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Unerkannte Leistungsträger der Gesellschaft

von Familien-Blickpunkt.de am 13/11/2010 - 22:12 |

Themenfelder: Beruf und Familie

Unerkannte Leistungsträger der Gesellschaft

Wir müssen alle dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderungen nicht auf ihre Einschränkungen reduziert werden, sondern dass ihre individuellen Leistungen und Fähigkeiten sowie ihre Persönlichkeit im Vordergrund stehen.

Dazu will die Hessische Landesregierung mit dem 5. Landespreis für die beispielhafte Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen beitragen.

Der mit je 3000 Euro pro Preisträger dotierte Landespreis, der bereits zum fünften Mal an drei Unternehmen der Privatwirtschaft vergeben wird, soll im Bewusstsein der Unternehmerschaft in Hessen ein deutliches Signal dafür setzen, dass Menschen mit Handicaps ihre Leistungen und Fähigkeiten auch im ersten Arbeitsmarkt voll entfalten können. „Menschen mit Behinderungen sind oft unerkannte Leistungsträger dieser Gesellschaft. Es muss zur Visitenkarte von Unternehmen und Einrichtungen gehören, diese Menschen bewusst zu beschäftigen“, sagte Hessens Sozialminister Grüttner. Das Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft sei vor allem über das Arbeitsleben zu realisieren. Das gelte auch für das Thema Ausbildung: „Für viele Jugendliche mit Behinderungen bleibt die betriebliche Ausbildung noch ein unerreichbares Ziel. Zur selben Zeit sind in Unternehmen zahlreiche Ausbildungsplätze unbesetzt“, sagt der Sozialminister.

Aus den 48 für die Preisverleihung nominierten Unternehmen wurden von einer zehnköpfigen Jury, bestehend aus Mitgliedern des Beratenden Ausschusses beim Landeswohlfahrtsverband, drei Preisträger ausgewählt, die mit ihrer jeweiligen Unternehmensphilosophie vorleben, dass Menschen mit Behinderungen für sie wichtige Leistungsträger im Unternehmensgefüge darstellen. Kriterien waren unter anderem die Höhe der Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderungen oder die Schaffung und Erhaltung behindertengerechter Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Einer der drei diesjährigen Preisträger ist die ESO Offenbacher Dienstleistungsgesellschaft mbH mit über 200 Beschäftigten. Das Unternehmen verzeichnet mit zuletzt 28 Prozent eine stetig wachsende Quotenentwicklung im Bereich der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen und verfügt über ein hervorragendes betriebliches Eingliederungsmanagement. Darüber hinaus werden schon seit Jahren schwerbehinderte Jugendliche ausgebildet.

Derartige Beispiele sollten Vorbild sein, mehr behinderten Mitbürgern eine gleichberechtigte Teilhabe am Berufsleben zu ermöglichen.     

 

 



Kommentare


16/11/2010 - 11:38

Ja das ist klar Heinz....Aber die, die wollen sollten auch eine faire Chance haben. Ich bezweifle, dass sie die haben. Die Leute ersticken doch fast an ihren Vorurteilen auch wenn sie alle immer so oberliberal tun.

14/11/2010 - 14:02

Also das kommt meiner Meinung nach immer drauf an, wie stark die Behinderung ausgeprägt ist. Es gibt da halt auch hoffnungslose Fälle, die niemals irgendwo eingegliedert werden können. Gruß Heinz

14/11/2010 - 13:39

In unserem Büro arbeitet auch ein Rolli-Fahrer, der ist besser in seinem Job als die meisten anderen. Ich verstehe immer gar nicht, warum da viele Leute solche Berührungsängste haben.

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