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Landesseniorenvertretung seit 25 Jahren wichtiges Sprachrohr für die ältere Generation

von Familien-Blickpunkt.de am 08/09/2011 - 14:51 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Landesseniorenvertretung seit 25 Jahren wichtiges Sprachrohr für die ältere Generation

Hessische Landesregierung legt Schwerpunkt auf Seniorenpolitik - Sozialminister Stefan Grüttner: „Politik will im Dialog Rahmenbedingungen weiter verbessern, damit ältere Menschen ihr Leben so lange wie möglich selbstständig gestalten können“.

Wiesbaden (hsm) -  Das Engagement der mehr als 1.500 Seniorinnen und Senioren, die sich in 121 Seniorenbeiräten ehrenamtlich engagieren, ist nach den Worten des Hessischen Sozialministers Stefan Grüttner aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. „Sie setzen sich mit Engagement und Erfolg für die Interessen der älteren Generation ein. Sie bringen ihre Erfahrung und ihren Sachverstand in das Gemeinwesen ein und tragen so zur Lösung von Problemen bei“, sagte Grüttner anlässlich der Feier zum 25-jährigen Bestehen der hessischen Landesseniorenvertretung in Wiesbaden.

Das Hessische Sozialministerium werde die Seniorenpolitik in der kommenden Zeit in den Fokus seiner Arbeit rücken, erklärte der Sozialminister weiter. „Der steigende Anteil der älteren Generation an der Gesamtbevölkerung erfordert nicht nur eine Weiterentwicklung der Seniorenpolitik, sondern auch eine stärkere Schwerpunktsetzung auf die für Seniorinnen und Senioren wichtigen Themen. Diesen gravierenden Veränderungen, mit denen unsere Gesellschaft künftig konfrontiert sein wird, wollen wir als Hessische Landesregierung mit nachhaltigen politischen Lösungen und neuen Handlungsstrategien begegnen. In einer Gesellschaft des langen Lebens ist es unabdingbar, über das Alter neu nachzudenken und bestehende Altersbilder zu überprüfen“, sagte Grüttner.

Hierzu startet die Hessische Landesregierung im September eine Seniorenpolitische Initiative, beginnend mit einer Dialogreihe, die zum Ziel hat, mit allen relevanten Akteuren ins Gespräch zu kommen. „Mit Verbänden, Organisationen und Institutionen aus dem sozial-, gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Bereich wollen wir gemeinsam die aktuelle Situation der Seniorinnen und Senioren in Hessen sowie künftige Herausforderungen analysieren. Durch diesen Partizipationsprozess wird die Seniorenpolitische Initiative den größtmöglichen Bezug zur Lebenswirklichkeit älterer Menschen erhalten“, erklärte der Sozialminister.

Das erste Dialogforum im September rückt das Thema „Senioren im bürgerschaftlichen Engagement“ in den Mittelpunkt. „36 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger in Hessen sind ehrenamtlich tätig, so das Ergebnis des Freiwilligensurveys. Hinzu kommt ein steigendes Potenzial von Interessierten, das es zu erschließen gilt“, betonte Grüttner. Insbesondere Ältere könnten wertvolle Erfahrungen einbringen und verfügten über Zeitressourcen. „Viele von ihnen setzen sich durch vielfältiges bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft ein. Bei vielen besteht zudem eine hohe Bereitschaft sich zu engagieren“, erklärte der Sozialminister. Hervorzuheben sei zudem, dass viele ältere Menschen wichtige Aufgaben in den Bereichen Soziales, Pflege und Betreuung übernähmen. Ihr Engagement und ihre Erfahrungen seien hier nicht mehr wegzudenken. Grüttner: „Dieses Engagement zu fördern, auszubauen und durch Fortbildungsangebote qualifiziert zu begleiten, ist auch Aufgabe der Politik.“

Mit dem 2001 vom Hessischen Sozialministerium initiierten Qualifizierungsprogramm für ehrenamtlich Engagierte seien in 2010 insgesamt 6.250 Frauen und Männer weitergebildet, seit dem Start des Programms 2001 mehr als 36.000 Engagierte qualifiziert worden. „Das Land Hessen stellt dafür jährlich 350.000 Euro zur Verfügung. Die Landesregierung unterstützt das ehrenamtliche Engagement zudem über die LandesEhrenamtsagentur als Service-Stelle für Kommunen, Verbände und Vereine sowie für Einzelpersonen“, sagte der Sozialminister.

In einer alternden Gesellschaft sollte zudem die Teilhabe der Seniorinnen und Senioren gefördert und sollten ihre Sichtweisen stärker in das kommunale Geschehen eingebunden werden, führte Grüttner weiter aus. „In diesem Zusammenhang kommt der Landesseniorenvertretung und den kommunalen Seniorenvertretungen im Rahmen der politischen Beteiligung älterer Menschen eine besondere Bedeutung zu. Die Seniorenbeiräte und die Landesseniorenvertretung sind wichtige Instrumente, um auf die Bedürfnisse der älteren Generation aufmerksam zu machen.“ Die Landesseniorenvertretung als „Sprachrohr der älteren Generation in Hessen“ habe in den zurückliegenden 25 Jahren hervorragende Arbeit geleistet, betonte der Sozialminister: „Sachkundig und fair, diskussionsfreudig und vital, ideenreich und jederzeit zum Konsens bereit. Für diese engagierte und kompetente Zusammenarbeit danke ich Ihnen sehr herzlich und freue mich auf ein gutes künftiges Miteinander in den nächsten Jahren.“

Politik müsse Rahmenbedingungen und Lebensräume so gestalten, dass ältere Menschen eigenverantwortlich und möglichst lange selbstständig leben können, auch dann noch, wenn der Bedarf nach Unterstützung und Entlastung wächst oder Pflege benötigt wird, führte der Minister weiter aus. Seit Beginn der 1970er Jahre unterstütze das Land Hessen die Gründung kommunaler Seniorenvertretungen mit dem Ziel, ältere Menschen direkter an Entscheidungsprozessen zu beteiligen, die sie selbst betreffen. „Die Tätigkeit der Landesseniorenvertretung wird insoweit seit vielen Jahren nachhaltig gefördert, allein 2009 und 2010 mit jeweils 83.000 Euro.“ Das Land werde auch weiterhin Unterstützung leisten, wenn es um die Stabilisierung und Weiterentwicklung der Seniorenvertretungen auf allen Ebenen geht“, kündigte Grüttner an.

Die Mitarbeit von Teilnehmern des Seniorenbeirats in verschiedenen kommunalen Gremien sei eine Bereicherung für die politische Arbeit und somit für die Kommunen, die mithilfe des Seniorenbeirats seniorengerecht gestaltet werden können. „Kommunen sollten die Einrichtung von Seniorenbeiräten verstärkt fördern und ältere Bürger dazu motivieren, sich aktiv an der Kommunalpolitik zu beteiligen“, forderte der Sozialminister abschließend.

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