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Zum Geburtstag neues Konzept und Ausstellung

von Familien-Blickpunkt.de am 10/04/2013 - 11:55 |

Themenfelder: Freizeitgestaltung, Leben und Gesellschaft

Zum Geburtstag neues Konzept und Ausstellung

Das Landschaftsmuseum Seligenstadt besteht seit 75 Jahren.

Kreis Offenbach - Die Klosteranlage Seligenstadt ist eines der touristischen Highlights im Kreis Offenbach. „Die historische Umgebung", erklärt Landrat Oliver Quilling, „bietet beste Voraussetzungen für den Standort unseres Landschaftsmuseums, das in diesem Jahr sein 75jähriges Bestehen feiern kann. Quasi als Geburtstagsgeschenk erhält das Museum nicht nur eine neue Verpackung mit einem attraktiven Layout. Auch die ständige Ausstellung soll künftig neu präsentiert werden. In Absprache mit dem Hessischen Museumsverband und in Zusammenarbeit mit dem Förderverein, an der Spitze die Vorsitzende Margret Schöneich, haben wir ein neues Konzept entwickelt, um die vielen regionalen Exponate noch besser zur Geltung zu bringen."

„In unserer Zeit des schnellen Wandels", so der Landrat weiter, „müssen wir uns auch schneller an Bedarfe anpassen. Denn, das kann nicht verschwiegen werden, die finanzielle Lage des Kreises verpflichtet uns auch den Zuschussbedarf für solche kulturellen Leuchttürme wie das Museum im Blick zu behalten. Schon in den vergangenen zwei Jahren haben wir neue Angebote erprobt. Zusätzliche Führungen und Sonderveranstaltungen wie das Kulturfrühstück oder die regelmäßigen „Abende im Museum" mit Klosterjause und Wein vom Abtsberg sind auf hohe Resonanz gestoßen. Das zeigt sich am besten an den Besucherzahlen, die von etwa 20.000 im Jahr 2010 auf knapp 30.000 im Jahr 2012 gestiegen sind."

Derzeit in Planung ist die Neukonzeption der Dauerausstellung. Denn nur wenige der vielen Tagestouristen besuchen auch das Museum, trotz durchaus moderater Eintrittspreise. In einem ersten Schritt wurden jetzt die Außenbeschilderung, die Werbung und der Eingangsbereich optimiert.

Damit wird ein wesentlicher Kritikpunkt beseitigt, der in einer Befragung von Tagestouristen aus dem Jahr 2011, immer wieder eine entscheidende Rolle spielte. Hierzu wurde ein kleiner Teil der etwa 55.000 Euro KFA-Mittel verwendet, die über den Hessischen Museumsverband beantragt und vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst genehmigt wurden. Nun ist der Eingang gut sichtbar, klar gestaltete Außentafeln bieten erste Informationen zum Gebäude und zum Museum. Der Eingangsbereich selbst ist mit neuen Möbeln einladend gestaltet. Hier präsentiert sich auch der Museumsverein und natürlich darf der Museumsshop nicht fehlen. Besucher haben die Möglichkeit Andenken zu erwerben. Dazu gehören neben den obligatorischen Postkarten der Wein „Prinz von Hessen", der Klosterlikör oder der Wein vom Abtsberg.

Mit dem neu gestalteten Logo soll auch der Begriff des Landschaftsmuseums in den Hintergrund rücken, denn mit diesem Namen wird gerade bei externen Gästen eine falsche Erwartungshaltung geweckt. Der neue Begriff Regio-Museum soll besser hervorheben, dass es im Kern um Stadt- und Regionalgeschichte geht. Damit verbunden ist auch die Neuordnung der bestehenden Sammlung.

Grundgedanke ist, die Besucher zu einer Zeitreise durch die Geschichte von Stadt und Region einzuladen, selbsterklärend und nachvollziehbar. Begonnen wird mit der Geschichte des Museums selbst, deren Wurzeln in das Jahr 1936 zurückreichen, als der Kunsthistoriker Dr. Otto Müller begonnen hat, die leerstehenden Prälaturräume zu Ausstellungszwecken zu nutzen. Dann finden sich die Gäste in der römischen Vergangenheit wieder, um über die Geschichte von Einhard dem Schreiber Karls des Großen bis in die Neuzeit vorzudringen. Verbunden wird das Ganze auch mit dem Thema Kultur erleben. „Das Museum ist unverzichtbarer Bestandteil unseres kulturellen Netzwerks", so Landrat Oliver Quilling, „das in seiner Vielfalt und Besonderheit sicherlich einen besonderen Stellenwert in unserer Metropolregion hat." Bleiben werden bewährte Angebote, wie die Oster- und Adventsmärkte sowie themenbezogene Ausstellungen, die rechtzeitig öffentlich bekanntgemacht werden.

Zur Umsetzung des neuen Konzepts hat das Museum personell befristet Verstärkung erhalten. Die Kunsthistorikerin Dr. Angela Beike unterstützt derzeit das Museumteam, denn zum Geburtstag gibt es noch andere Highlights. Am 21. April 2013 bietet der Tag der offenen Tür für Bevölkerung und Gäste die Möglichkeit sich kostenlos einen ersten Eindruck von den Neuerungen zu verschaffen und gleichzeitig einen Blick in die Jubiläumsausstellung zu werfen. Hier gibt es manches zu sehen, was lange in den Kellerarchiven geschlummert hat und von Museumsleiter Achim Zöller zu dem besonderen Anlass ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wird. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die sogenannten Löffelbücher, die erstmalig zu sehen sind und die über ein Computerangebot lesbar gemacht werden.

„Museum ist schon lange mehr, als das passive Konsumieren von Ausstellungsstücken", so Landrat Oliver Quilling abschließend, „Museum muss für Menschen auch mit positivem Erleben verbunden sein. Natürlich nutzen auch wir die vielfältigen Möglichkeiten, die die neuen Medien bieten. Über den QR-Code an etlichen Exponaten erhalten Museumsbesucher zusätzliche Informationen, wenn gewünscht und auch im Internet sind wir immer aktuell. Unser Ziel ist es mit der Neuausrichtung des Museums neue Gäste zu gewinnen aber auch alten Freunden Bestehendes auf neue Art nahe zu bringen. Gerade Erlebnisangebote wie Matineen oder auch besondere Veranstaltungen zum Beispiel im Winterrefektorium machen immer wieder deutlich, dass Neues neugierig macht und angenommen wird, wenn die Qualität stimmt. Mit dem Regio-Museum im Kloster haben wir im Kreis einen Kulturstandort, der mit seinem besonderen Ambiente manchen überrascht, und absolut wettbewerbsfähig im Vergleich zu vielen anderen auch internationalen Sehenswürdigkeiten ist."

www.familien-blickpunkt.de



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