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Wiesbadener Hospiztag

von Familien-Blickpunkt.de am 21/03/2011 - 11:15 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Wiesbadener Hospiztag

Wiesbaden. Anlässlich des Wiesbadener Hospiztages hat Hessens Sozialminister Stefan Grüttner ein gleichberechtigtes Neben- und Miteinander all derer, die in der Sterbebegleitung zusammentreffen, gefordert. „Eine gute Sterbebegleitung kann nur gelingen, wenn ärztliche Versorgung, pflegerische Betreuung, soziale Begleitung und ehrenamtliche Arbeit gut abgestimmt, vernetzt und koordiniert werden“, betonte der Minister in Wiesbaden.

Aus Sicht der Landesregierung habe die Hospizbewegung in Hessen viel erreicht, so Stefan Grüttner: „Hessen war das erste Bundesland, in dem die Finanzierung der so genannten spezialisierten ambulanten Palliativversorgung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung durch eine entsprechende Vereinbarung mit den Krankenkassen gesichert wurde. Somit steht nun ein flächendeckendes Vertragsangebot für diesen so wichtigen wie sensiblen Leistungsbereich zur Verfügung. Sterbende Menschen wollen am Lebensende zu Hause versorgt werden und zwar von Teams, in denen alle Professionen der Sterbebegleitung vertreten sind.“

Es gebe in Hessen inzwischen über 100, vor allem ambulante Hospizinitiativen, davon fünf ambulante Kinderhospizdienste, aber auch zehn stationäre Hospize als eigenständige Häuser, eines davon ein stationäres Kinderhospiz. Darüber hinaus versorgten inzwischen neun Palliativstationen an Krankenhäusern und 19 Palliative-Care-Teams Menschen, die aufgrund schwerwiegender Erkrankungen und Leiden eine besonders intensive Betreuung in ihren letzten Lebenstagen brauchen.

„Die Landesregierung hat bereits 1997 eine Arbeitsgemeinschaft zur Verbesserung der Sterbebegleitung in Hessen einberufen. Hier arbeiten Vertreterinnen und Vertreter aller Professionen, Leistungserbringer und –träger sowie Haupt- und Ehrenamtliche zusammen. Jährlich werden Fachtagungen vorbereitet und durchgeführt. Es wurden einige Handreichung erarbeitet, unter anderem zuletzt die „Empfehlungen zur Verbesserung der Sterbebegleitung in Altenpflegeheimen“, sagte Sozialminister Grüttner.



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