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Bessere Betreuungsangebote für Schulkinder

von Familien-Blickpunkt.de am 04/02/2011 - 15:21 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Bessere Betreuungsangebote für Schulkinder

Bundesfamilienministerin will gemeinsam mit Lokalen Bündnissen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern mit Schulkindern verbessern.

Fast eine halbe Million Mütter in Deutschland, deren Kinder sich im Grundschulalter befinden, würden im Falle verlässlicher Betreuungsangebote wieder in das Arbeitsleben zurückkehren wollen. Besonders für die Alleinerziehenden ist eine bessere Infrastruktur existenziell wichtig. Nach Angaben des Instituts für Demoskopie Allensbach halten 60 Prozent der Mütter Beruf und Familie mit Schulkindern für nicht gut vereinbar. Jeweils über 60 Prozent wünschen sich Nachmittags- und Ferienbetreuung.

Vor diesem Hintergrund will Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder die Vereinbarkeit von Eltern mit Schulkindern und Beruf verbessern. "Die Mütter in Deutschland wollen beides: Familie und Beruf. Studien zufolge wollen neun von zehn Müttern neben der Familie auch beruflich tätig sein", sagte die Bundesfamilienministerin aus Anlass des Bundeskongresses der Lokalen Bündnisse für Familie in Berlin. "Viele Mütter mit Kindern im Grundschulalter können ihrem Wunsch nach Arbeit wegen fehlender Betreuungsangebote für ihre Kinder allerdings gar nicht nachkommen. Hier müssen wir ansetzen! Mit flexiblen, bezahlbaren und verlässlichen Angeboten für Schulkinder am Nachmittag und in den Ferien wäre viel erreicht: Die Mütter könnten ihrem Arbeitswunsch nachkommen, die Kinder könnten von Nachmittagsangeboten profitieren, die Wirtschaft würde dem steigenden Fachkräftemangel entgegensteuern und der Staat könnte zusätzliche Steuern und Sozialversicherungsbeiträge einnehmen. Ich möchte die Betreuung verbessern. Die Lokalen Bündnisse für Familie sind dafür ein leistungsstarker Partner."

An dem diesjährigen Bundeskongress der Lokalen Bündnisse für Familie nehmen rund 500 Teilnehmer aus ganz Deutschland teil. Themenschwerpunkt ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern mit Schulkindern. Daran orientiert sich auch der diesjährige Ideenwettbewerb mit dem Titel: "Unterstützungsnetzwerke für Berufstätige mit Schulkindern". Auf dem Kongress wurden nun 14 innovative Projekte gekürt.

Der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Roland Schäfer, sagte als Vertreter des Kuratoriums der Lokalen Bündnisse zur Preisverleihung: "Die Gewinner können mit ihren Projekten zur Betreuung von Schulkindern anderen Lokalen Bündnissen Anregungen geben und bundesweit wegweisend sein. Ihre Lösungen ermöglichen es Müttern und Vätern, Familien- und Berufsleben gut zu vereinbaren. Genau das brauchen wir. Denn die Zukunftsfähigkeit unserer Städte und Gemeinden hängt angesichts des demografischen Wandels auch davon ab, wie gut es ihnen gelingt, junge Menschen und Familien vor Ort zu halten und neue zu gewinnen."

Die Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" wurde Anfang 2004 vom Bundesfamilienministerium ins Leben gerufen. Die Bündnisse sind ein Zusammenschluss von Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Das Bundesfamilienministerium hat eine Servicestelle eingerichtet, die den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Die Servicestelle wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Eltern mit Schulkindern ist auch Thema des bundesweiten Aktionstages der Lokalen Bündnisse, der alljährlich am 15. Mai, dem Internationalen Tag der Familie, stattfindet. Der Aktionstag steht in diesem Jahr unter dem Motto "Mitgedacht, mitgemacht - für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf". Zum Mitmachen aufgerufen sind alle, die etwas für familienfreundliche Lebens- und Arbeitsbedingungen tun: Lokale Bündnisse für Familie, Unternehmen, Kommunen, Kammern, Arbeitsagenturen, Vereine, Verbände, freie Träger und viele mehr.



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