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Flüchtlingszahlen im Kreis Offenbach nochmals nach oben korrigiert

von Familien-Blickpunkt.de am 21/11/2015 - 10:15 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Flüchtlingszahlen im Kreis Offenbach nochmals nach oben korrigiert

Kreis Offenbach - Das Land erhöht nochmals die Zuweisungszahlen von Flüchtlingen für den Kreis Offenbach. Das heißt in der Konsequenz“, so Kreisbeigeordneter Carsten Müller, „dass sich die Kommunen nochmals auf mehr Flüchtlinge einstellen müssen.“ Nachdem 2015 bis zum Stichtag 31. Oktober 2015 1.125 Flüchtlinge aufgenommen wurden, erwartet der Kreis im IV. Quartal insgesamt 1.600 Neuankömmlinge.“ Die Zuweisungszahlen wurden darum entsprechend angepasst. Die neue Liste berücksichtigt außerdem eine Änderung des Verteilungsschlüssels. Nachdem es neben der Erstaufnahmeeinrichtung in Neu-Isenburg nun zwei größere Notunterkünfte in Langen und Mainhausen gibt und der Kreis laut Aussage des Landes vermutlich nochmals 1.000 Plätze in Notunterkünften bereit stellen muss, können keine Kommunen mehr von Zuweisungen ausgenommen werden. So hat der Kreisausschuss beschlossen, die Aufnahmekapazität der Erstaufnahmeeinrichtung in Neu-Isenburg mit 30 Prozent und die Aufnahmekapazität der Notunterkünfte auf Grund der hohen Fluktuation mit 20 Prozent auf das Zuweisungskontingent der Kommunen anzurechnen.

Darüber hinaus fielen im Kreisausschuss vorbehaltlich der Zustimmung des Haupt- und Finanzausschusses die Beschlüsse für die Ausschreibung der beiden kreiseigenen Gemeinschaftsunterkünfte. In Obertshausen geht es um eine Einrichtung mit 160 Plätzen, in Dietzenbach werden 120 Plätze entstehen. Die Bauausführung ist freigestellt. In Vorbereitung ist derzeit der Umbau eines nicht mehr genutzten Teils der der ehemaligen Max-Eyth-Schule an der Damaschkestraße, in der ab Januar 2016 etwa 140 Menschen untergebracht werden können. Außerdem wurde grünes Licht gegeben, um die seit den Herbstferien leerstehenden Container von der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark zu kaufen und auf das Gelände der Gemeinschaftsunterkunft in Seligenstadt, das dem Kreis gehört, umzusetzen. Hier können künftig zusätzlich noch etwa 36 Menschen ein Dach über dem Kopf finden.

Ferner prüft der Kreis systematisch eine Reihe von Gewerbeimmobilien auf ihre Eignung sowohl als Gemeinschafts- als auch als Notunterkunft. „Da derzeit niemand weiß, ob die aktuell vorliegenden Zahlen tatsächlich Bestand haben und ob und wie sich die Zuweisungszahlen mit Blick auf Weihnachten noch erhöhen, müssen wir gerüstet sein, zumal das Land weitere 1.000 Plätze als Notunterkunft braucht“, so Sozialdezernent Carsten Müller, „und wir wollen immer noch – wenn irgend möglich – darauf verzichten, Turnhallen belegen zu müssen. Darum ist auch eine Belegungsverdichtung in den bestehenden Gemeinschaftsunterkünften des Kreises nicht auszuschließen.“

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