unsere Gesellschaft so einfach wie möglich zu machen." Zur Zielgruppe gehören Menschen aus anderen Ländern, die hier arbeiten wollen oder die ihrer Familie nachziehen, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler sowie anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Natürlich sind in der Steuerungsstelle auch Menschen herzlich willkommen, die schon länger bei uns leben aber noch zusätzlichen Informationsbedarf haben.

„Aktuell liegt jetzt der Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011 vor", erläutern Claudia Jäger und Carsten Müller, „und die Zahlen machen deutlich, dass diese Einrichtung gut frequentiert wird." Insgesamt gab es im Jahr 2011 328 Personen, die zugewandert sind, das sind 34 weniger als im Vorjahr. Davon haben 140 Personen (circa 43 Prozent) die Beratung in Anspruch genommen. 97 Personen kamen wegen einer Familienzusammenführung. 14 Personen lebten schon länger in unserem Kreis und hatten noch Informationsbedarf. Die restlichen Beratungen richteten sich an andere. Ein wichtiges Angebot sind die Integrationskurse, die für die Zuwanderinnen und Zuwanderer obligatorisch sind. Neben der zeitnahen Vermittlung an die verschiedenen Kursträger leistet die Steuerungsstelle Hilfestellung bei der Antragstellung für Kostenbefreiung und für Berechtigungsscheine beim BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), die zum Besuch eines Integrationskurses berechtigen. Nach dem Zuwanderungsgesetz von 2005 steht allen Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderern ein Integrationskurs in einem Umfang von 600 Stunden zu. Außerdem informiert sie über den Erhalt einer Niederlassungserlaubnis, klärt Fragen zur Einbürgerung und wirbt dafür, das bestehende Beratungsangebot zu nutzen."

„Auch für EU-Bürgerinnen und Bürger", so die beiden Verwaltungsspitzen, „ist eine Erstberatung wichtig, da es gerade in diesem Bereich wenig Kenntnisse über den Zugang zu Integrationskursen und bestehenden Beratungsangeboten gibt. Mit Blick auf die wachsende europäische Gemeinschaft kümmert sich der Fachdienst Ausländerangelegenheiten darum, dass Menschen aus der EU nach Erteilung der Freizügigkeitsbescheinigung direkt den Kontakt zur Steuerungsstelle suchen."

Besonders an diesem Beispiel wird deutlich, dass die Steuerungsstelle eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen dem Fachdienst Ausländerangelegenheiten, der Pro Arbeit / Migrationsberatung / Integrationskursträger und dem Integrationsbüro erfüllt. „Darum haben wir uns für die Einrichtung dieser dezernatsübergreifenden Einrichtung entschieden. Mit ihr haben wir eine Anlaufstelle geschaffen", so die beiden Dezernenten abschließend, „die eine gute Voraussetzung dafür bietet, dass die Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderer schnell in Integrationskurse vermittelt werden, um sich in Deutschland zurecht zu finden. Jährlich werden im Schnitt über 550 Integrationskursbescheinigungen ausgestellt. Damit wird es für diese Menschen sehr viel leichter in ihrer neuen Heimat anzukommen."

www.familien-blickpunkt.de



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