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Jobbörse in Madrid ein voller Erfolg

von Familien-Blickpunkt.de am 15/12/2012 - 12:19 |

Themenfelder: Beruf und Familie, Leben und Gesellschaft

Jobbörse in Madrid ein voller Erfolg

Sozialminister Stefan Grüttner: „Hessen begegnet Fachkräftebedarf im Pflegesektor mit vereinten Kräften und großem Engagement“.

Wiesbaden (hsm) - Hochzufrieden mit den Ergebnissen der Jobbörse „Gesundheitswesen“ in Madrid, am 20. November 2012, zur Anwerbung von 115 Fachkräften für den Pflegesektor in Hessen zeigte sich der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner. Die Hessische Landesregierung initiiert dieses Modellprojekt gemeinsam mit dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. Landesgruppe Hessen (bpa), der Liga der freien Wohlfahrtspflege und der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. „In Zusammenarbeit mit unseren Partnerinnen und Partnern in der autonomen Region Madrid und der dortigen Arbeitsverwaltung haben wir gezeigt, dass es möglich ist, mit der gezielten Anwerbung von Pflegefachkräften aus Spanien eine gewinnbringende Situation für alle beteiligten zu schaffen“, hob Sozialminister Grüttner hervor.

Durch die Jobbörse konnten 190 hervorragend ausgebildete Pflegekräfte in Spanien angesprochen und Vorstellungsgespräche bei 32 Arbeitgebern in Hessen vermittelt werden, führte Grüttner aus. 11 Arbeitsverträge sind bereits unterschriftsreif, mit vielen weiteren konkreten Vereinbarungen bis Ende des Jahres sei zu rechnen. 63 Bewerberinnen und Bewerber seien in engem Kontakt mit Arbeitgebern in Hessen, 23 Personen werden in Einrichtungen hospitieren, um so das Arbeitsumfeld besser kennen zu lernen.

Als besonderen Aspekt der Zusammenarbeit hob Sozialminister Grüttner die Sprachförderung hervor: „Gute Sprachkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung, um als Fachkraft in der hessischen Altenpflege arbeiten zu können. Diese müssen auch den berufsspezifischen Anforderungen entsprechen.“ Die Regierung der autonomen Gemeinschaft Madrid habe sich daher bereit erklärt, eine erste Lernstufe bereits in Spanien zu finanzieren, so dass die künftigen hessischen Pflegerinnen und Pfleger Grundkenntnisse der deutschen Sprache mitbringen, wenn Sie 2013 nach Hessen kommen. In den ersten Monaten werden die neuen Pflegekräfte als Hilfskräfte beschäftigt, informierte Grüttner weiter, berufsbegleitend finde ein weiterer Deutschkurs mit insgesamt 320 Stunden statt, an dessen Ende eine Sprachprüfung und die Anerkennung als Pflegefachkraft stehe. Die Sprachkurse werden durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert.

„Das hessische Beispiel zeigt: Wenn alle Akteure gemeinsam an einem Ziel arbeiten, steht am Ende der Erfolg“, hob Sozialminister Grüttner hervor. Die Aktion sei ein Gewinn für alle Beteiligten. „Durch die Anwerbung von Pflegekräften in Spanien wird ein Beitrag zur Reduzierung des Fachkräftebedarfs in den hessischen Pflegeeinrichtungen erzielt, arbeitslose spanische Pflegekräfte erhalten einen Arbeitsplatz“, so Grüttner weiter.

„In unseren Mitgliedseinrichtungen wird gerade an einer echten Willkommenskultur für die neuen Kolleginnen und Kollegen aus Spanien gearbeitet", berichtet der hessische Landesvorsitzende des bpa, Jochen Rindfleisch-Jantzon. "Wohnungen und Sprachkurse sind bereits vorbereitet, spanische Kulturvereine sollen eingebunden werden und die Teams in den Häusern freuen sich auf die Verstärkung. Die Träger sind froh, dass das Land die großen Herausforderungen erkannt hat, vor denen sie bei der Fachkräftegewinnung derzeit stehen, und hier so schnell und praxisnah gehandelt hat.“

Die Gewinnung von Pflegefachkräften ist Teil einer Gesamtstrategie des Landes, um dem Fachkräftebedarf in der Altenpflege aktiv zu begegnen. Bereits im Juni 2012 hatte die Hessische Landesregierung mit der Aufhebung der Deckelung der Schulplatzförderung in der Altenpflegeausbildung einen wichtigen Akzent gesetzt. Das Land hat damit die Mittel für die Schulplatzförderung im Schuljahr 2012/2013 auf über 21,8 Millionen Euro erhöht. Nun hat jede Bewerberin und jeder Bewerber die Möglichkeit einen durch das Land geförderten Schulplatz zu erhalten. „Die Aufhebung der Deckelung der Schulplatzförderung in der Altenpflegeausbildung war ein Schritt in die richtige Richtung, den die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Ausbildung stieg von 4.000 auf 4.832“, so der Minister.

Im Bereich der Arbeitsmarktförderung für Benachteiligte werden in Modellversuchen Arbeitslose und Geringqualifizierte über den Caritasverband Limburg und die G.O.A.B. in Offenbach in einem 3 Phasenmodell zunächst als Altenpflegehelfer und anschließend als Pflegefachkraft qualifiziert.

Auch mit der Änderung des Hessischen Altenpflegegesetzes werde den neuen Bedürfnissen und Herausforderungen im Bereich der Pflege Rechnung getragen. „Mit den Änderungen im Hessischen Altenpflegegesetz wird die Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen erleichtert. Außerdem werden Berufserfahrungen in der Pflege auf die Altenpflegehelferausbildung angerechnet sowie die Möglichkeiten geschaffen, neue Ausbildungskonzepte zur Nachqualifizierung und Erschließung neuer Zielgruppen zu erproben“, hob Sozialminister Grüttner hervor.

„Die Hessische Landesregierung und alle beteiligten Akteure geht den Fachkräftebedarf im Pflegesektor energisch und mit Ausdauer an“, stellte Sozialminister Grütter abschließend fest.

www.familien-blickpunkt.de



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