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Elisabeth-Selbert-Preis 2011 für Hannelore Ratzeburg

von Familien-Blickpunkt.de am 24/06/2011 - 11:35 |

Themenfelder: Leben und Gesellschaft

Elisabeth-Selbert-Preis 2011 für Hannelore Ratzeburg

Sozialminister Stefan Grüttner: „Großes Engagement für den Frauenfußball und nachhaltige gesellschaftliche Wirkung. Bedeutende Leistung für die Gleichstellung im Sport“.

Wiesbaden. Der Elisabeth-Selbert-Preis 2011 ging an Hannelore Ratzeburg, die „Mutter des deutschen Frauenfußballs“. Der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner verlieh der Frauenfußballpionierin im Rahmen eines Festakts im Schloss Biebrich den mit 10.000 Euro dotierten Preis. „So wie sich die Namensgeberin des Preises, Elisabeth Selbert, für den Grundsatz ‚Männer und Frauen sind gleichberechtigt‘ stark machte, hat sich Hannelore Ratzeburg für die Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Sport eingesetzt“, erklärte Grüttner in seiner Rede.

Am 9. Juni jährte sich in diesem Jahr der Todestag von Elisabeth Selbert (geboren 1896) zum 25. Mal. „Ohne Elisabeth Selbert gäbe es den Artikel 3 des Grundgesetzes nicht. Es ist ihrem Einsatz zu verdanken, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Grundgesetz verankert wurde“, erinnerte der Minister noch einmal. Elisabeth Selbert gilt als eine der Mütter des Grundgesetzes. Sie hat hartnäckig dafür gekämpft, dass der Gleichheitsgrundsatz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ 1949 in den Grundrechteteil der bundesdeutschen Verfassung aufgenommen wird.

Doch auch nach gut 60 Jahren Grundgesetz und Gleichberechtigungsgrundsatz bleibe die Verwirklichung von Chancengleichheit ein Dauerauftrag an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Jury des Elisabeth-Selbert-Preis habe sich daher in diesem Jahr einstimmig dazu entschlossen, im Jahr der Frauenfußball-Weltmeisterschaft mit der Auszeichnung des Engagements von Hannelore Ratzeburg auf den langen und intensiven Weg aufmerksam zu machen, den es bedurfte, um dem Frauenfußball den hohen öffentlichen Stellenwert zu geben, den er heute hat. „Es ist dem engagierten Einsatz von Hannelore Ratzeburg zu verdanken, dass sich Frauen heute im Fußball genauso verwirklichen können wie Männer“, betonte Grüttner. „Hannelore Ratzeburg hatte großen Anteil daran, dass der Deutsche Fußball-Bund 1970 Frauenfußball zuließ. So gab ihr Einsatz den Startschuss zu einer Erfolgsgeschichte, die bei der diesjährigen WM in Deutschland hoffentlich fortgesetzt wird.“

Hannelore Ratzeburg werde mit der Verleihung des Elisabeth-Selbert-Preis auch stellvertretend für die vielen engagierten Frauen im Fußball und im Sport ausgezeichnet, so der Minister weiter. „Sie ist eine Galionsfigur, die über die vergangenen Jahrzehnte hinweg maßgeblichen zum Erfolg und zur öffentlichen Wirkung des Frauenfußballs beigetragen hat.“ Hannelore Ratzeburg habe es geschafft, sich in einer Männerdomäne, wie dem Fußball, Gehör zu verschaffen. „Damit trägt sie dazu bei, dass die Themen Gleichberechtigung und Chancengleichheit auf der gesellschaftlichen Agenda nach wie vor ganz oben stehen.“

„Mit ihrem großen Enthusiasmus und ihre Hartnäckigkeit hat Hannelore Ratzeburg dazu beigetragen, dass der deutsche Frauenfußball heute mit an der Spitze steht. Damit hat sie, ähnlich wie die Namensgeberin des Elisabeth-Selbert-Preises, ein Stück Gleichberechtigungsgeschichte geschrieben“, unterstrich der Sozialminister. Durch ihr Engagement habe sie in der Gesellschaft eine Breitenwirkung erzielt, die Mut macht, Grenzen zu überwinden und gleichzeitig Brücken zu bauen. „Hannelore Ratzeburg zeigt, dass eine nachhaltige Verwirklichung von Gleichberechtigung nur durch ein partnerschaftliches Miteinander funktionieren kann“, so der Sozialminister abschließend.



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