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Frühstück mit Bären?

von Familien-Blickpunkt.de am 22/11/2010 - 10:25 |

Themenfelder: Freizeitgestaltung

Frühstück mit Bären?

Na – heute schon weitgewandert? Vergesst den Jakobsweg und vergesst den Rothaarsteig! Das Ziel, das Ihr euch setzen solltet liegt in Amerika.

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten befindet sich nicht gerade in seiner Blütezeit.  Dies ist jedoch irrelevant in Anbetracht des nun folgenden Selbstfindungstrips. Wir reden von einem der bedeutendsten Weitwanderwege der Erde – dem Appalachian Trail. Der AT ist von einer fast mystischen Aura umgeben. Diese erhält er von den Wanderern, auch Thru-Hiker – also „Wahre“ Wanderer genannt.

Wer die Strecke durch insgesamt 14 Bundesstaaten der USA bewältigt, wird eine unausweichliche  Metamorphose seiner Persönlichkeit durchmachen. Zu Anfang noch glattrasiert und komplett ausgestattet, erlebt der Thru-Hiker sich früher oder später vollkommen losgelöst von sämtlichem irdischen Firlefanz. Sogar der eigene Name wird über die Zeit dem Trailnamen weichen. So hat schon mancher als Monkey Man oder Burrito Bastard das Ziel erreicht.

"A footpath for those who seek fellowship with the wilderness"         

Selbst Eigenbrödler und Hinterwäldler können sich dem sozialen Sog und der Eigendynamik des Trails nicht entziehen. Weggefährten begleiten einen über Wochen. Fremde werden zu Gefährten. Um den Trail herum leben die sogenannten Trail-Angels. Durch sie kommen auch die dreckigsten Wanderer zur heißen Dusche und die hungrigsten Hiker zum warmen Abendessen.

Bekannt wurde der Appalachian Trail durch Bill Brysons Roman „Frühstück mit Bären“. Er startet am Springer Mountain in Georgia und verläuft schnurstracks das Appalachen Gebirge entlang bis Katahdin Mountain im Baxter National Park im Bundesstaat Maine. Die Traillänge variiert jedes Jahr um ein paar Meilen und wird in den meisten Publikationen mit 2160 Meilen (3450km) angegeben. Man durchläuft 6 Nationalparks und 8 Nationalwälder. 30 ehrenamtliche Vereine tragen dafür Sorge, dass der Trail in gutem Zustand bleibt, ausreichend Wegmarkierungen vorhanden sind und man somit nicht unverhofft irgendeine Klippe hinunterstürzt.

Dem Appalachian Trail kommt zusammen mit dem Pacific Crest Trail und dem Continental Divide Trail eine Sonderstellung zu. Wer diese drei bestritten hat, darf sich Triple Crowner nennen. Dies ist der Ritterschlag der Thru-Hiker-Gemeinschaft. Von da an ist man unabänderlicher Teil dieser Gemeinschaft und der Wildnis.

 

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Kommentare


12/11/2010 - 10:55

Der Jakobsweg soll ja seit Hape Kerkelings Buch so überfüllt sein. Vielleicht ist das eine sinnvolle Alternative.

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